Von grauer Maus zum Titelanwärter und umgekehrt

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In den vergangenen vier Jahren dominierten die Miami Heat die Eastern Conference nach Belieben.

Die Truppe vom Süden Floridas stand in jedem Jahr der "Big-Three-Ära" in den NBA Finals und krönte sich 2012 und 2013 zum Champion.

Einzig die Indiana Pacers schienen im Osten mit dem "Überteam" mithalten zu können, zogen aber zuletzt in zwei aufeinanderfolgenden Conference-Final-Serien den Kürzeren.

Zu einer weiteren Chance wird es 2014/2015 gewiss nicht kommen, denn die Vorzeichen haben sich massiv verändert.

Die Favoriten sind andere

Die "Heimkehr" von Ohio-Native LeBron James, dem zehnfachen All Star und viermaligen MVP, zu den Cleveland Cavaliers hat nicht nur eine der am schlechtesten geführte Franchise auf Anhieb zum Titel-Mitfavoriten gemacht, sondern den Heat gleichzeitig jenen Status gekostet.

Indes schloss sich auch für Indianapolis das "Meisterschaftsfenster". Denn die Pacers verloren ebenfalls ihren Superstar.

Paul George wird nach seinem im Testspiel des US-Teams erlittenen offenen Unterschenkel-Bruch in dieser Saison keine Rolle spielen.

Für das Team aus dem Mittleren Westen sind gar die Playoffs in Gefahr.

Tanking bleibt en vogue

Während an der Spitze vieles auf einen Showdown zwischen den Cavaliers und den Chicago Bulls - wieder mit Ex-MVP Derrick Rose und punktuellen Verstärkungen - hindeutet, sind die Mittelständler enger zusammengerückt.

Die Charlotte Hornets, Atlanta Hawks, Brooklyn Nets, New York Knicks, Indiana Pacers und Detroit Pistons könnten bis zum Saison-Finish um drei Playoff-Ränge "rittern".

Philadelphia, Boston, Milwaukee und Orlando haben andere Ziele.

INDIANA PACERS (56-26): Wohin des Weges?

Das Traditionsteam aus Indianapolis hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Nach vier Dürrejahren entwickelten General Manager Larry Bird und Head Coach Frank Vogel die Pacers mit einem soliden Rebuilding-Plan in den jüngsten vier Spielzeiten zu einem Titel-Mitfavoriten.

Nach zuletzt zwei Conference Finals in Serie (3:4, 2:4 gegen Miami) droht jedoch jetzt der harte und tiefe Fall. Superstar Paul George zog sich in der Vorbereitung auf die FIBA Weltmeisterschaft einen schweren Unterschenkelbruch zu und wird die Saison wohl vollständig verpassen. Zudem verlor man mit Free Agent Lance Stephenson (Charlotte) dessen Co-Star auf dem Flügel. Ohne das Duo wird die magere Offense weiter stagnieren. Die Neuzugänge Rodney Stuckey und C.J. Miles, sowie Chris Copeland sollen das verhindern.

Zudem ist fraglich, ob Center Roy Hibbert, der Anker der Defensive und damit der Pacers-Spielkultur, seine All-Star-Form wiederfindet. Denn nur dann lebt die Chance auf einen Playoff-Platz. Es besteht jedoch immer noch die Chance, die Saison abzuschenken, hoch zu draften und 2015/2016 gestärkt anzugreifen. Blaupause? Die Spurs, die sich nach der Verletzung von David Robinson Tim Duncan (1997) sicherten und seither fünf Titel gewannen.

LAOLA1-Tipp (Position im Osten):

MIAMI HEAT (54-28): Der König ist tot, es lebe ... sein Vorgänger!

Sie waren als die "Big Three" aufgebrochen, um die NBA-Welt zu verändern. Nach vier Jahren und ebenso vielen Finals-Teilnahmen und zwei Championships, ging die Ära, die nie als Dynastie durchgehen wird, schließlich zu Ende. LeBron James ließ zwei Drittel der großen Drei zurück, namentlich Dwyane Wade und Chris Bosh. General Manager Pat Riley versuchte dennoch zur Tagesordnung überzugehen, verpasste Bosh einen Maximalvertrag (5 Jahre, 118 Mio. Dollar) und holte mit Luol Deng (Cleveland) einen "LeBron-Ersatz".

