Pöltl tippt auf Golden State

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Früher oder später möchte er selbst in der besten Basketball-Liga der Welt eine Rolle spielen. Vorerst verfolgt Ausnahmetalent Jakob Pöltl das NBA-Finale aber nur aus der Distanz.

Der 19-jährige Wiener tippt in der am Donnerstag (3.00 Uhr MESZ in der Nacht auf Freitag) beginnenden "best of seven"-Serie gegen die Cleveland Cavaliers auf einen 4:2-Triumph der Golden State Warriors.

Lob für Curry

Der Grunddurchgangssieger aus Oakland gilt als leichter Favorit. "Sie leben viel von ihrem Wurf. Wenn sie weiter so treffen, sehe ich aber keinen Grund, wieso sie nicht gewinnen sollten", erklärte Pöltl im Gespräch mit der APA. Allerdings habe Cavaliers-Superstar LeBron James in der regulären Saison mehrere Spiele verpasst. "Auch Cleveland ist in den Play-offs um einiges stärker als davor."

Herausragender Mann bei Golden State ist Stephen Curry. "Er nimmt und trifft Würfe, die zuvor noch kaum jemand getroffen hat. Das geht fast aus der Hüfte", sagte Pöltl über den 27-Jährigen, der erstmals zum wertvollsten Spieler ("MVP") der Saison gewählt worden ist. Dazu komme mit Klay Thompson "ein unglaublicher Allround-Spieler", der zuletzt allerdings eine Gehirnerschütterung erlitten hat.

Vergleiche mit Golden-State-Profi

Mit einem Warriors-Akteur wurde Pöltl selbst bereits mehrfach verglichen. Center Andrew Bogut besuchte wie der Österreicher die University of Utah. Nach einem überragenden zweiten College-Jahr wurde der Australier im NBA-Draft 2005 als Nummer eins ausgewählt. Auch Pöltl hat sich trotz guter Chancen auf einen vorzeitigen Wechsel in die NBA dafür entschieden, ein zweites Jahr in Utah dranzuhängen.

"Es war nicht ausschlaggebend für meine Entscheidung. Aber die Coaches haben mir schon aufgezeigt: So könnte es auch für dich laufen", verriet Pöltl. "Er ist auch aus dem Ausland aufs College gekommen und dort seinen Weg gegangen." In dieser Saison kommt Bogut im Schnitt auf sechs Punkte, acht Rebounds und fast zwei Blocks pro Spiel. Pöltl: "Er ist ein wichtiger Spieler, vor allem in der Defense." Dort liegen auch seine eigenen Stärken.

Pöltl schaut NBA-Finale in Österreich

Die NBA hat Pöltl in seinem ersten Übersee-Jahr etwas weniger verfolgt als davor. Die eigene College-Liga ist in den Mittelpunkt gerückt.

Die entscheidenden Finalspiele will sich Österreichs NBA-Hoffnung aber trotz nächtlicher Sendezeit auch im Heimaturlaub nicht entgehen lassen.

Dabei ist sein Lieblingsteam, Rekordmeister Boston Celtics, bereits in der ersten Play-off-Runde ausgeschieden. Pöltl: "Einmal für Boston zu spielen, wäre schon sehr cool."

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