Thunder und Pacers ziehen in Conference Finals ein

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So turbulent die NBA-Playoffs begonnen haben, am Ende stehen doch jeweils die zwei Top-Teams jeder Conference in den Conference Finals.

Die Indiana Pacers machen in der Nacht auf Freitag die Serie wie die Oklahoma City Thunder in Spiel sechs auswärts zu.

Während Indiana in Washington wenig Mühe hat, kommt OKC bei den L.A. Clippers von einem 16-Punkte-Rückstand zurück.

Die Conference Finals lauten somit Pacers (1) - Miami Heat (2) und San Antonio Spurs (1) - Thunder (2). Das Ost-Duell startet am Sonntagabend, das im West in der Nacht von Montag auf Dienstag.


INDIANA PACERS (1) - Washington Wizards (5) ... 4:2

SPIEL 6: Wizards - Pacers 80:93 (40:52)

Der Gegner von Titelverteidiger Miami Heat in den Eastern Conference Finals der NBA heißt Indiana.

Das beste Team des Ostens in der Regular Season entscheidet die Conference Semifinals gegen die Washington Wizards in der Nacht auf Freitag mit einem 93:80-Auswärtssieg für sich und gewinnt die "best-of-seven"-Serie mit 4:2.

Die Pacers kontrollieren die Hauptstädter im Grunde vom Tip-Off weg. Schon in der ersten Halbzeit finden die Wizards kaum eine Antwort auf die zermürbende Defense der Gäste.

Speziell der Backcourt um John Wall und Bradley Beal hat Probleme, in das Spiel zu finden. Die beiden treffen vor der Pause zusammen nur fünf ihrer 16 Würfe. Auf der Gegenseite zeigt sich Roy Hibbert erneut emsig und bringt es im selben Zeitraum auf neun Punkte und drei Blocks. Mit 52:40 fällt die Pausenführung schlussendlich deutlich aus.

Wizards starten Aufholjagd

Im dritten Viertel machen die Pacers dort weiter, wo sie aufgehört haben. Ein Jumper von David West, der mit 29 Punkten Topscorer der Begegnung ist, bringt eine 16-Punkte-Führung, die größte des gesamten Spiels.

Doch Washington, das bis vor dieser Saison sechs Jahre auf eine Postseason-Teilnahme wartete und seit 1979 kein Conference-Semifinal-Spiel mehr gewann, hält seinen Playoff-Run am Leben. Mit einem 11:2-Lauf melden sich die Wizards zurück.

Wie so oft in dieser Serie haben die Pacers allerdings die passende Antwort parat. Vor allem die Mid-Range-Jumper von West, der 18 Zähler nach der Pause verbucht, stellen die Wizards vor Probleme. 63:71 beträgt der Rückstand der Heim-Mannschaft vor dem entscheidenden Schluss-Abschnitt.

"Wir müssen die besten zwölf Minuten der Saison abrufen", sagt Wizards-Coach Randy Wittmann seinen Spielern in der letzten Viertel-Pause. Und seine Schützlinge folgen ihm aufs Wort.

"Washington hatte eine unglaubliche Saison"

Angeführt von Wall, der es schlussendlich auf zwölf Punkte, fünf Rebounds und neun Assists bringt, geht Washington neun Minuten vor dem Ende sogar in Führung. Ein Dreier von Beal (16) bringt die Wizards 8:30 Minuten vor dem Ende erstmals seit dem 8:7 im ersten Viertel in Front (74:73).

Indiana besinnt sich in der Folge jedoch seiner Stärken und intensiviert die Defense. Bis zur Schluss-Sirene lässt der Ost-Primus nur noch zwei (!) Field-Goals zu. Auch die freien Dreier fallen bei den Gastgebern nicht. Insgesamt finden nur zwei der 18 Versuche von "Downtown" ihr Ziel. Indiana beendet das Spiel und die Serie somit mit einem 20:6-Lauf und steht erneut in den Eastern Conference Finals.

"Washington ist ein tolles Team und hatte eine unglaubliche Saison, aber wir haben zusammengehalten, sind nicht auseinandergefallen. So sehr wir Indy lieben, aber wir wollten auf keinen Fall für Spiel 7 dorthin", sagt Hibbert (11 Punkte, 7 Rebounds) nach dem Spiel.

Ab Sonntag kommt es zwischen Indiana und Miami somit zur Neuauflage des Eastern Conference Finals aus dem Vorjahr, mit einem - möglicherweise entscheidenden - Unterschied. Diesmal haben die Pacers Heimrecht.