Rileys Plan scheint klar. Die durch Coach Erik Spoelstra geprägte Spielkultur, soll auch in der Post-LeBron-Ära erhalten bleiben. Mit Josh McRoberts (Charlotte) und Shabazz Napier (Draft) sicherten sich die Heat Zukunftsmaterial, mit Danny Granger (Clippers) einen Ex-All-Star, der seiner Topform seit seiner schweren Verletzung 2012 deutlich hinterherläuft. Eine Schwäche im Spiel der Heat wird aber nach den Abgängen von James Jones, Ray Allen und eben James offensichtlich. Es fehlt an Spacing und Qualität vom Dreier.

Woran es Miami im Vergleich zu den vergangenen Jahren aber am meisten mangelt, ist das Playmaking. Mario Chalmers, Norris Cole und Rookie Napier sind sicher (noch) nicht jene Namen, die man nennt, wenn es darum geht, ein Spitzen-Team zu tragen und Mitspieler besser zu machen. Deshalb liegt der Erfolg in diesem Jahr - wie bereits in den Jahren vor den "Big Three" - in den Händen (oder im Knie) von Wade. Der verletzungsgeplagte Finals-MVP von 2006 hat über die Jahre viel von seiner Athletik und seinem Drive eingebüßt, ist aber jetzt wieder der "König von Miami" - und als solcher muss er liefern.

LAOLA1-Tipp:

Bell

Preusser

Schmidt

9.

10.

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TORONTO RAPTORS (48-34): Enttäuschungs-Potenzial

Die Toronto Raptors waren - nach den Phoenix Suns - das Überraschungsteam der Vorsaison. Das hatte vielerlei Gründe. Point Guard Kyle Lowry überzeugte, All Star DeMar DeRozan machte den nächsten Schritt und das Team entwickelte sich nach dem Rudy-Gay-Trade äußerst positiv. Selbst General Manager Masai Ujiri sagte: "Wir hatten absolut keine Ahnung, wohin sich unser Team entwickeln wird."

Dennoch stehen vor der kommenden Raptors-Saison viele Fragezeichen. Waren die starken Leistungen von Lowry lediglich der Tatsache des letzten Vertragsjahres geschuldet? Können die jungen Spieler, vor allem Jonas Valanciunas und Terrence Ross, erneut zulegen? Genügt deren Power in der Zone? Bleiben die Raptors erneut von Verletzungen verschont? Sollte die Antwort auf einige dieser Fragen zu Ungunsten Torontos ausfallen, könnte auf die Überraschung die große Enttäuschung folgen.

Aufgrund der äußerst schwachen Atlantic Division (Celtics, 76ers, Nets, Knicks) können sich die Raptors aber im Idealfall erneut einen Top-4-Seed erspielen. Die Neuzugänge (u.a. Lou Williams, James Johnson) bereichern einen harmonischen, defensiv soliden Kader, sowie eine gute, aber nicht elitäre Bank.

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Bell

Preusser

Schmidt

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CHICAGO BULLS (48-34): Die Bulls blasen zum "Angriff"

Wer im Vorjahr dachte, die Bulls würden ob des erneuten Ausfalls von Point Guard Derrick Rose lediglich um einen hohen Draft-Pick "kämpfen", der hatte die Rechnung ohne Coach Tom Thibodeau und ohne Vorzeige-Profi Yoakim Noah gemacht. Mit knallharter Defense und vorbildlicher Arbeitsmoral bahnten sich die Bulls den Weg in die Playoffs, wo sie von Washington aufgezeigt bekamen, dass es für den ganz großen Wurf eben auch offensive Qualität braucht. Im Sommer besserten die Bulls genau dort nach und gehen mit einem der ausgeglichensten und vielseitigsten Kader der Liga in die neue Saison.

Am sehnlichsten erwartet hatten die Fans selbstredend die Rückkehr von Rose nach fast zweijähriger Verletzungspause. Der Ex-MVP suchte (und fand) bei der FIBA-WM und in der Pre-Season das Vertrauen in seinen Körper wieder und wird schon bald seinen "Rost" abschütteln. Mindestens genauso wichtig wie die Rose-Rückkehr, waren die punktuellen Verstärkungen auf den großen Positionen. Pau Gasol (Lakers) gilt als eine der variabelsten Big Men der NBA, verfügt von der Zone bis jenseits der 7,24m über das gesamte Repertoire. Real-Madrid-Superstar Nikola Mirotic ist ebenfalls vom Dreier gefährlich. Dazu drafteten die Bulls mit Doug McDermott den Top-Scorer des College-Basketballs.

Eine der besten Abwehrreihen der Liga verbesserte sich im Sommer am offensiven Ende um ein Vielfaches und verfügt hinten mit Taj Gibson und Jimmy Butler über elitäre Verteidiger. Wenn das Team gesund bleibt, scheint der Vorstoß ins Eastern Conference Final nur eine logische Konsequenz. Nicht umsonst sagt Rose: "Es ist das beste Team, mit dem ich jemals gespielt habe." Es wäre wohl auch an der Zeit für den ersten Bulls-Titel ohne das Zutun von Michael Jordan.

