Miami erzwingt mit Thriller-Sieg Spiel 7

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Über den NBA-Champion 2013 wird in einem Spiel 7 in der Nacht auf Freitag entschieden.

Im an Spannung kaum zu überbietenden sechsten Spiel behielt Titelverteidiger Miami Heat in der Nacht auf Mittwoch gegen die San Antonio Spurs mit 103:100 nach Overtime die Oberhand und glich auf 3:3 aus.

Spurs mit einer Hand am Pokal

In einer hin und her wogenden Partie vergeigten die Spurs in den letzten 20 Sekunden der regulären Spielzeit eine Fünf-Punkte-Führung.

LeBron James und schließlich Ray Allen mit 5,2 auf der Uhr schafften mit zwei Dreiern den 95:95-Ausgleich.

In den letzten 2:40 Minuten der Verlängerung blieben die Texaner schließlich ohne Punkt.

James und Duncan

Im Mittelpunkt der Partie stand einerseits LeBron James, der 16 Punkte im vierten Viertel erzielte und mit 32 Zählern, elf Assists und zehn Rebounds ein Triple-Double auflegte.

Gegenüber glänzte Tim Duncan mit 30 Punkten, davon 25 in der ersten Hälfte, und 17 Rebounds.

James plötzlich nicht zu stoppen

James war im Schlussabschnitt gefordert, schließlich war er in den ersten 36 Minuten mit 14 Punkten bei einer Wurfquote von 3/12 äußerst blass geblieben.

Und der MVP wurde den hohen Erwartungen seiner Fans gerecht: Assists und harte Drives zum Korb sowie hervorragende Team-Defense bescherten Miami nach einem 8:0-Run eine 85:82-Führung. Green traf nicht, James blockte Duncan unter dem Korb. Mike Miller traf einen Dreier mit nur einem Schuh.

1:30 Minuten vor Ende lag das Momentum beim Stand von 89:86 noch klar bei den Gastgebern, verschob sich aber innerhalb kürzester Zeit.

Parker und Ginobili sorgen für Wende

Parker, zu diesem Zeitpunkt 4/16 aus dem Feld, traf gegen Ende der Shot-Clock einen toughen Dreier über James und erzielte wenig später die 91:89-Führung.

James ließ einen Turnover folgen und nach drei Freiwürfen von Ginobili zum 94:89 für San Antonio schien die Vorentscheidung gefallen.

Danach beging Spurs-Coach Gregg Popovich zweimal in Serie einen im Nachhinein gesehen folgenschweren Fehler: Er setzte Duncan für die Defense auf die Bank.

Zwei Dreier nach Offensiv-Rebounds

James scheiterte vom Dreier, nach einem Offensiv-Rebound von Mike Miller kam er aber erneut zum Wurf von außen und traf 20 Sekunden vor Ende zum 92:94.

Leonard traf nur einen Freiwurf und danach das selbe Spiel: James verwarf einen Dreier, Chris Bosh holte den Rebound und fand Ray Allen in der Ecke, der mit 5,2 Sekunden auf der Uhr zum Ausgleich traf.

Eine Einzelaktion von Parker endete mit einem Wurf im Fallen, der kaum eine Chance hatte, in den Korb zu gehen.

Spurs hoffen vergeblich auf Pfiffe

In der Verlängerung stellten die Spurs 2:42 Minuten vor Schluss auf 100:97, Allen und James konterten mit Zweipunktern.

Danach gelang den Gästen nichts mehr, zwei Turnovers (24 Sekunden und Ginobili) und ein geblockter Wurf von Parker waren die Ausbeute.

Da aber auch James zweimal unglücklich agierte, hatte San Antonio noch eine Chance.

Doch Ginobili verlor beim Drive mit viel Körperkontakt den Ball, Allen stellte 1,9 Sekunden vor Ende von der Freiwurflinie auf 103:100 für Miami.

Am Ende blockte Bosh einen Dreier-Versuch von Green oben sauber, rammte ihn mit dem Körper jedoch ins Aus. Ein Pfiff blieb aber - wie im Verlaufe des Spiels oft auch auf anderer Seite - aus.


NBA Finals, Spiel 6, Dienstag:

Miami Heat - San Antonio Spurs 103:100 (27:25, 17:25, 21:25, 30:20, 8:5) OT

Heat: James 32 (11/26 FG, 11A, 10R, 3S, 6TO), Chalmers 20 (4/5 3er), Wade 14 (6/15 FG), Bosh 10 (11R, 3S), Battier 9 (3/4 3er), Allen 9 (1/3 3er), Miller 8 (2/2 3er), Andersen 1 (3S); Haslem, Lewis, Jones, Anthony, Cole

Spurs: Duncan 30 (13/21 FG, 17R), Leonard 22 (9/14 FG, 11R, 3S), Parker 19 (6/23 FG, 8A), Ginobili 9 (8TO), Diaw 7, Neal 5, Splitter 5, Green 3 (1/5 3er), Bonner; Blair, Joseph, De Colo, McGrady

Stand in der "best of seven"-Serie: 3:3

Spiel 7 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Miami

Chalmers und Duncan starten stark

Beide Seiten starteten mit einem Offensiv-Feuerwerk, bei den Heat war es vor allem der zuletzt so schwache Mario Chalmers, der die Freiräume nützte und im ersten Viertel zehn Punkte erzielte.

Auf der Gegenseite brillierte Tim Duncan mit zwölf Zählern ohne Fehlwurf.

Eine zwischenzeitliche 24:19-Führung der Gäste verwandelten die Heat dank starker Dreierquote in ein 27:25.

One-Man-Show in Hälfte 1

Obwohl auch die Spurs von außen besser zu treffen begannen, zog Miami zunächst auf 40:33 davon.

Ein unglaublicher Duncan (seine ersten acht Würfe saßen) erzielte 13 Spurs-Punkte in Folge und führte sein Team, unterstützt von Kawhi Leonard, zu einem 11:0-Run von 39:44 auf den Halbzeitstand von 50:44.

25 Punkte, 11/13 aus dem Feld und acht Rebounds lautete die stolze Bilanz des 37-Jährigen zur Pause. Ein wenig konnte er von Chris Andersen eingeschränkt werden.

Der "Birdman" bekam den Vorzug vor Udonis Haslem, der wie Norris Cole nicht zum Einsatz kam.

Miami hatte zur Pause noch keinen einzigen Fast-Break-Punkt auf dem Konto. James und Dwyane Wade hielten bei zusammen 15 Zählern.

Spurs bis zu 13 Punkte voran

Nach Seitenwechel verkürzten die Heat auf 56:57, mit drei "And-Ones" zogen die Spurs aber wieder davon und hatten beim Stand von 71:58 ihre höchste Führung inne.

Mit 75:65 ging es in das Schlussviertel, San Antonio dominierte vor allem in der Zone (44:16 Punkte), während Miami von außen besser traf.

Besonders Danny Green wurde hauteng verteidigt, zudem konnte Manu Ginobili nicht an seine Leistung von Spiel 5 anschließen.

Spiel Heim Auswärts Ergebnis/Datum Topscorer
1 Heat SPURS 88:92 James 18; Parker 21
2 HEAT Spurs 103:84 Chalmers 19; Green 17
3 SPURS Heat 113:77 Green 27; Wade 16
4 Spurs HEAT 93:109 Duncan 20; James 33
5 SPURS Heat 114:104 Parker 26; James, Wade 25
6 HEAT Spurs 103:100 OT James 32; Duncan 30
7 Heat Spurs Do., 20.6.
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