EM, Tag 2 - Großkampf-Tag in rot-weiß-rot

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Am zweiten Tag der Beachvolleyball-EM in Klagenfurt greifen auch die Herren ein.

Der Center Court ist am Mittwoch fest in rot-weiß-roter Hand. Alle acht heimischen Teams sind im Einsatz.

Windscheif/Walkenhorst vs. Petutschnig/Winter 2:1

Tobias Winter und Lorenz Petutschnig starten mit einer knappen Niederlagegegen Windscheif/Walkenhorst (GER) in EM.

Der erste Satz ist mit 21:14 eine klare Sache für Deutschland (Ass-Statistik 4:0, Block 4:1). Im zweiten Satz erspielen sich die Österreicher im Finish einen Dreipunkte-Vorsprung und verwandeln ihren dritten Satzball (21:19).

Im Entscheidungssatz kämpfen sich die Österreicher zunächst nach 1:4-Rückstand zurück. Ein Block von Petutschnig und ein Ass von Winter bringt sogar die Führung zum 7:6. Danach dominieren aber die Deutschen und gewinnen noch klar 15:11.

Statistik:

Samoilovs/Smedins (LAT) vs. Huber/Seidl 2:0

Für Alexander Huber und Robin Seidl beginnt die Heim-EM mit einer Niederlage.

Die Kärntner müssen sich Aleksandrs Samoilovs und Janis Smedins (LAT) mit 17:21, 19:21 geschlagen geben. Im zweiten Satz können sich Huber/Seidl mit 8:4 absetzen, die Letten antworten aber mit sieben Punkte in Serie.

Das ÖVV-Duo kämpft sich nochmals zurück und geht 18:15 in Führung. Danach zeigen Samoilovs/Smedins, warum sie zu den Medaillen-Anwärtern zählen und drehen den Satz neuerlich.

"Wir sind durch das geniale Publikum wieder super ins Spiel gekommen, die Fans haben uns super gepusht. Es ist schade, dass es so ausgegangen ist", trauert Seidl der verpassten Chance im zweiten Satz nach.

Statistik:

Zumkehr/Heidrich (SUI) vs. Rimser/Strauss 2:0

Im zweiten EM-Spiel können Cornlia Rimser und Nadine Strauss einen Satz lang von einer Sensation träumen.

Das ÖVV-Duo legt einen Blitzstart hin und geht 6:1 in Führung. Der Vorsprung reicht aber nicht, die schweizerinnen kommen Punkt für Punkt heran und gehen mit 17:16 erstmals in Führung. Bei 18:20 können Rimser/Strauss zwei Satzbälle abwehren, der dritte bringt aber die Entscheidung (22:20). Der zweite Satz ist mit 21:10 eine klare Sache.

Im Parallelspiel setzen sich Longuet/Jupiter (FRA) gegen Barsuk/Rudykh (RUS) mit 2:1 durch. Damit können Rimser/Strauss selbst bei einer Niederlage gegen Longuet/Jupiter aufsteigen - dafür benötigen sie allerdings Schützenhilfe von Zumkehr/Heidrich.

Statistik:

Schwaiger/Hansel vs. Dabizha/Abalakina (RUS) 2:0

100Walkenhorst 100Windscheif 100 100Winter 100Petutschnig
2 2 Asse 1 0
15 12 Angriffe 8 16
8 0 Blocks 0 6
2 6 Service-Fehler 5 3
2 0 Angriffs-Fehler 1 3
3 0 Sonstige Fehler 0 1

Doppler/Horst vs. Dziadkou/Kavalenka (BLR) 2:0

100Samoilovs 100Smedins 100 100Seidl 100Huber
0 1 Asse 1 1
6 12 Angriffe 8 16
3 2 Blocks 3 0
0 3 Service-Fehler 5 0
0 4 Angriffs-Fehler 3 6
0 0 Sonstige Fehler 1 0

Clemens Doppler und Alex Horst starten mit einem souveränen Zweisatz-Sieg in die EM.

Die Mitfavoriten setzen sich gegen Dziadkou/Kavalenka (BLR) mit 21:14, 21:13 durch. Mitte des ersten Satzes bekommen die Österreicher das Spiel unter Kontrolle und lassen nichts anbrennen. Dabei ist beim Service mit vier direkten Punkten, aber acht Fehlern noch Luft nach oben.

"Wir haben den Flow der bisherigen Saison nach Klagenfurt mitnehmen können. Es macht einfach Spaß, in so einer Form hier zu spielen", kommentiert Doppler. Und ist von den Fans überrascht: "Als ich heute morgen aus dem Fenster geschaut habe, habe ich mir gedacht, dass da heute nicht mal 100 Leute sein werden. Und jetzt ist der Center Court fast voll. Ich will mir gar nicht ausmalen, was da abgeht, wenn die Sonne scheint."

Die weiteren Gruppengegner sind Kadziola/Szalankiewicz (POL) und Caminati/Rossi (ITA).

100Zumkehr 100Heidrich 100 100Strauss 100Rimser
0 2 Asse 0 1
20 9 Angriffe 10 9
0 5 Blocks 1 2
0 4 Service-Fehler 0 1
3 0 Angriffs-Fehler 4 1
0 0 Sonstige Fehler 1 0

Brouwer/Meeuwsen (NED) vs. Eglseer/Müllner 2:0

Im ersten Herren-Spiel der EM liegt eine Überraschung in der Luft.

