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Schluss mit Baggern am Wörthersee?

Zwei Wochen vor Beginn des Beach-Volleyball Grand Slam in Klagenfurt ist die Zukunft des Turniers weiterhin unsicher.

Veranstalter Hannes Jagerhofer meinte am Montag bei einer Pressekonferenz, die Entscheidung müsse in den nächsten zwei Wochen fallen.

Die Sache spießt sich an einer vom Land Kärnten vorgesehenen Subventionskürzung um 30 Prozent.

Tourismuslandesrat Josef Martinz rechtfertigte diese mit generellen Einsparungen, er hofft auf zusätzliches Geld aus dem Sportbudget.

Es geht um 100.000 Euro

Erst in der vergangenen Woche hatte Jagerhofer den Vertrag mit der Stadt Klagenfurt "zu gleichen Konditionen" um vier Jahre - von 2013 bis 2016 - verlängert.

Bürgermeister Christian Scheider meinte, Einsparungen "nach dem Rasenmäherprinzip" seien nicht zielführend, man müsse Schwerpunkte setzen.

Konkret geht es um rund 100.000 Euro, die das Land weniger beisteuern will als bisher.

Jagerhofer meinte, er wolle zwar in Klagenfurt bleiben, sollte man sich aber nicht einigen, müsse er eine andere Location suchen.

Dass ihm der Weltverband das Turnier wegnehmen würde, glaubt er nicht. "Wir haben einen guten Ruf."

Viel los am Wörthersee

Das Interesse für den Grand Slam in Klagenfurt ist groß, laut Jagerhofer stieg die Zahl der Anmeldungen für Boarding-Pässe auf heuer 48.000 (2010: 42.000).

Ein temporärer Campingplatz wurde errichtet, man rechnet allein dort mit 22.000 Nächtigungen. Vor dem Turnier lädt Jagerhofer zu einer "Social Media Konferenz", es gebe bereits mehr als 70 Anmeldungen dafür.

Der Grand Slam beginnt am 2. August mit der Qualifikation, das Turnier endet am 7. August mit dem Finale der Herren.

Hoffen und Bangen

Stefan Potyka, Vizepräsident des Österreichischen Volleyball-Verbandes, erinnerte auch an die Chance auf die Olympia-Qualifikation für die heimischen Teams.

Während die Schwaiger-Schwestern nach gutem Saisonstart gute Chancen haben, müssen Sara Montagnolli/Barbara Hansel um ihr Ticket zittern.

Das Duo war in den vergangenen beiden Jahren in Klagenfurt jeweils ins Halbfinale eingezogen. Gelingt ihnen ein ähnliches Kunststück auch heuer, wäre das ein wichtiger Schritt Richtung London 2012.

Wechselhafte Männer-Duos

Etwas weniger Optimismus verbreitete Potyka bezüglich der Herrenteams. Clemens Doppler und Matthias Mellitzer, im Vorjahr in Klagenfurt im Viertelfinale, seien heuer "etwas unkonstant".

Alexander Horst, der sich nach dem verletzungsbedingten Karriereende seines Partners Florian Gosch Daniel Müllner als Ersatz gesucht hat, meinte, man habe heuer bereits sehr gute Turniere gespielt.

"Die letzten zwei waren allerdings weniger gut", sagte Horst. Sein 21-jähriger Partner betonte, dass er noch konstanter werden müsse.

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