Cavs gewinnen erneuten Thriller

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Cavaliers nach erneutem Thriller in Führung

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Auch das dritte Spiel der NBA Finals sorgt in der Nacht auf Mittwoch für Dramatik.

Zwar feiern die Cleveland Cavaliers einen Start-Ziel-Sieg, doch erneut wird es am Ende unglaublich spannend.

Denn ein zu Beginn komplett abgemeldeter MVP Stephen Curry führt die Golden State Warriors nach einem 20-Punkte-Rückstand noch auf einen Zähler heran.

Überragender Spieler bleibt aber LeBron James, der mit 123 Zählern einen neuen Punkterekord für die ersten drei Finalspiele aufstellt und sein Team zum 96:91-Heimerfolg führt.

Zweiter Matchwinner ist wieder Sensationsmann Matthew Dellavedova, der Curry über weite Strecken in den Schatten stellt und in der wichtigen Phase die Nerven behält.

Die Cavaliers gewinnen somit auch die vierte Playoff-Partie, in der beide Stars Kevin Love und Kyrie Irving fehlen.

Spiel vier findet in der Nacht auf Freitag erneut in Cleveland statt.

GOLDEN STATE (1) - CLEVELAND CAVALIERS (2) 1:2

SPIEL 3: Cavaliers - Warriors 96:91 (44:37)

Die Cavaliers können den Schwung von Spiel zwei vor fanatischem und erwartungsvollem Publikum mitnehmen und zeigen von Beginn an knallharte Defense.

Stephen Curry verkürzt für die Warriors zwar gleich zu Beginn auf 3:4, in den folgenden unglaublichen 28 Minuten kann der MVP jedoch nicht scoren.

Cleveland versucht, viel am Brett zu punkten und verteilt die Offensiv-Produktion auf mehrere Schultern, auch wenn LeBron James im ersten Viertel zehn Würfe nimmt. Tristan Thompson sammelt schon im ersten Abschnitt sieben Rebounds.

Die Cavs zittern um Iman Shumpert, der nach einem harten Screen von Draymond Green wegen Schmerzen in der Schulter in die Kabine muss.

Die Gäste bleiben dank der starken Leistung der Bank, vor allem von Andre Iguodala und Festus Ezeli, nach zwölf Minuten dran (20:24).

Cavs-Defense sticht

Routinier Iguodala ist es auch, der im zweiten Viertel für den einzigen Ausgleich im Spiel sorgt (26:26).

James und ein in der Anfangsphase treffsicherer J.R. Smith bringen Cleveland wieder weg. Warrior Draymond Green schüttelt zumindest kurzfristig sein Shooting-Trauma ab (13 Fehlwürfe vom Dreier in den Playoffs in Serie) und netzt endlich aus der Distanz.

Doch wie schon in der zweiten Partie kommt Golden State mit der Defense der Cavs überhaupt nicht zurecht. Selten wird der Ball gut bewegt und eine klare Wurfchance herausgespielt.

Bei Cleveland kommt zudem Shumpert zurück, er kann ohne sichtbare Probleme weiterspielen.

Warriors-Starter offensiv inferior

Warriors-Coach Steve Kerr reagiert auf die Probleme im Angriff und bringt erstmals in der Serie den offensivstarken Ex-All-Star David Lee, was auch Wirkung zeigt.

Durch einen Last-Second-Dreier von James Jones gehen die Cavaliers aber mit einer verdienten 44:37-Führung in die Halbzeit.

37 Zähler sind die niedrigste Ausbeute der Warriors in einer ersten Hälfte in der gesamten Saison. Besonders die Starter enttäuschen mit einer Wurfquote von 6/27 enorm.

Harrison Barnes hält zur Pause bei 0/6 und drei Turnovers, MVP Curry sieht man kaum.

Cleveland kommt ins Rollen

Nach Seitenwechsel folgt die stärkste Zeit der Hausherren. Dellavedova vernascht Curry ein ums andere Mal, James findet seinen Shooting-Touch.

Bis zum Stand von 56:48 bleiben die Warriors dank Andrew Bogut und Klay Thompson dran, danach sind die Cavaliers aber nicht zu halten.

Timofey Mozgov und James reißen die Fans mit mehreren Blocks von den Sitzen, vorne wird kurzzeitig sogar die strikte Tempo-Kontrolle außer Acht gelassen und Fast-Break-Dreier finden ihr Ziel. So heißt es nach 33 Minuten 68:48.

Curry wacht in der Folge endlich auf und sorgt dafür, dass Golden State nach einem desaströsen Viertel "nur" 55:72 zurückliegt. James hält bereits bei 26 Punkten (13 im dritten Viertel), zehn Rebounds und sieben Assists.

Lee und Curry führen Warriors heran

Der beste Spieler des Planeten nimmt zu Beginn des Schlussabschnitts auf der Bank Platz und prompt geraten seine Cavaliers ins Straucheln.

Iguodala und Thompson sorgen für einen 8:0-Run auf 63:72. James kommt zurück, doch der Offensiv-Motor der Warriors kommt ins Rollen, während der der Cavs kräftig stottert.

David Lee überzeugt als Scorer und Passgeber und Curry läuft richtiggehend heiß. Mit 2:46 Minuten auf der Uhr verkürzt der Guard mit einem Dreipunkter auf 80:81.

Dellavedova mit wichtigem "And-one"

Als das Spiel auf der Kippe steht, ist es wieder Matthew Dellavedova, der mit einem "Big Play" das Blatt wendet: Der Australier, der nach dem Spiel unter Krämpfen leidet und zur Infusionsbehandlung ins Krankenhaus gebracht wird, wird beim Zug zum Korb von Curry gefoult und verwandelt spektakulär.

Auch der Freiwurf sitzt und nach einem Curry-Turnover trifft James per Dreier zum 87:80. Zwei weitere Curry-Ballverluste und einen Dreier des MVP später heißt es 51 Sekunden vor Ende bereits 92:83.

Durch haarsträubende Turnovers machen es die Cavaliers aber noch spannend. Curry trifft zwei Dreier und verkürzt auf 91:94.

Beim Einwurf mit 18,8 Sekunden auf der Uhr hat Cleveland Probleme, die Refs entscheiden zunächst auf Ballbesitz für Golden State. Im Video-Review erkennen sie richtigerweise jedoch, dass Klay Thompson im Out stand, als er den Ball berührte.

James entscheidet die Partie von der Freiwurflinie schließlich endgültig.

Cleveland Cavaliers - Golden State Warriors 96:91 (24:20, 44:37, 72:55)

Cavaliers: James 40 (12 Rebounds, 8 Assists), Dellavedova 20, Thompson 10 (13 Rebounds), Smith 10, Jones 7, Mozgov 6, Shumpert 3, Miller; Harris, Haywood, Marion, Perkins

Warriors: Curry 27, Iguodala 15, Thompson 14, Lee 11, Green 7, Ezeli 5, Barbosa 4, Bogut 4, Livingston 4, Barnes; Holiday, McAdoo, Speights

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Do. 4. Juni WARRIORS Cavaliers 108:100 OT
2 So. 7. Juni Warriors CAVALIERS 93:95 OT
3 Di. 9. Juni CAVALIERS Warriors 96:91
4 Do. 11. Juni Cavaliers Warriors
5 So. 14. Juni Warriors Cavaliers
*6 Di. 16. Juni Cavaliers Warriors
*7 Fr. 19. Juni Warriors Cavaliers
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