OKLAHOMA CITY THUNDER (2) - L.A. Clippers (3) ... 4:2

SPIEL 6: Clippers - Thunder 98:104 (50:42)

Die spektakuläre Serie zwischen Thunder und Clippers findet in Spiel sechs ein packendes Ende: Wieder siegt ein Team nach großem Rückstand, wieder ist es Oklahoma City - wenn auch nicht so dramatisch wie in Partie fünf.

Die Clippers beginnen stark und lassen sich die äußerst schmerzhafte Niederlage von zwei Tagen zuvor zunächst überhaupt nicht anmerken. Blake Griffin dominiert die Anfangsphase, während die Thunder-Superstars Kevin Durant und Russell Westbrook zusammen ihre ersten neun Würfe vergeben. Folgerichtig liegen die Clippers nach dem ersten Viertel mit 30:16 voran.

Durant und Bank kommen auf Touren

Im zweiten Abschnitt läuft Durant heiß: Der MVP trifft drei Dreipunkter innerhalb von 80 Sekunden und verkürzt den Rückstand von zwischenzeitlich 16 auf fünf Zähler. Die Hausherren lassen sich aber nicht beirren und stellen zwei Minuten vor der Halbzeitpause auf 50:36. Reggie Jackson und Durant sorgen in der Folge für einen wichtigen 6:0-Run, der OKC zur Pause auf Schlagdistanz bringt.

Nach Seitenwechsel kann L.A. seinen Vorsprung lange Zeit behaupten, doch Durant führt die Thunder mit 14 Punkten im dritten Viertel immer näher heran. Westbrook wird stärker und stärker und die beiden Big Men von der Bank, Nick Collison und Steven Adams, spielen groß auf. Collison ist es auch, der mit einem Dreipunkter zum Ende des Abschnitts den 72:72-Ausgleich herstellt.

Thunder im Schlussviertel klar stärker

In den letzten zwölf Minuten ist das "Donnerwetter" nicht mehr aufzuhalten. Westbrook erzielt zehn Punkte im Schlussviertel, Durant trifft nach Belieben und Adams steuert wichtige Zähler bei. Nach einem 10:0-Lauf innerhalb von 102 Sekunden führen die Thunder sechs Minuten vor Schluss mit 90:80.

In der Folge kochen die Emotionen bei den Fans hoch, als zwei Offensiv-Fouls in Serie gegen die Clippers gepfiffen werden. Ein Schiedsrichter wird mit Getränken beworfen. Matt Barnes bringt sein Team in der Schlussminute auf vier Punkte heran, doch zu sicher ist Oklahoma City von der Freiwurflinie. Die Clippers verpassen den erstmaligen Einzug in die Conference Finals knapp.

39 Punkte von Durant

Durant überragt mit 39 Zählern, 16 Rebounds und fünf Assists. Russell Westbrook steuert 19 Punkte und zwölf Assists bei, Steven Adams überrascht mit zehn Punkten und elf Rebounds in gleich 40 Minuten. Reggie Jackson scort 14 Zähler.

Chris Paul (25, elf Assists) und Griffin (22) führen die Clippers an. J.J. Redick kommt auf 16 Punkte, DeAndre Jordan auf neun und 15 Rebounds.

Paul gratuliert

"Unsere gemeinsame Erfahrung hat uns sehr geholfen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Wir können definitiv besser werden", meint Durant nach dem Spiel.

Chris Paul gratuliert: "Oklahoma City hat sich das Weiterkommen absolut verdient."

Coach Doc Rivers will die Aufregung rund um den Rassismus-Skandal von Besitzer Donald Sterling nicht als Ausrede gelten lassen: "Ich denke nicht, dass das der Grund war, warum wir nicht gewonnen haben. Ich glaubte, dass wir gut genug waren, um den Titel dieses Jahr zu gewinnen. Oklahoma City hat uns gezeigt, dass wir es nicht waren."

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Mo. 5. Mai Pacers WIZARDS 96:102
2 Mi. 7. Mai PACERS Wizards 86:82
3 Fr. 9. Mai Wizards PACERS 63:85
4 So. 11. Mai Wizards PACERS 92:95
5 Di. 13. Mai Pacers WIZARDS 79:102
6 Do. 15. Mai Wizards PACERS 80:93

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Mo. 5. Mai Thunder CLIPPERS 105:122
2 Mi. 7. Mai THUNDER Clippers 112:101
3 Fr. 9. Mai Clippers THUNDER 112:118
4 So. 11. Mai CLIPPERS Thunder 101:99
5 Di. 13. Mai THUNDER Clippers 105:104
6 Do. 15. Mai Clippers THUNDER 98:104
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