Ost-Favoriten marschieren, Warriors "on fire"

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Die beiden Top-Favoriten des NBA-Ostens haben in der Nacht auf Mittwoch in ihren Erstrunden-Serien (best of seven) jeweils auf 2:0 gestellt.

Sowohl Miami, als auch New York taten sich in der ersten Hälfte schwer. Während die Knicks die Partie gegen die Boston Celtics im dritten Viertel entschieden, machten die Heat den Sack gegen die Milwaukee Bucks erst im Schlussabschnitt zu.

Die "Pflicht" nicht erfüllt haben die Denver Nuggets: Das Team aus Colorado gab den Heimvorteil an groß aufspielende Golden State Warriors ab.

MIAMI HEAT - MILWAUKEE BUCKS 98:86

Der Titelverteidiger hatte im zweiten Spiel gegen die Bucks deutlich mehr Mühe als im ersten. Vor dem Schlussviertel stand es 68:65, doch die Spannung wich innerhalb von zwei Minuten und 22 Sekunden.

Chris Andersen erzielte acht Punkte beim entscheidenden 12:0-Run auf 80:65.

Während Brandon Jennings und Monta Ellis in der ersten Partie zusammen 48 Punkte erzielten und die Bucks chancenlos waren, kam das Duo in der ersten Hälfte von Spiel 2 auf einen mickrigen gemeinsamen Zähler - doch ihr Team lag nur 43:47 zurück.

Die Bucks wurden von Ersan Ilyasova (21 Punkte), Mike Dunleavy (16) und Larry Sanders (14) angeführt. Jennings beendete die Partie mit acht Zählern (3/15 aus dem Feld), Ellis mit sieben (2/7).

Für die Heat scorten Dwyane Wade (21), LeBron James (19), Chris Bosh, Andersen und Shane Battier (je 10) zweistellig.

"Wir haben unseren Heimvorteil verteidigt", meinte Heat-Coach Erik Spoelstra trocken. "Wir haben unsere Pflicht erfüllt, nicht mehr und nicht weniger."

NEW YORK KNICKS - BOSTON CELTICS 87:71

Erstmals seit 2000 liegen auch die Knicks 2:0 in einer Playoff-Serie voran.

Die Celtics sahen in der ersten Hälfte offensiv überraschend gut aus und gingen mit einer 48:42-Führung in die Kabine.

Doch nach Seitenwechsel war es um das Traditionsteam schnell geschehen: Zehn der ersten elf Würfe gingen daneben, das Spiel war nach einem 4:24-Run praktisch entschieden.

Das dritte Viertel endete 11:32 aus der Sicht der Gäste, in der zweiten Hälfte gelangen Paul Pierce (18 Punkte) und Co. ganze 23 Punkte - zwei weniger als in Spiel 1.

Kevin Garnett, der zwölf Punkte und elf Rebounds beitrug, meinte nach der Partie, die Celtics müssten Wege in der Offense finden, um mehr zu scoren, und die "Stagnation" ablegen.

Für die Knicks war der Sieg immens wichtig, schließlich wartet nun in Boston das erste Celtics-Heimspiel seit dem Bombenanschlag - ein emotionaler "Boost" für das Heimteam ist zu erwarten.

Carmelo Anthony traf elf von 24 Feldwürfen und erzielte 34 Punkte, J.R. Smith (19) und Raymond Felton (16) erwischten ebenso einen guten Tag. Pablo Prigioni kehrte in die Starting Five zurück.

DENVER NUGGETS - GOLDEN STATE WARRIORS 117:131

Wer die Warriors nach dem Saisonende ihres All-Stars David Lee nach der Verletzung in Spiel 1 abgeschrieben hat, dürfte seine Meinung möglicherweise überdenken.

Mark Jackson entschied sich vor Partie 2, "klein" zu spielen, hievte Jarrett Jack in die Starting Five und Harrison Barnes auf die Power-Forward-Position. Das Mismatch gegen den zurückkehrenden Kenneth Faried war eines, aber eines, das für die Warriors sprach.

Die Folge war ein unglaublicher offensiver Output: Stephen Curry (30 Punkte, 13/23 Feldwürfe, 13 Assists), Jack (26, 10/15), Barnes (24, 9/14) und Klay Thompson (21, 8/11) schossen die Nuggets richtiggehend ab.

Nach dem ersten Viertel lagen die Gäste noch 26:28 zurück, danach erzielten sie in allen drei Abschnitten 35 Punkte und hatten am Ende Traumquoten zu Buche stehen (51/79 bzw. Klub-Playoff-Rekord mit 64,6 Prozent aus dem Feld, 14/25 bzw. 56 Prozent vom Dreier).

Die Nuggets wussten offensiv mit einer 50-prozentigen Trefferquote ebenfalls zu gefallen, waren aber defensiv überfordert. Sechs Denver-Spieler scorten zwischen 14 und 19 Punkten, Ty Lawson (19 und 12 Assists) und Corey Brewer (19) waren erfolgreichsten.

Die Heimniederlage war die erste der Nuggets seit über drei Monaten und die erst vierte im 43. Saisonspiel. "Viel haben wir nicht richtig gemacht", so ein enttäuschter Coach George Karl.

Serie Stand Aktuell Topscorer
Heat (1) - Bucks (8) 2:0 98:86 Wade 21; Ilyasova 21
Nets (4) - Bulls (5) 1:1
Pacers (3) - Hawks (6) 1:0
Knicks (2) - Celtics (7) 2:0 87:71 Anthony 34; Pierce 18
Serie Stand Aktuell Topscorer
Thunder (1) - Rockets (8) 1:0
Clippers (4) - Grizzlies (5) 2:0
Nuggets (3) - Warriors (6) 1:1 117:131 Brewer, Lawson 19; Curry 30
Spurs (2) - Lakers (7) 1:0
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