Alison/Bruno triumphieren in Klagenfurt

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Alison/Bruno hat beim Grand Slam in Klagenfurt wieder einmal für einen brasilianischen Turniersieg gesorgt.

Die als Nummer 3 gesetzten Südamerikaner gewannen das Finale am Sonntag gegen die italienischen Europameister Paolo Nicolai/Daniele Lupo klar mit 2:0 (14,17).

Erster Sieg für Brasiliens Herren

Sie fixierten damit den heuer ersten Turniersieg für Brasilien auf der World Tour.

Auch gemeinsam mit Bruno feierte der mit anderen Partnern in Klagenfurt schon auf dem Podest gestandene Ex-Weltmeister Alison den ersten Titelgewinn.

In dieser Saison waren sie beim Grand Slam von Gstaad und beim Open-Turnier in Fuzhou als Zweite schon knapp dran gewesen.

Fokussiert und analysiert

Im Endspiel von Fuzhou hatten Nicolai/Lupo noch das bessere Ende für sich gehabt.

Diesmal waren die Italiener gegen den überragenden Blockriesen Alison (2,03 m) und Abwehrspieler Bruno aber machtlos. Am Wörthersee hatte das Duo unter anderem im Achtelfinale auch Clemens Doppler/Alexander Horst keine Chance gelassen.

Auch wenn es von außen einfach gewirkt habe, sei der Sieg harte Arbeit gewesen: "Wir waren extrem konzentriert und haben das Team genau analysiert. Deshalb hat es vielleicht einfach ausgesehen", erklärt Alison.

"Klagenfurt ist für jeden speziell"

Nach dem Triumph ließ der Weltmeister von 2011 seinen Emotionen freien Lauf: "Klagenfurt ist für jeden speziell. Die Menge, die da ist, die spürt man. Jeder will hier gewinnen, deshalb habe ich mich so gefreut."

Es war auch die Freude über den ersten gemeinsamen Sieg: "Wir spielen erst seit Winter zusammen. Unser Team ist immer noch am wachsen. Es hat genau so einen Moment gebraucht, um unser Potential abrufen zu können."

"Das beste Team dieses Turniers"

"Sie waren hier einfach nicht zu schlagen", stellte Horst nach dem Finale klar. Bei der 17. Austragung sorgten sie bereits für den zehnten Erfolg eines Herren-Teams aus Brasilien.

"Es hat hier alles in ihre Hände gespielt. Zum einen der harte Boden, zum anderen das Publikum. Sie sind beide unglaubliche Publikumsspieler, ab dem Zeitpunkt, als sie hier am Center Court spielten, waren sie noch eine Klasse besser. Man muss neidlos anerkennen: Sie waren das beste Team bei diesem Turnier."

Überraschungs-Duo am Podest

Platz drei ging überraschend an die Australier Isaac Kapa/Christopher McHugh, die sich im Bronzematch gegen die Letten Aleksandrs Samoilovs/Janis Smedins 2:0 (22,17) durchsetzten.

Das Damen-Endspiel am Samstag hatten die Brasilianerinnen Larissa/Talita für sich entschieden.

"Das war Weltklasse"

Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig waren als bestes österreichisches Gespann wie Doppler/Horst im Achtelfinale ausgeschieden.

Ohne rot-weiß-rotes Team im Halbfinale oder Endspiel könne man aber nicht zufrieden sein, lautete das Urteil von ÖVV-Präsident Peter Kleinmann.

"Aber was Doppler/Horst hier und bei den letzten Turnieren wie bei der EM gezeigt haben, das ist absolute Weltklasse", so Kleinmann. Doppler/Horst sind seiner Meinung nach echte Medaillenhoffnungen für Olympia 2016 in Rio.

Kleinmann glaubt an Chukwuma

Die Auftritte von Ex-Europameisterin Stefanie Schwaiger mit ihrer neuen Partnerin Lisa Chukwuma (Anm.: 3 Niederlagen in der Gruppenphase) waren für Kleinmann vielversprechend. Die Diskussionen über die überraschende Partnerwahl von Schwaiger hätten sich nach dem in Klagenfurt Gebotenen erübrigt.

"Für mich ist die Entscheidung total richtig", betonte Kleinmann. Chukwuma habe großes Potenzial. "Es wird ziemlich schnell gehen und sie werden in der Weltklasse sein."

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