"Wir wollen sie machen"

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Jagerhofer zur neuen Tour: "Wir wollen sie machen"

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Der Plan einer neuen Beachvolleyball-Turnierserie nach dem Vorbild der Klagenfurter Veranstaltung hat zwar schon konkrete Formen angenommen, spruchreif sind die Details aber noch nicht.

In etwa 14 Tagen erwarte er die endgültige Bestätigung der vom Volleyball-Weltverband (FIVB) unabhängigen Tour, kündigte Klagenfurt-Macher Hannes Jagerhofer an.

Klagenfurt vorerst nicht Teil der Tour

"Wir planen daran, wir werden sie machen, aber es ist aktuell noch zu früh. Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen Details bekannt geben kann", meinte Jagerhofer gegenüber APA.

Sein seit 18 Jahren existierendes Turnier am Wörthersee werde in dem neuen Tour-Konzept vorerst aber noch nicht enthalten sein.

2015 wird in Kärnten wie schon im Vorjahr wieder die von der Kontinentalföderation (CEV) vergebene Europameisterschaft ausgetragen. Als Termin gelte wieder Anfang August als ziemlich sicher, so Jagerhofer.

Neue Veranstaltungs-Orte

Beim laufenden FIVB-Grand Slam habe er zahlreiche Gespräche mit Tourismus- und Sportpolitikverantwortlichen aus aller Welt geführt, die gerne ein Event wie jenes in Klagenfurt veranstalten würden.

Jagerhofer geleitete unter anderem hochrangige Gäste aus Florida, aber auch von der US-Westküste durch das Veranstaltungsareal am Wörthersee.

Unter den Interessenten sind keine aktuellen FIVB-Veranstalter, sondern durchwegs neue Destinationen in Nordamerika, Brasilien und Europa.

"Wir würden nie in das Territorium, das jemand mit Promotoren über Jahre aufgebaut hat, eindringen, das ist nicht unser Stil", bekräftigte Jagerhofer seine Vorgehensweise gegenüber der FIVB.

"Sport auf nächstes Level heben"

Für die neuen Events möchte er mit seiner Agentur ACTS als Promoter auftreten.

"Wir wollen den Sport auf das nächste Level heben, da kann man keinem sagen, schau dir das an und mach es selber, da muss man schon als Promoter fungieren für die jeweiligen Städte."

80 Prozent der Städte, die der Kärntner im Laufe der Suche nach möglichen Austragungsorten angesprochen habe, hätten konkretes Interesse bekundet. "Deshalb sind wir hoch motiviert, das zu machen."

Einige Problemfelder

Problemfelder im Einvernehmen mit der FIVB sind aber nach wie vor mögliche Terminkollisionen bei Europaturnieren im Sommer und im Raum stehende Sanktionsdrohungen für Spieler, die bei der neu geschaffenen Konkurrenz antreten würden.

Egal, ob es eine Einigung mit dem Weltverband gibt oder nicht, Jagerhofer will sich zumindest mit der FIVB terminlich abstimmen.

Detailauskünfte jeglicher Art wären zum jetzigen Zeitpunkt aber "nicht seriös", betonte er mehrfach. Er wolle außerdem verhindern, dass Luftschlösser gebaut werden.

Positive Turnierbilanz

Mit dem heurigen Klagenfurt-Turnier ist Jagerhofer vollauf zufrieden. Am Mittwoch wurden bereits 9.300 Besucher am Veranstaltungsgelände gezählt, tags darauf waren es trotz Regenwetters 13.400, am Freitag bezifferte der Veranstalter die Besucherzahl mit 16.500.

Am Wochenende werden es üblicherweise noch deutlich mehr. "Die Kurve geht immer noch nach oben, das ist ja das Beeindruckende", so Jagerhofer.

Einbruch im VIP-Bereich

Lediglich im VIP-Bereich sei nach dem Einbruch um 30 Prozent wegen der vom Gesetzgeber und von vielen Firmen zusätzlich noch verschärften Compliance-Regeln eine gewisse Stagnation auszumachen.

Das Niveau sei aber auch diesbezüglich immer noch erfreulich hoch, führte Jagerhofer weiter aus.

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