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Bell

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WASHINGTON WIZARDS (44-38): Ganz ohne Zauberei

Washington ist ein Top-Team! Auch wenn die Wizards es noch nicht auf den Radar aller NBA-Fans geschafft haben, in der US-Hauptstadt entstand ein Anwärter auf den Ost-Titel. Im Vorjahr schaffte es das Team souverän in die Playoffs, schaltete dort in Runde eins das Abwehrbollwerk aus Chicago souverän aus (4:1) und scheiterten erst an Indiana (2:4).

Ein dynamischer und tiefer Backcourt mit John Wall und Bradley Beal sowie Veteran Andre Miller, der dem starken Frontcourt mit Nene und Marcin Gortat um nichts nachstand, ermöglichten den Playoff-Run der Wizards. Dass man Trevor Ariza in der Off-Season an Houston verlor, kann kompensiert werden. Der Kader der Zauberer ist über den Sommer also keinesfalls schwächer geworden.

Mit NBA-Champion Paul Pierce (Brooklyn) kam ein Veteran für die Flügel-Position, der immer noch genug im Tank hat. Auch DeJuan Blair (Dallas) wird keine Schwächung sein und bei Otto Porter wird man das Gefühl nicht los, noch nicht alles gesehen zu haben. Washington hat alles was es braucht und ist in der harten Southeast Division nicht auf "Zauberei" angewiesen. Allerdings ist der Handgelenksbruch von Beal, er fehlt noch rund sieben Wochen, ein herber Rückschlag.

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Bell

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Schmidt

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BROOKLYN NETS (44-38): Aus klein mach groß

Sich einen Titel zu kaufen, das ist schon im Fußball schwer genug. Unter dem strengen Regulativ der NBA ist es eigentlich unmöglich. Das musste Milliardär Mikhail Prokhorov, der Besitzer der Brookly Nets, schmerzlich feststellen. Sein zusammengewürfelter Veteranen-Haufen, der an "The Expendables" erinnerte, schafft es zwar 2014 in die zweite Playoff-Runde, spielte aber in der Meisterschafts-Debatte bei weitem keine Rolle.

Unter Rookie-Coach Jason Kidd praktizierten die Nets in der zweiten Saisonhälfte aber immerhin ansprechenden "Small Ball" und ermöglichten Mason Plumlee und Mirza Teletovic unverhofft viel Spielzeit. Unter dem neuen Head Coach, Lionel Hollins, wird man in der kommenden Spielzeit aber eine andere Spielkultur sehen. Schon in Memphis agierte der Trainer mit zwei Innenspielern (Randolph, Gasol). Selbiges wird er auch im "Big Apple" tun. Damit stehen mit Kevin Garnett und Brook Lopez jedoch lediglich Spieler zur Verfügung, die ihren Zenit entweder deutlich überschritten haben oder dauerverletzt sind. Auch Point Guard Deron Williams verpasste in der Vorsaison viele Spiele.

Die Hoffnung auf einen Playoff-Platz müssen die Nets aber nicht begraben. Der Kader ist grundsätzlich ausgeglichener als in der Vorsaison, aber erneut sehr alt. Auch wenn sich die Defense unter Hollins stabilisieren wird, ist Brooklyn auch im fünften Jahr unter Prokhorov meilenweit vom NBA-Titel entfernt.

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Bell

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CHARLOTTE HORNETS (43-39): Das Ende der zahmen "Cats"?

Nach dem sang- und klanglosen Erstrunden-Aus gegen Miami (0:4) galt die Namensänderung der Bobcats lange Zeit als die größte Veränderung der Off-Season. Dann sicherte man sich mit Swingman Lance Stephenson (Indiana) doch noch einen großen Free Agent (3 Jahre, 27 Mio. Dollar). Mit ihm, einem fitten Al Jefferson und der starken Defensive rund um Nicht-Werfer Michael Kidd-Gilchrist, sind die Hornets mittendrin im Playoff-Rennen der Eastern Conference.

Charlotte will im ersten Hornets-Jahr jedenfalls lieber einen Schritt nach vorne als zurück machen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Veteran Marvin Williams geholt wurde, der den Talenten Noah Vonleh und Cody Zeller einiges an Minuten und Entwicklung kosten wird. Ein großer Sprung ist aber nicht zu erwarten. In der ausgeglichenen Southeast Division ist jedoch zwischen Top (2. Platz) bis Flop (4.) alles möglich. Das Erreichen der zweiten Playoff-Runde scheint angesichts des noch immer zu schwachen Shootings ein unrealistisches Ziel.

