Spurs zum fünften Mal in den Finals

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Erstmals seit ihrem letzten Titelgewinn 2007 stehen die San Antonio Spurs wieder in den NBA Finals.

Die Texaner setzten sich in der Nacht auf Dienstag bei den Memphis Grizzlies mit 93:86 durch und machten den 4:0-Sweep in den Western Conference Finals perfekt.

Auf ihren Finalgegner müssen die Spurs noch mindestens bis Freitagfrüh warten: In den Eastern Conference Finals führt Titelverteidiger Miami Heat gegen die Indiana Pacers mit 2:1.

Vorjahres-Out vergessen gemacht

Spiel vier in Memphis stand ganz im Zeichen eines Mannes: Tony Parker.

Der 31-jährige Franzose erzielte 37 Punkte, versenkte 15 seiner 21 Feld- und all seine sechs Freiwürfe.

"Es ist ein großartiges Gefühl", meinte der Point Guard, neben der Western-Conference-Trophäe sitzend.

Vor einem Jahr hatten Parker und Co. in den Conference Finals gegen die Oklahoma City Thunder mit 2:0 geführt, nur um dann mit 2:4 auszuscheiden.

Zum fünften Mal zogen die Spurs in die Finals ein, bei den ersten vier Malen konnten sie auch den NBA-Titel gewinnen.

Erster Sweep in Conference Finals seit zehn Jahren

Die Truppe von Gregg Popovich ist nach sechs Siegen in Folge gerüstet.

Zum ersten Mal seit 2003, als die New Jersey Nets die Detroit Pistons mit 4:0 besiegt hatten, gab es einen Sweep in den Conference Finals.

Für die Grizzlies ging die beste Saison in der Franchise-Geschichte zu Ende.

Duncan gewann bereits 1999

Duncan, der als einziger aktiver Spieler an bislang allen vier Titeln der Spurs beteiligt war, hat 14 Jahre nach seinem ersten Triumph wieder die Chance auf den großen Coup.

Der 37-Jährige, der mit 15 Punkten, acht Rebounds und vier Blocks überzeugte, weiß, bei wem er sich dafür bedanken muss.

"Er wird von Jahr zu Jahr besser", lobte Duncan seinen Point Guard Parker.

Neben dem Duo scorte bei den Spurs nur Kawhi Leonard (11) zweistellig.

Popovich überrascht

Coach Popovich zeigte sich nach dem Sieg natürlich hochzufrieden, aber auch überrascht über den abermaligen Finaleinzug.

"Man erwartet das vielleicht nicht mehr so spät mit derselben Truppe. Etwas so lange aufrecht zu erhalten, ist schwer. Aber das zeigt einfach den Charakter dieser Drei und ihre Fähigkeit, mit jedem zu spielen, der ihnen beigestellt wird", lobte "Pop" sein Trio Duncan, Parker und Manu Ginobili.

Spurs dominieren die Zone

Die Spurs nahmen den Grizzlies auch im vierten Spiel ihre große Stärke, das Spiel in der Zone.

San Antonio scorte 52 Punkte "in the paint", Memphis nur 32.

Die Grizzlies führten nur in den ersten Minuten, schon nach dem ersten Viertel (24:14) hatten die Spurs die Kontrolle übernommen.

Parker-Dreier beendet Aufholjagd

Die Gastgeber ließen sich jedoch nie abschütteln und kamen Anfang des Schlussabschnitts auf 73:76 heran.

Natürlich war es Parker, der mit seinem einzigen Dreier die Aufholjagd von Memphis stoppte. Der Franzose traf 14 seiner ersten 18 Würfe.

Quincy Pondexter (22), Marc Gasol (14) und Zach Randolph (13) führten die Grizzlies an.

"Wir haben gegen eines der für mich besten Team der letzten 15 Jahre gespielt", zollte Gasol den Spurs Respekt.

Spiel Heim Auswärts Ergebnis/Datum Topscorer
1 SPURS Grizzlies 105:83 Parker 20; Pondexter 17
2 SPURS Grizzlies 93:89 OT Duncan 17; Conley, Bayless 18
3 Grizzlies SPURS 93:104 OT Conley 20; Parker 26
4 Grizzlies SPURS 86:93 Pondexter 22; Parker 37
Spiel Heim Auswärts Ergebnis/Datum Topscorer
1 HEAT Pacers 103:102 OT James 30; George 27
2 Heat PACERS 93:97 James 36; Hibbert 29
3 Pacers HEAT 96:114 West 21; James 22
4 Pacers Heat Di., 28.5.
5 Heat Pacers Do., 30.5.
*6 Pacers Heat Sa., 1.6.
*7 Heat Pacers Mo., 3.6.
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