Eine königliche Demonstration

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Heat-Gala bei zweitem Titel-Gewinn

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Die Miami Heat dürfen sich zum zweiten Mal NBA-Champion nennen.

Das Team aus Florida fertigte die Oklahoma City Thunder in der Nacht auf Freitag dank einer meisterlichen Vorstellung mit 121:106 ab und entschied die Finalserie mit 4:1 für sich.

Regular-Season-MVP "King" LeBron James, der mit einem Triple-Double von 26 Punkten, 13 Assists und elf Rebounds brillierte, wurde auch zum wertvollsten Spieler der Finals gewählt und darf sich - endlich - über seinen ersten Ring freuen.

Die Heat trafen in Spiel fünf 14 Dreier und stellten damit den Finals-Rekord ein. Mike Miller verwandelte gleich sieben bei acht Versuchen und erzielte 23 Punkte.

Miller schon früh heiß

Von Beginn an zeigten die Gastgeber dem Team mit der zweitjüngsten Starting Five der Final-Geschichte, dass in der AmericanAirlines Arena nichts zu holen sein würde.

Die 8:6-Führung nach etwas mehr als vier Minuten sollte die letzte der Thunder bleiben. Zu fokussiert waren die Heat.

Nach dem zweiten erfolgreichen Dreier von Miller lag Miami bereits im ersten Viertel mit neun Punkten Vorsprung voran, mit 31:26 ging es in die erste Pause.

Heat nicht zu stoppen

Russell Westbrook, der nur vier seiner 20 Würfe aus dem Feld traf, und Derek Fisher führten Oklahoma City zwar auf 32:34 heran, doch danach waren die Gastgeber nicht mehr zu halten.

Chalmers und Miller von außen, Bosh unter dem Korb und James von überall: Nach 19 Minuten führte Miami mit 53:36.

Da die Heat nach Belieben dominierten, fühlte sich der Halbzeitstand (59:49) für die Thunder noch schmeichelhaft an.

16:0-Run entscheidet

Anfangs der zweiten Hälfte schloss OKC kurz auf fünf Zähler auf, doch zu gut geölt war die Heat-Maschinerie an diesem Abend. Mario Chalmers und Shane Battier ließen den Vorsprung wieder wachsen.

Die Entscheidung fiel mit einem furiosen 16:0-Lauf von 72:63 auf 88:63, den Mike Miller mit seinem fünften Dreier beim fünften Versuch abschloss.

Der Stand nach drei Vierteln von 95:71 zeigte die Offensiv-Stärke Miamis eindrucksvoll. Da half es nichts, dass sich Liga-Topscorer Kevin Durant (am Ende 32 Punkte) beherzt gegen die Niederlage stemmte.

Keine Spannung im Schlussviertel

Miller eröffnete den Schlussabschnitt mit seinen Dreiern Nummer sechs und sieben.

James mahnte seine Kollegen zwar weiter zur Konzentration, doch als der doppelte MVP 4:43 Minuten vor Schluss auf 112:89 stellte, gab Gäste-Coach Scott Brooks auf und nahm seine Superstars Durant und Westbrook vom Parkett.

In den letzten Minuten durfte auch der 39-jährige Routinier Juwan Howard auf das Feld und seinen ersten Titelgewinn genießen.

James erleichtert und glücklich

"Es ist verdammt nochmal Zeit", lautete die Antwort von James auf die Frage, was ihm bei der Schlusssirene durch den Kopf gegangen sei.

Die Last, die dem dreifachen NBA-MVP von den Schultern fiel, war enorm.

Schließlich musste er bis zu seiner neunten Saison und zu seinen dritten Finals auf den ersten Titel warten. Besonders nach seinem Wechsel von Cleveland an den South Beach war der Druck gestiegen.

Kein Wunder, dass der 27-jährige Small Forward vom glücklichsten Tag seines Lebens sprach.

Mit Chris Bosh durfte ein zweiter Spieler der "Big Three" erstmals über seinen ersten Titel jubeln. Dwyane Wade hatte die Heat ja schon 2006 zur Meisterschaft geführt.

Für die Thunder endete die Saison mit vier Niederlagen in Serie - ihrem längsten Negativlauf des Spieljahres.

hs


NBA-Finals (best of seven), Spiel 5, Donnerstag:

Miami Heat - Oklahoma City Thunder 121:106 (31:26, 59:49, 95:71)

Heat: James 26 (9/19, 13 Assists, 11 Rebounds, 6 Turnovers), Bosh 24 (9/14), Miller 23 (7/8 3er), Wade 20 (7/12, 8 Rebounds, 3 Blocks), Battier 11, Chalmers 10 (7 Assists), Cole 3, Harris 3, Haslem 1, Jones, Howard, Turiaf; Anthony

Thunder: Durant 32 (13/24, 11 Rebounds, 7 Turnovers), Westbrook 19 (4/20, 6 Assists), Harden 19 (5/11, 5 Assists), Fisher 11, Ibaka 9, Ivey 6, Perkins 2, Collison 2, Hayward 2, Cook 2, Aldrich 2, Sefolosha; Mohammed

Miami gewinnt die Serie 4:1

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