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Bell

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ATLANTA HAWKS (38-44): "Spurs des Ostens" auf dem Vormarsch

Wer in einer schwachen Eastern Conference in letzter Sekunde als Achter gerade noch in die Playoffs rutscht, kann nur Durchschnitt sein? Falsch! Die Atlanta Hawks, auf die beschriebenes Szenario 2013/2014 zutraf, verdienen sogar das Prädikat "zukünftiger Playoff-Dauergast".

Spätestens seit der Ankunft von Coach Mike Budenholzer am Beginn der Vorsaison entwickeln sich die Falken stetig vorwärts. Das Team aus Georgia besticht durch Vielseitigkeit und Teamgeist. Mit dem variablen Paul Millsap und All-Star-Center Al Horford verfügt Atlanta über einen Frontcourt, der das Spielfeld extrem breit machen kann. Mit Kyle Korver, dem besten Dreierschützen der Liga, und DeMarre Carroll sorgen die Flügel für Gefahr von außen.

Das alles hilft den Hawks bei dem Vorhaben, eine ähnliche Philosophie zu etablieren, wie die San Antonio Spurs, wo Budenholzer sein Handwerk erlernte. Bei allen Vorzügen - auch die Defense hat Potenzial - darf jedoch eines trotzdem nicht passieren. Eine neuerliche Verletzung von Horford, der in der Vorsaison lediglich 29 (!) Spiele absolvierte. Zudem könnte von Point Guard Jeff Teague noch eine Steigerung zu erwarten sein. Das Team wird weiter von innen heraus wachsen und den Fans auch 2015 Playoff-Basketball bescheren. 

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Bell

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7.

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NEW YORK KNICKS (37-45): Die ersten Meter eines langen Weges

Mit der Verpflichtung von Coaching-Legende Phil Jackson als Entscheidungsträger schufen sich die New York Knicks schon am Ende der Vorsaison - in der das Team die Playoffs verpasste - eine annehmbare Ausgangsposition.

Die Franchise aus dem Big Apple hatte sich über die Jahre mit Millionen-Verträgen für die verletzungsanfälligen Amar'e Stoudemire und Tyson Chandler sowie Andrea Bargnani (per Trade) festgefahren und beinahe handlungsunfähig gemacht. Im Sommer gab es für Jackson im Grunde drei große Aufgaben zu bewältigen. Erstens: Die Vertragsverlängerung von Superstar Carmelo Anthony. Zweitens: Einen Coach finden, der die von Jackson geprägte "Triangle-Offense" laufen lässt. Drittens: Einen der großen Verträge loswerden. 

Auch wenn sämtliche Punkte erfüllt wurden - Anthony unterschrieb einen Fünfjahres-Vertrag (124 Mio. Dollar), Derek Fisher wurde als Trainer vorgestellt, Chandler nach Dallas getradet - werden die Knickerbockers Mühe haben, einen Playoff-Platz zu erreichen. Nicht nur, dass das neue System Zeit braucht, es fehlt auch am nötigen Spielermaterial. Zudem wird die löchrige Defense Probleme bereiten. Immerhin hat man aber mit Anthony einen der besten Scorer der Gegenwart, mit Jose Calderon/Pablo Prigioni eine brauchbare Point-Guard-Rotation und mit Tim Hardaway Jr. einen Sophomore, der den Druck auf Iman Shumpert erhöhen kann.

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Bell

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CLEVELAND CAVALIERS (33-49): Tausche: Tristesse gegen Glamour

"Nicht fünf, nicht sechs, nicht sieben..." Ja, es waren in der Tat nur vier Jahre, in denen Superstar LeBron James am South Beach badete. Nach vier Final-Teilnahmen und zwei Championships zog der vielleicht beste Basketballer der Gegenwart seine Option, stieg aus und schloss sich seiner alten Liebe, den Cleveland Cavaliers, an. Die erneute "Decision" dominierte nicht nur die Off-Season-Schlagzeilen, sondern macht die Cavaliers auf einem Schlag zum Mitfavoriten auf den NBA-Titel.

Nach der Ankunft des "King" wurde eine Franchise, die seit dessen Abflug 2010 in der Perspektivlosigkeit dahinvegetierte, erstmals wieder für Top-Spieler interessant. Die Experten sind sich einig, dass James beim Trade für Kevin Love (Minnesota) seine Finger maßgeblich im Spiel hatte. Auch Veteranen und Rollenspieler, die noch einmal um einen Titel mitrittern wollen (Shawn Marion, Mike Miller, Brendan Haywood), wurden von der Strahlkraft LBJs scheinbar magisch angezogen.

