Doppeltes Pech für die Cavaliers

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Doppeltes Pech für Cavs in erstem Finale

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Die NBA Finals 2015 beginnen in der Nacht auf Freitag höchst spektakulär: Die Golden State Warriors setzen sich gegen die Cleveland Cavaliers in einem echten Thriller mit 108:100 nach Overtime durch.

Den Gästen reichen auch 44 Punkte von LeBron James nicht. Zu allem Überdruss verletzt sich Kyrie Irving in der Verlängerung erneut am Knie.

LAOLA1 fasst das Spiel zusammen:

GOLDEN STATE (1) - CLEVELAND CAVALIERS (2) 1:0

SPIEL 1: Warriors - Cavaliers 108:100 (48:51, 98:98) OT

Die Anfangsphase verläuft etwas nervös - Golden States Shooter haben ihr Visier noch nicht gut eingestellt, bei den Cavaliers zeigt sich LeBron James von Beginn an ready.

Nach einer 11:9-Führung der Gastgeber legen James, der spielfreudige Kyrie Irving und Center Timofey Mozgov einen 10:0-Run hin.

Insgesamt schafft Cleveland für einen 17:2-Lauf, kurz vor der ersten Viertelpause sorgt J.R. Smith mit einem Dreipunkter für die höchste Führung der Gäste (29:15).

Andre Iguodala verkürzt in der letzten Sekunde des ersten Abschnitts mit einem kraftvollen Dunk auf 19:29.

Während die Warriors in den ersten zwölf Minuten keine 29 Prozent ihrer Feldwürfe treffen und ihr Season-Low von zwei Assists einstellen, sind die Cavaliers am Rebound klar überlegen (17:9). Tristan Thompson hält bereits bei sieben Abprallern, James bei zwölf Punkten.

Curry dreht auf, Cavs antworten

Im zweiten Viertel setzt die Bank Golden States die Aufholjagd fort, vor allem Marreese Speights und Iguodala können sich mit je sechs Punkten hervortun.

MVP Steph Curry findet seinen Rhythmus und hat in dieser Phase fast bei jedem Korb der "Dubs" seine Finger im Spiel. Mit acht Punkten in Serie sorgt der Point Guard nach 21 Minuten für eine 41:36-Führung Golden States.

Auf der Gegenseite trifft Iman Shumpert zwei wichtige Dreipunkter und James zeigt weiterhin großartiges Mitteldistanz-Spiel. Nach dem dritten Dreier von J.R. Smith in der ersten Hälfte mit 0,7 Sekunden auf der Uhr gehen doch die Cavaliers mit einer 51:48-Führung in die Halbzeitpause.

Schlüssel für die Warriors im zweiten Viertel ist die deutliche Verbesserung der Rebound-Arbeit (15:5), was durch viele Würfe der Cavs in Bedrängnis begünstigt wird.

Curry hält zur Pause bei 14 Punkten, James bei 19.

Offener Schlagabtausch

Nach Seitenwechsel erhöht Cleveland dank Irving und James auf 59:50, die Warriors verkürzen jedoch sofort.

Es entwickelt sich ein sehenswerter Schlagabtausch: Für die Truppe aus Oakland kann sich immer mehr Klay Thompson in Szene setzen, bei den Cavs brilliert James mit Post-ups. Der "King" hält nach 36 Minuten bei 31 Punkten und erzielt zum 76. Mal in den Playoffs 30 oder mehr Zähler, wodurch er Kareem-Abdul Jabbar hinter sich lässt und alleiniger Dritter ist.

Cleveland liegt das gesamte dritte Viertel knapp voran, ehe es wieder Andre Iguodala ist, der mit einem Dunk nach einem Steal den 73:73-Gleichstand zum Abschnittsende herstellt.

Packendes viertes Viertel

Die Bankspieler um "Iggy", Shaun Livingston und Marreese Speights legen auf 80:77 vor, doch das Trio James, Irving und Mozgov schlägt für die Gäste zurück.

Die Cavs ziehen mehrmals auf vier Punkte davon, doch Klay Thompson hält sein Team ebenso im Spiel wie Iguodala, der einen Dreier mit nur einem Schuh an den Füßen trifft.

Drei Minuten vor Ende liegt die Kerr-Truppe dann mit 96:93 voran, James antwortet mit einem Dreier.

Danach können beide Teams lange nicht scoren, Cleveland hat bei einem irrtümlich gepfiffenen Schrittfehler gegen Mozgov Pech.

"Big block" von Irving, Shumpert scheitert knapp

58 Sekunden vor Schluss stellt Curry mit einem Pull-up-Jumper auf 98:96 für Golden State, mit 32 Sekunden auf der Uhr behält Mozgov auf der Gegenseite bei zwei Freiwürfen die Nerven.

25 Sekunden vor Ende scheint Curry einen völlig offenen Korbleger zu haben, ehe Irving ihn von hinten sauber blockt.

Cleveland bekommt den letzten Angriff: James nimmt einen bedrängten Distanzwurf und trifft nicht, Iman Shumpert wirft nach einem Offensiv-Rebound aus fünf Metern "volley" und vergibt nur knapp.

Cavs gehen ein, Irving humpelt vom Feld

In der Overtime läuft für das Team von Coach David Blatt schließlich alles schief.

Fast zwei Minuten lang gibt es keine Punkte. Curry wird in der Folge zweimal jeweils nach einer Finte im Wurf gefoult und verwertet alle vier Freiwürfe.

Danach rutscht Irving bei einer Penetration weg und verletzt sich erneut am Knie. Im Gegenzug macht Harrison Barnes mit einem Dreier auf 105:98 alles klar, Irving begibt sich schwer humpelnd in die Kabine.

Die Cavs erfangen sich nicht mehr, vergeben periodenübergreifend zwölf (!) Feldwürfe in Serie, leisten sich Turnovers und liegen in der Verlängerung 0:10 zurück. Erst neun Sekunden vor Ende gelingt James unbedrängt der einzige Cleveland-Korb in der Overtime.


Golden State Warriors - Cleveland Cavaliers 108:100 OT (19:29, 48:51, 73:73, 98:98)

Warriors: Curry 26, Thompson 21, Iguodala 15, Green 12, Barnes 11, Speights 8, Ezeli 5, Bogut 4, Livingston 4, Barbosa 2; Holiday, Lee, McAdoo

Cavaliers: James 44 (18/38 FG), Irving 23, Mozgov 16, Smith 9, Shumpert 6, Thompson 2 (15 Rebounds), Dellavedova, Jones; Harris, Haywood, Marion, Miller, Perkins

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Do. 4. Juni WARRIORS Cavaliers 108:100 OT
2 So. 7. Juni Warriors Cavaliers
3 Di. 9. Juni Cavaliers Warriors
4 Do. 11. Juni Cavaliers Warriors
*5 So. 14. Juni Warriors Cavaliers
*6 Di. 16. Juni Cavaliers Warriors
*7 Fr. 19. Juni Warriors Cavaliers
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