Nur Indiana macht den Sack zu

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Vier Teams hätten in der Nacht auf Mittwoch den Einzug in die Conference Semifinals der NBA fixieren und ihre Erstrunden-Serien mit 4:1 beenden können.

Geschafft haben das nur die Indiana Pacers, die sich gegen die Orlando Magic sicher mit 105:87 durchsetzten.

Die topgesetzten Chicago Bulls blieben mit einem 77:69 gegen die Philadelphia 76ers ebenso am Leben wie die Atlanta Hawks mit einem 87:86 gegen die Boston Celtics und die Denver Nuggets mit einem 102:99 bei den Los Angeles Lakers.

43 Bryant-Punkte

Denver führte Mitte des Schlussviertels bereits mit 15 Punkten Vorsprung, doch Kobe Bryant machte die Partie mit einem seiner legendären Auftritte nochmals spannend.

Der Superstar traf in den letzten 4:47 Minuten vier Dreier und erzielte insgesamt 43 Punkte. Seine letzten drei Versuche gingen aber ebenso daneben wie der von Ramon Sessions mit dem Buzzer.

"Kobe war unglaublich", lobte auch Nuggets-Coach George Karl. "Er jagt mir jedes Mal, wenn wir gegen ihn spielen, riesen Angst ein."

Nur drei Lakers zweistellig

Neben Bryant, der 14 von 32 Würfen traf, scorten für die Lakers nur Andrew Bynum (16 und 11 Rebounds) und Matt Barnes (11) zweistellig. Zu sehr wurde L.A. zu Außenwürfen gezwungen.

Falls die Lakers den Einzug in die nächste Runde schaffen, wird ihnen dort gegen die Thunder der nur noch ein Spiel gesperrte Metta World Peace von Beginn an zur Verfügung stehen.

Andre Miller (24), JaVale McGee (21 und 14 Rebounds) und Arron Afflalo (19) führten Denver an.

Horford wieder voll da

Einen Zittersieg fuhren auch die Hawks ein. Bei einem Ein-Punkt-Rückstand seiner Celtics stahl Rajon Rondo zehn Sekunden vor Schluss den Einwurf-Pass von Josh Smith, wurde aber danach so in die Ecke gedrängt, dass sein Pass keinen Abnehmer mehr fand.

Held des Spieles war Al Horford, der nach seiner Brustmuskel-Verletzung erstmals seit Jänner startete, 19 Punkte und elf Rebounds in 31 Minuten auflegte, in der Crunch-Time scorte und auch in der letzten Defense eine Schlüsselrolle spielte.

Auch alle weiteren vier Starter Atlantas scorten zweistellig. Kevin Garnett und Paul Pierce waren mit je 16 Zählern beste Werfer der Celtics.

Bulls-Defense zermürbt Philly

Die Bulls zeigten, was ihnen die beste Bilanz der Regular Season eingebracht hatte: Obwohl neben Derrick Rose auch Joakim Noah erneut fehlte und nur zwei Spieler zweistellig punkteten (Deng 24, Boozer 19 und 13 Rebounds), siegte Chicago dank seiner Defense.

Ganze 32,1 Prozent trafen die 76ers aus dem Feld, was ebenso ihr Saison-Tiefstwert war wie die 69 erzielten Punkte.

In einem physischen Spiel mit Ellbogen und blauen Augen war Jrue Holiday mit 16 Zählern Topscorer Philadelphias.

Trotz der Niederlage will Sixers-Coach Doug Collins keinen Druck spüren: "Wir haben nicht erwartet, die Bulls viermal in Serie zu schlagen."

Pacers erstmals seit sieben Jahren weiter

Einzig die Pacers konnten den Sack zumachen, erstmals seit 2005 zog Indiana in die zweite Runde ein. Dort könnte es zum Aufeinandertreffen mit den Miami Heat kommen, die ihrerseits in der Serie gegen die New York Knicks mit 3:1 führen.

Einfach machten es die Orlando Magic Indiana trotz des klaren Endresultats aber nicht. Ohne ihren verletzten Star Dwight Howard führten die Gäste vor dem Schlussviertel mit 71:69.

Den letzten Abschnitt konnten die Pacers jedoch mit 36:16 für sich entscheiden.

Danny Granger erzielte 25 Punkte, Darren Collison überragte von der Bank mit 19 Zählern bei nur einem Fehlwurf sowie sechs Assists. Orlandos Jameer Nelson war mit 27 Punkten Topscorer der Partie.

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