Doppelte Premiere in Klagenfurt

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Der Final-Tag in Klagenfurt steht ganz im Zeichen der Premiere.

Durch den starken Regen am Samstag finden erstmals in Klagenfurt auch die Damen-Bewerbe am Sonntag steht.

Mit den jungen Russinnen Ukolova/Khomyakova gibt es zwei neue Siegerinnen auf der Tour.

Im Herren-Bewerb ist Routine Trumpf: Reinder Nummerdor (35) und Richard Schuil (39) sorgen für den ersten niederländischen Sieg in Klagenfurt.

Der Final-Tag:

DAMEN-FINALE:

Die 2012er-Auflage des Grand Slams in Klagenfurt geht in die Beachvolleyball-Geschichte ein. Mit Evgenia Ukolova und Ekaterina Khomyakova steht erstmals auf der World Tour ein Damen-Duo aus Russland am obersten Sieger-Podest.

In einem spannenden Finale setzen sich die Russinnen gegen Madelein Meppelink und Sophia van Gestel mit 21:13, 23:25, 15:10 durch und feiern damit den mit Abstand größten Erfolg ihrer Karriere. Bisher war ihr bestes World-Tour-Ergebnis ein neunter Rang.

"Jüngstes Finale"

Im "jüngsten Finale" der World Tour - die beiden Niederländerinnen sind 21 und 22 Jahre, die Russinnen 23 und 24 - dominieren die Russinnen den ersten Satz.

Im zweiten Satz kämpfen sich Meppelink/Van Gestel zurück, wehren Matchbälle ab und erzwingen mit 25:23 einen Entscheidungssatz. Da übernehmen aber wieder die Russinnen das Kommando und sorgen für den ersten russischen Damen-Sieg auf der World Tour.

"Vor vier Jahren saß ich hier noch auf der Tribüne und habe mir gedacht, wie unglaublich es sein muss, hier ein Mal zu gewinnen", freut sich Khomyakova. "Dass ich das schon mit 23 geschafft habe, ist ein Traum! Klagenfurt ist das beste Turnier der Welt!"

FINALE HERREN:

Das Finale der Herren ist eine Sache für Routiniers. Mit Reinder Nummerdor (35), Richard Schuil (39) und Marcio Araujo (38) sind drei der vier Akteure über 30. Von Alterschwäche ist im Finale aber nichts zu merken.

Zu Beginn sieht alles nach einem weiteren brasilianischen Erfolg am Wörthersee aus. Marcio Araujo und Pedro Solberg dominieren den ersten Satz und gewinnen klar mit 21:14.

Die Niederländer stecken die Pleite aber schnell weg und schlagen zurück. Mit dem 21:12 erzwingen sie einen Entscheidungssatz, in dem sie weiter den Ton angeben. Vor allem Richard Schuil, der mit seinem Service immer wieder Druck machen kann.

Hitzige Entscheidung

Am Ende wird es hitzig. Bei 13:12 haben die Brasilianer die Chance auf den Ausgleich, die Niederländer verteidigen aber hervorragend und haben auch Glück, dass der Schiedsrichter einen technisch unsauberen Schlag durchgehen lässt.

Der erste Matchball bleibt noch ungenützt, der zweite bringt die Entscheidung. Allerdings nicht unumstritten. Der Angriffsball von Nummerdor ist im Out, der Schiedsrichter hat aber eine Blockberührung von Pedro gesehen.

Damit fixieren Nummerdor/Schuil ihren zweiten Saisonsieg, den neunten insgesamt auf der Tour. Nach zwei dritten Plätzen ist es der erste Klagenfurt-Sieg für die dreifachen Europameister.

"Es ist einfach schön"

Die Freude ist groß. "Es ist das Lieblings-Turnier von fast allen Spielern", so Nummerdor. "Hier zu gewinnen ist einfach schön."

"Trotz schwachem Start im Halbfinale und im Finale konnten wir uns zurückkämpfen“, meint der 35-Jährige. "Wir haben die Ruhe bewahrt. Und uns von diesem fantastischen Publikum tragen lassen."

Eine Anmerkung aus rot-weiß-roter Sicht: Nummerdor/Schul verloren im Turnier nur ein Soiel - gegen die beiden Kärntner Xandi Huber und Robin Seidl.

Nummerdor Schuil Marcio Pedro
7 0 Asse 1 0
16 11 Angriffe 14 17
0 1 Blocks 0 3
4 6 Eigenfehler 8 7

Zuvor hatten sich die beiden Qualifikantinnen im Semifinale gegen die favorisierten Brasilianerinnen Talita/Antonelli in zwei Sätzen 21:19, 24:22 durchgesetzt.

Das zweite Semifinale fiel aus: Die top-gesetzten Chinesinnen Zhang Xi/Xue konnten oder wollten ihre Flüge nicht umbuchen und traten daher nicht an.

Khomyakova Ukolova Meppelink Van Gestel
1 4 Asse 1 0
13 20 Angriffe 13 20
5 0 Blocks 6 2
4 4 Eigenfehler 5 8
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