EM in Klagenfurt - Gruppencheck der ÖVV-Herren

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Die Damen haben am Dienstag vorgelegt, die Herren greifen am Mittwoch in die EM ein.

Angeführt wird das rot-weiß-rote Aufgebot von Clemens Doppler und Alex Horst. Die Nummer 5 der World-Tour-Rangliste zählt zum engsten Favoritenkreis. Der Aufstieg in die K.o.-Runde darf für die heimische Nummer 1 nur eine Pflichtübung sein.

Anders sieht es für die drei weiteren ÖVV-Teams auf.

Spielplan Center Court - Mittwoch:

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Wir haben die Gegner der Österreicher im Kurz-Porträt:

Doppler/Horst

Kadziola/Szalankiewicz (POL) – H2H - 2:1

Die beiden Polen sind seit Jugendtagen gemeinsam am Beach unterwegs. Im Nachwuchs durften sie zwei Mal über Gold bei Weltmeisterschaften jubeln. Bei den „Großen“ sind sie seit 2009 fix auf der World Tour etabliert. In die laufende Saison stieg das Duo erst verspätet – bei der WM – ein. Mit Rang 5 in Gstaad gelang ihnen aber bereits ein Ausrufezeichen. Dabei mussten sie sich in der Vorrunde Doppler/Horst in zwei Sätzen geschlagen geben.

Caminati/Rossi (ITA) – 1. Duell

Marco Caminati hatte einen sensationellen Start in die Saison. An der Seite – bzw. hinter – Alex Ranghieri gewann er überraschend das Open in Luzern. Es war erst der dritte World-Tour-Start  für den 22-Jährigen! Die Partnerschaft wurde dennoch nicht zur Dauerlösung. Wie geplant bildet er mit Enrico Rossi ein junges Duo. Beim CEV-Challenger in Vaduz mussten sie sich erst im Finale Holler/Schröder geschlagen geben.

Kavalenka/Dziadkou (BLR) – 1. Duell

Vom Alter her ist Kavalenka ein Routinier. Der 35-Jährige absolvierte bereits 1997 sein erstes Turnier auf der World Tour. Danach kamen aber nur 31 weitere dazu. Seit 2014 ist er gemeinsam mit Aliaksandr Dziadkou unterwegs – wirklich Eindruck hinterlassen konnte das weißrussische Gespann aber noch nicht. In dieser Saison war Platz 5 bei den European Games in Baku das höchste der Gefühle.

Winter/Petutschnig

Walkenhorst/Windscheif (GER) – 0:1

Wirklich durchstarten konnten die Deutschen in ihrem zweiten gemeinsamen Jahr nicht. Dabei ging es mit einem Viertelfinale in Moskau ausgezeichnet los, danach waren zwei Achtelfinal-Einzüge das höchste der Gefühle, bei den letzten drei Turnieren reichte es jeweils zu Rang 17.

Fijalek/Prudel (POL) – 0:1

Auch wenn es die Setzung anders sieht, die Polen sind das Top-Duo in dieser Gruppe. 5 Top-Ten-Ergebnisse mit dem 3. Rang beim Major in Stavanger sprechen Bände. In den letzten Jahren waren Fijalek/Prudel Stammgast auf dem Podest der World Tour. Die Medaillenausbeute bei Europameisterschaften ist hingegen bescheiden: 2013 durften sie über Bronze jubeln.

Koshkarev/Barsouk (RUS) – 1. Duell

Dmitri Barsouk – ein alter Bekannter in Klagenfurt. 2008 trug er sich gemeinsam mit Igor Kolodinsky in die Siegerliste ein – im Viertelfinale zerstörte das russische Duo damals den Traum vom Heimsieg durch Doppler/Gartmayer. In dieser Saison wurde der 35-Jährige mit Yaroslav Koshkarev zusammengespannt. Erfolg wollte sich beim routinierten Team noch nicht einstellen – einem neunten Rang beim Open in Luzern stehen zwei Quali-Outs gegenüber.

Eglseer/Müllner

Brouwer/Meeuwsen (NED) – 1. Duell

Das Motto der Niederländer ist „Power Volleyball“! Mit diesem Rezept holten sie 2013 WM-Gold. Nach einem durchwachsenen Jahr 2014 legte das Duo 2015 einen echten Power-Start in die Saison hin: Drei Finaleinzüge bei vier Turnieren, als Highlight der Sieg in Porec. Zuletzt in Yokohama setzte es aber mit einem Vorrunden-Aus einen Dämpfer. An der Favoritenrolle in dieser Gruppe ändert das nichts.

Ingrosso/Ingrosso (ITA) – H2H 0:1

Jahrelang waren die beiden Brüder die Nummer 2 Italiens, in dieser Saison mussten sie diesen Status an Ranghieri/Carambula abtreten. Mit dem Semifinal-Einzug in Stavanger zeigten sie allerdings, dass mit ihnen jederzeit gerechnet werden muss. Klagenfurt war bisher noch kein guter Boden, mehr als Rang 25 schaute nicht heraus.

Flüggen/Böckermann (GER) – 1. Duell

Das neu formierte deutsche Team sorgte zum Saisonauftakt für einen Knalleffekt und jubelte in Fuzhou beim ersten gemeinsamen Turnierstart über den Sieg. Nachhaltig bestätigen konnten sie den Überraschungserfolg danach nicht. Die Quali war zwar – bis auf Moskau – kein Stolperstein, zählbare Ergebnisse konnte das Duo aber nicht einspielen. Beide waren auch 2013 – mit anderen Partnern – bei der EM in Klagenfurt dabei. Flüggen (mit Walkenhorst) sorgte mit dem Viertelfinal-Einzug für eine Überraschung.

Huber/Seidl

Samoilovs/Smedins (LAT) – H2H 0:2

Bei den letzten beiden Europameisterschaften standen die Letten jeweils am Podest. Die aktuelle Saison verlief bisher holprig - Smedins war mit Verletzung einige Turniere (darunter die WM) außer Gefecht. Beim Comeback in Gstaad stürmten Samoilovs/Smedins allerdings ins Finale. Zuletzt in Yokohama mussten sie sich Doppler/Horst im Achtelfinale geschlagen geben.

Ranghieri/Carambula (ITA) – H2H 0:1

Das Überraschungs-Duo dieser Saison. Alex Ranghieri ist seit längerem ein Begriff, zeigte erstmals 2013 groß auf (mit Tomatis). In diese Saison startete er mit neuem Partner. In Luzern sorgte er mit Marco Caminati für eine Überraschung in Form eines Turniersiegs. Dennoch wechselte er zu seinem geplanten Stammpartner Adrian Carambula. Spätestens in Porec war klar, warum: Das Duo belegte - aus der Quali kommenden - Rang drei. Carambula avancierte mit seinen "Skyserves" zum Publikumsliebling.

Marco/Garcia (ESP) – H2H 2:2

Ein Duo, das für Huber/Seidl in Schlagdistanz sein sollte. Die Spanier haben einen 17. Rang (bei der WM) als bestes Saison-Ergebnis zu Buche stehen, scheiterten allerdings auch zwei Mal in der ersten Quali-Runde. Das bisher letzte Duell der beiden Teams konnten Huber/Seidl in Stavanger 2014 klar für sich entscheiden.

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