Herber Dämpfer für die Lakers

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So hatten sich die neu formierten Los Angeles Lakers ihr Saisondebüt nicht vorgestellt.

Mit Dwight Howard und Steve Nash verstärkt, unterlagen die Kalifornier den Dallas Mavericks vor eigenem Publikum zum NBA-Auftakt in der Nacht auf Mittwoch mit 91:99.

Die Gäste mussten dabei auf Dirk Nowitzki und Chris Kaman verzichten.

Besser lief es für die Miami Heat: Der Meister bezwang die Boston Celtics mit 120:107.

Die Cleveland Cavaliers setzten sich gegen die Washington Wizards mit 94:84 durch.

Neulinge überzeugen nicht

In L.A. schien sich der negative Verlauf des Abends schon zu Beginn abzuzeichnen, als "Superman" Howard seinen ersten Wurf, einen beidhändigen Dunk-Versuch, vergab.

Die Lakers wirkten unorganisiert und konnten auf beiden Enden des Feldes nicht überzeugen, Dallas hingegen spielte flüssig und führte in der zweiten Hälfte mit bis zu 16 Punkten Vorsprung.

Die beiden "alteingesessenen" Superstars der Lakers wussten durchaus zu überzeugen: Der angeschlagene Kobe Bryant traf elf von 14 Würfen für 22 Punkte, Pau Gasol war mit 23 Zählern, 13 Rebounds und sechs Assists ebenfalls dick da.

Nash blieb mit sieben Punkten und vier Assists in 34 Minuten dagegen extrem blass. Howard kam zwar auf 19 Punkte und zehn Rebounds, traf aber nur erbärmliche drei seiner 14 Freiwürfe und foulte zwei Minuten vor Schluss aus.

Insgesamt lautete L.A.'s Quote von der Linie 12/31 (38,7 Prozent)!

Collison führt Mavericks an

Im starken Teamwork der Mavs - neun Spieler erzielten zwischen sieben und 17 Punkten - war Neuzugang Darren Collison mit 17 Zählern am auffälligsten. Brandan Wright erzielte 14, O.J. Mayo zwölf Punkte.

"Die Lakers werden sich fangen. Sie haben viele neue Spieler und ein neues System", ließ Dallas-Coach Rick Carlisle keine Zweifel aufkommen, dass der Gegner einfach nur Zeit brauche.

"Wir wissen, dass es nicht von Anfang an laufen würde", meinte Gasol, einen anderen Auftakt habe man sich aber schon erwartet.

Allen besiegt Ex-Klub

Der Favorit im Westen strauchelte, der Favorit auf den Titel nicht: Miami siegte gegen Boston, obwohl LeBron James von Krämpfen geplagt wurde und in der zweiten Hälfte nur noch wenig zum Einsatz kam.

Der MVP wusste trotzdem zu glänzen und sorgte in 29 Minuten für 26 Punkte und zehn Rebounds. Dwyane Wade war mit 29 Zählern Topscorer.

Im Mittelpunkt stand jedoch Ray Allen, der von den Celtics zum großen Rivalen im Osten gewechselt war: Der Shooter zeigte sich unbeeindruckt und fügte sich mit 19 Punkten (gleich viele wie Chris Bosh) glänzend ein.

Rondo foult Wade böse

Die Partie verlief emotional: Die Heat bekamen vor dem Spiel ihre Championship-Ringe, Allen wurde vom Publikum freudig begrüßt, von Kevin Garnett aber ignoriert.

Boston verkürzte nach 19 Punkten Rückstand 2:09 Minuten vor Schluss auf 107:111. Nachdem sich Miami in der Folge dank Bosh entscheidend abgesetzt hatte, foulte Rajon Rondo Wade böse, indem er ihn beim Zug zum Korb mit beiden Händen am Nacken festhielt.

Der Point Guard war mit 20 Zählern und 13 Assists bester Celtic, Paul Pierce mit 23 Punkten Topscorer.

23 Rebounds von Varejao

Das erste Spiel der neuen Saison entschieden die Cleveland Cavaliers gegen die Washington Wizards mit 94:84 für sich.

Die Wizards-Bank verwandelte einen 16-Punkte-Rückstand im Schlussviertel in eine 76:74-Führung, danach übernahm jedoch wieder Kyrie Irving (29 Punkte).

Held des Abends war aber Anderson Varejao. Der Brasilianer, der den Großteil der letzten Saison mit einem gebrochenen Handgelenk versäumt hatte, begeisterte mit 23 Rebounds und je neun Assists und Punkten.

Im sehr ausgeglichenen Wizards-Team erzielten neun Spieler zwischen sieben und elf Zählern.

hs

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