LeBrons Triple Double rettet Cavs bei OT-Krimi

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Die Cleveland Cavaliers gewinnen nach den beiden Auswärtsspielen nun auch das erste Heimspiel der Eastern Conference Finals gegen die Atlanta Hawks. Das Team um den überragenden LeBron James, der ein historisches Triple-Double verbucht, benötigt beim 114:111 zwar die Overtime, führt nun aber 3:0 und steht mit mehr als einem Bein im Finale.

LAOLA1 fasst das Spiel zusammen:

ATLANTA HAWKS (1) - CLEVELAND CAVALIERS (2) 0:3

Spiel 3: Cavaliers - Hawks 114:111 OT (48:49, 104:104)

Die Cleveland Cavaliers dürfen für die NBA Finals planen.

Das Team aus Ohio gewinnt auch das erste Heimspiel der Eastern Conference Finals gegen die Atlanta Hawks und stellt in der "best-of-seven"-Serie damit auf 3:0. Noch nie in der NBA-Geschichte drehte eine Mannschaft den größtmöglichen Rückstand noch in einen 4:3-Sieg.

In der Nacht zum Montag benötigen die Cavs gegen stark verbesserte Hawks, die erstmals ohne "Scharfschütze" Kyle Korver (Saisonaus nach Knöchelverletzung) antreten, aber die Overtime um den 114:111-Erfolg einzufahren.

Erst enttäuschend, dann historisch

Und die Cavs benötigen ohne ihren verletzten Point Guard Kyrie Irving einmal mehr die bestmögliche Leistung des besten Spielers des Planeten - LeBron James. Der Forward trägt mit einem historischen Triple Double (37 Punkte, 18 Rebounds, 13 Assists) maßgeblich zum Sieg seiner Farben bei. Laut "Elias Sports" ist in den NBA-Geschichtsbüchern noch kein Spieler verewigt, der 37,18 und 13 auflegte. Überhaupt schafften bislang nur James Worthy (1988) und Charles Barkley (1993) in einem Playoff-Spiel mehr als 30 Zähler, 15 Rebounds und zehn Assists. Es ist James zwölftes Playoff-Triple-Double. Nur Magic Johnson (30) hat da die Nase vorne.

Dabei beginnt Spiel 3 für den "King" alles andere als historisch. Wobei...

Die Nummer 23 der Cavaliers verpasst seine ersten zehn Würfe aus dem Feld. Die Ausbeute von 0/9 in den ersten zwölf Minuten makiert das schlechteste Viertel in der Karriere des 30-Jährigen. Dementsprechend verläuft auch die Anfangsphase. Atlanta führt rund fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit 38:30. Cleveland kann aber bis zur Pause auf 48:49 verkürzen und sorgt so für die Basis einer spannenden zweiten Spielhälfte.

Teague verpasst den Buzzer Beater

Trotz 30 Zählern und sieben Assists von Point Guard Jeff Teague und 22 Punkten und neun Rebounds von Forward Paul Millsap - dazu Bazemore 14, Carroll 10 - sehen sich die Hawks im vierten Viertel jedoch mit einem Zehnpunkte-Rückstand konfrontiert. Center Al Horford (14) ist nach einem Ellenbogen-Check gegen Matthew Dellavedova, der zwar sein Ziel verfehlt, aber ein einen Finishing-Move in der WWE erinnert, seit Ende des zweiten Viertels nicht mehr auf dem Feld.

Doch Atlanta egalisiert den Spielstand und hat mit der Schlusssirene durch einen freien Dreier aus dem Dribbling von Teague sogar die Chance auf den Sieg. Zuvor sorgt Iman Shumpert (15; 4/8 Dreier) mit einem Freiwurf für das 104:104. Auf Seiten der Cavaliers scoren neben James und Shumpert auch Tristan Thompson (10), Dellavedova (17) und J.R. Smith (17; 10 Rebounds) zweistellig. 

In der Overtime sieht es für die Hawks 40 Sekunden vor dem Ende nach einem Sieg aus.

James macht den Sack zu

Doch dann lassen die Gäste James frei in der Ecke stehen. Der Forward, der in der Serie zuvor nur zwei seiner zwölf Dreier getroffen hatte, lässt Millsap mit einer Finte durch die Luft fliegen und trifft dann zum 112:111. Nach einem Fehlversuch von Teague auf der Gegenseite ist es erneut James, der mit seinem 37. Wurf (!) an diesem Abend, einem Zweier, auf 114:111 stellt.

Zwar bekommen die Hawks durch Shelvin Mack, der heute im Gegensatz zu Dennis Schröder die Einsatzminuten als Teague-Backup bekommt, die Chance auf den neuerlichen Ausgleich. Doch der Aufbau verpasst zwei Dreier unmittelbar hintereinander und kann das 0:3 somit nicht verhindern. "Ich bin sehr stolz, wie meine Jungs dagegengehalten haben", findet Hawks-Coach Mike Budenholzer trotz des nahenden Playoff-Aus lobende Worte.

"Er hätte uns heute nicht verlieren lassen"

Der Star des Abends ist aber einmal mehr LeBron James. "Es hat für mich untypisch, ohne Rhythmus, begonnen. Aber ich musste einfach den Unterschied machen", weiß der zweifache Champion, dass er die Cavs in jedem Spiel schultern muss. "Es fühlt sich großartig an, Plays für meine Mitspieler zu kreieren."

"Er hätte uns heute einfach nicht verlieren lassen", versichert Cavs-Coach David Blatt. Es wäre überraschend, wenn das am Dienstag, im vierten und möglicherweise letzten Spiel der Eastern Conference Finals anders wäre.

Spiel

Datum

Heim

Gast

Ergebnis

1

Mi. 20. Mai

Hawks

CAVALIERS

89:97

2

Fr. 22. Mai

Hawks

CAVALIERS

82:94

3

So. 24. Mai

CAVALIERS

Hawks

114:111 OT

4

Di. 26. Mai

Cavaliers

Hawks

*5

Do. 28. Mai

Hawks

Cavaliers

*6

Sa. 30. Mai

Cavaliers

Hawks

*7

Mo. 1. Juni

Hawks

Cavaliers

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