Daniel Müllner und Peter Eglseer können die Ex-Weltmeister Robert Meeuwsen und Alexander Brouwer voll fordern, müssen sich aber knapp 21:23, 21:23 geschlagen geben.

Im ersten Satz kämpfen sich die Österreicher nach 10:15-Rückstand zurück, werden aber nicht belohnt. Im zweiten Satz kann sich das Duo im Finish mit zwei Punkten absetzen, hat danach sogar zwei Satzbälle. Die Niederländer können aber beide abwehren, erspielen sich selbst einen Matchball und nützen diesen.

Statistik:

Meppelink/Van Iersel (NED) vs. Plesiutschnig/Schützenhöfer 2:0

Lena Plesiutschnig und Katharina Schützenhöfer schnuppern im zweiten Gruppenspiel an einer Sensation.

Die Steirerinnen müssen sich Meppelink/Van Iersel (NED/1) knapp mit 20:22, 18:21 geschlagen geben. Speziell im ersten Satz ist die Überraschung greifbar: Nach Blitzstart liegen die ÖV-Youngsters fast den gesamten Satz über voran, erst bei 19:20 geraten sie erstmals in Rückstand. Einen Satzball können sie noch abwehren. Im zweiten Satz können Plesiutschnig/Schützenhöfer einen frühen Rückstand nochmals aufholen, am Ende behalten aber die Titelverteidigerinnen aus den Niederlanden die Oberhand.

Lehtonen/Lahti (FIN) schlagen Arvaniti/Tsiartsiani (GRE) mit 21:17, 24:22. Nur mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel über die noch sieglosen Griechinnen sind Plesiutschnig/Schützenhöfer sicher weiter.

100Hansel 100Schwaiger 100 100Dabizha 100Abalakina
1 0 Asse 1 2
20 11 Angriffe 12 11
1 3 Blocks 2 0
4 1 Service-Fehler 2 0
2 1 Angriffs-Fehler 1 2
0 1 Sonstige Fehler 1 0

Forrer/Verge-Depre (SUI) vs. Teufl/Zass 2:0

Auch im zweiten Gruppenspiel müssen Bianca Zass und Valerie Teufl als Verliererinnen vom Platz gehen.

Das Duo aus Oberösterreich und Tirol unterliegt Isabelle Forrer und Anouk Verge-Depre (SUI) klar mit 16:21, 12:21. In beiden Sätzen geraten die Österreicherinnen früh in Rückstand. Den Unterschied macht die Fehlerquote aus: Den Schweizerinnen unterlaufen nur drei Eigenfehler, bei den Österreicherinnen stehen elf Fehler zu Buche.

Im Parallelspiel treten Syrtseva/Prokopieva (RUS) gegen Borger/Büthe (GER) nicht an. Die Russinnen halten damit wie Zass/Teufl bei zwei Niederlagen. Wer das Duell am Donnerstag gewinnt, steigt in die Zwischenrunde auf.

Statistik:

2. Spiel, 2. Sieg! Stefanie Schwaiger und Barbara Hansel fixieren vorzeitig den Aufstieg in die K.o.-Phase.

Die ÖVV-Routiniers setzen sich im zweiten Gruppenspiel gegen Dabizha/Abalakina (RUS) mit 21:18, 21:19 durch.

Im ersten Satz zeigen Schwaiger/Hansel ein fehlerfreies Angriffsspiel. Im zweiten Satz kommen die Österreicherinnen nach 13:15-Rückstand zurück, Hansel sorgt mit einem Block für den Ausgleich zum 16:16. Die Salzburgerin macht dann auch mit dem zweiten Matchball den Sack zu.

Stefanie Schwaiger: "Wir haben uns schwer getan, weil wir nicht so gut serviert und auch nicht so konstant gespielt haben wie im ersten Match. Das Positivste war, dass wir die Nerven bewahrt und die wichtigen Punkte am Satzende gemacht haben."

Barbara Hansel: "Unser erstes großes Ziel war, die ersten beiden Spiele zu gewinnen und damit den Aufstieg zu fixieren. Das ist uns gelungen. Dass die Leistung heute nicht optimal war, das wissen wir aber auch. Wir werden schon morgen versuchen, wieder ein Schauferl zuzulegen."

100Doppler 100Horst 100 100Dziadkou 100Kavalenka
1 3 Asse 0 0
9 17 Angriffe 5 10
2 0 Blocks 1 0
3 5 Service-Fehler 2 2
1 0 Angriffs-Fehler 0 2
2 0 Sonstige Fehler 0 1
100Brouwer 100Meeuwsen 100 100Eglseer 100Müllner
1 0 Asse 2 0
24 10 Angriffe 13 9
0 2 Blocks 2 4
4 3 Service-Fehler 2 1
2 2 Angriffs-Fehler 2 1
0 1 Sonstige Fehler 0 0
100Van Iersel 100Meppelink 100 100Plesiutschnig 100Schützenhöfer
1 1 Asse 0 1
22 3 Angriffe 16 11
0 4 Blocks 0 0
5 2 Service-Fehler 4 2
3 0 Angriffs-Fehler 2 3
0 0 Sonstige Fehler 1 0
100Forrer 100Verge-Depre 100 100Teufl 100Zass
1 0 Asse 0 0
10 18 Angriffe 8 15
0 2 Blocks 1 1
0 2 Service-Fehler 2 3
0 0 Angriffs-Fehler 1 4
0 1 Sonstige Fehler 1 0
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