Schwaiger/Chukwuma zahlten Lehrgeld

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Die österreichischen Beachvolleyball-Damen haben in Klagenfurt auch am zweiten Tag nicht überzeugen können.

Alle drei Teams verloren am Donnerstag bei Regenwetter ihre jeweils letzten Gruppenspiele, Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig schafften aber trotzdem den Einzug in die K.o.-Phase.

Stefanie Schwaiger/Lisa Chukwuma und Barbara Hansel/Bianca Zass scheiterten dagegen sieglos.

Doris als Zuschauerin

Für die im Vorjahr mit ihrer mittlerweile zurückgetretenen Schwester Doris beim EM-Triumph am Wörthersee noch umjubelte Schwaiger und ihre neue Partnerin war das Turnier diesmal auf schnellstem Weg vorbei.

Das erst vor zweieinhalb Wochen formierte Duo musste sich den deutschen Vize-Weltmeisterinnen Karla Borger/Britta Büthe glatt 0:2 (-12,-14) geschlagen geben.

"Es geht alles von vorne los"

Aufgrund des vorhersehbaren Ausscheidens gab es aber weder bei Schwaiger noch beim 22-jährigen Neuling Chukwuma besonders lange Gesichter.

"Das ist für uns eine neue Situation. Es geht alles von vorne los und das ist sehr viel Arbeit", meinte Schwaiger.

Ihre Ende Mai zurückgetretene Schwester hatte das Geschehen am Center Court auf der Tribüne verfolgt. Das sei ihr wichtig, obwohl es schon seltsam sei, die langjährige Partnerin als Zaungast zu sehen, meinte Stefanie.

"Luft war draußen"

Die von den Gegnerinnen erwartungsgemäß permanent anservierte Chukwuma resümierte überwiegend positiv.

"Schade, aber für die kurze Zeit, die wir zusammenspielen, war das okay", sagte die Vorarlbergerin. Mit dem Dauerdruck auf ihre Person habe sie gerechnet und die Aufgabe auch einigermaßen gut gelöst.

Mit der Leistung im letzten Gruppenspiel war die 22-Jährige nicht zufrieden: "Die Luft war draußen. Meine Angriffe waren weniger druckvoll."

Für Trainer Laciga eine logische Folge: "Lisa hat heute dafür bezahlen müssen, dass sie gestern alles gegeben und probiert hat. Es fehlt ihr noch an Kraft und Ausdauer drei Spiele auf Topniveau durchzuhalten. Dafür war die gemeinsame Trainingszeit zu kurz."

Potential angedeutet

Ihr persönliches Klagenfurt-Highlight? "Das war sicher das Match gegen die Brasilianerinnen. Da waren super Ballwechsel dabei, die erahnen lassen, welches Potential Stefanie und ich haben.“

Jetzt gelte es bei den restlichen Turnieren - für das der World Tour Mitte August in Stare Jablonki erhielten sie eine Wildcard - weiter Spielpraxis zu sammeln und im Winter bessere Grundlagen zu schaffen, betonte Chukwuma.

"In der Annahme ist ein Schritt gelungen"

Trainer Martin Laciga urteilte aufgrund der Ausgangslage nicht allzu streng.

"Man hat natürlich nicht viel erwarten können. Vor allem in der Annahme ist ein Schritt nach vorne gelungen, das Ziel war es, zunächst eine Komponente zu stabilisieren", meinte Laciga im Gespräch mit der APA.

Es sei in gewissen Situationen verständlicherweise aber auch eine gewisse Überforderung bei Chukwuma spürbar gewesen, so der Schweizer.

"Riesensteigerung" zu wenig

Insgesamt überfordert waren auch die routinierte Hansel - die als mögliche Schwaiger-Partnerin nicht zum Zug gekommen war - und Klagenfurt-Debütantin Zass.

Das Wildcard-Duo kassierte gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr/Joana Heidrich ein 1:2 (-15,16,-9). Hansel ortete aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich mit dem Vortag.

"Das war eine Riesensteigerung gegenüber gestern, aber leider ist es schon wieder vorbei", meinte Hansel, die am Wörthersee 2009 und 2010 mit Sara Montagnolli ins Halbfinale gekommen war.

Schützenhöfer/Plesiutschnig weiter

Schützenhöfer/Plesiutschnig unterlagen den niederländischen Europameisterinnen Madelein Meppelink/Marleen van Iersel klar mit 0:2 (-15,-19), stiegen aber dank des einzigen Sieges der ÖVV-Damen am Mittwoch als Gruppen-Dritte auf.

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