Zu Recht, denn das Team hat, trotz offensichtlicher Schwächen (Defense!), die nötige Qualität, um es mit den Top-Teams der NBA aufzunehmen. Mit All-Star-Point-Guard Kyrie Irving beschäftigt die Franchise den amtierenden MVP der FIBA-WM, der James im Playmaking und Scoring entlasten kann. Double-Double-Maschine Love sorgt ebenfalls für Scoring, Spacing und vor allem für die Rebound-Arbeit. Der hochdekorierte Neo-Coach David Blatt wird allerdings gefordert sein, all die Einzelteile in ein sinnvolles System einzubetten. Die Cavs sollten allabendlich für dreistellige Punkte sorgen, um die Lücken in der Defensive auszugleichen.

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DETROIT PISTONS (29-53): Die Kolben wollen geölt werden

Fünf Jahre - seit der 0:4-Erstrunden-Abfuhr gegen die Cleveland Cavaliers - warten die Detroit Pistons nun schon auf eine Playoff-Teilnahme in einer stets schwachen Eastern Conference. Damit sich das in der sechsten Saison ändert, wurden in der Off-Season erste kleine Korrekturen am bislang sehr unstimmigen Kader vorgenommen.

Die wichtigste Akquisition wird jedoch keinen Korb erzielen. Coach Stan van Gundy, der die Orlando Magic 2009 in die NBA Finals führte, übernahm in Detroit. Auf seiner Pistons-Visitenkarte führt er jedoch auch den Titel des "President of Basketball Operations". Als solcher tummelte er sich auf dem Spielermarkt und erhielt unter anderem den Zuschlag für Jodie Meeks von den Lakers (3 Jahre, 19 Mio. Dollar) sowie D.J. Augustin, der den Backup für Point Guard Brandon Jennings geben wird. Dank der Verpflichtung von Caron Butler kann Josh Smith endlich auf die Vier rücken, wo er wohl mit Center Andre Drummond agiert. Greg Monroe käme dann von der Bank.

Alles in allem haben es sich die Pistons verbessert, die Kolben werden jedoch in diesem Jahr lediglich geschmiert. Schnurren wird der Motor frühestens ab dem nächsten Jahr.

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BOSTON CELTICS (25-57): Hauptfach? Rondo-Logie!

Es ist noch nicht lange her, da zwangen Rajon Rondo und die Boston Celtics die Miami Heat um die "Big Three" in ein siebentes Spiel der Eastern Conference Finals (2012). Keine drei Jahre später herrscht in Beantown allerdings überwiegend Ernüchterung vor. Das aber nicht etwa aufgrund der nur 25 Siege in der Vorsaison, gleichbedeutend mit Platz vier in der Atlantic Division. Sondern mangels Perspektive.

Die Draft-Nacht im Sommer lief für die Kelten alles andere als optimal. Mit den Guards Marcus Smart und James Young kamen zwar potenzielle Starter, den großen Wurf, etwa eine Verpflichtung von Andrew Wiggins, Jabari Parker oder Joel Embiid, landete man allerdings nicht. In Bostons Kader tummelt sich aktuell kein Star, kein Spieler, um den man ein Team aufbauen wollen würde. 

Warum die Celtics der Konkurrenz aus Philadelphia trotzdem um mindestens einen Schritt voraus sind? Combo-Guard Avery Bradley, Flügel Jeff Green und mit Abstrichen auch Forward Jared Sullinger sind zumindest solide Starter. Das größte Ass im Ärmel von General Manager Danny Ainge bleibt allerdings Vierfach-All-Star Rondo. Die Entscheidungen rund um diese Personalie könnten die Richtung der Franchise für die kommenden Jahre vorgeben. Doch der Markt für einen Trade ist klein und der Gegenwert für den momentan verletzten 28-Jährigen möglichweise zu gering. Die nächsten Erfolge der Celtics sind jedenfalls noch nicht absehbar.

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ORLANDO MAGIC (23-59): Magie in der Warteschleife

Spätestens seit dem Abgang ihres Franchise-Players Dwight Howard, der Orlando 2012 in Richtung Los Angeles Lakers verließ, im Grunde aber seit der Erstrunden-Pleite gegen die Hawks (2:4) 2011, befinden sich die Magic im Neuaufbau. Seither tat man das, was aktuelle auch die Philadelphia 76ers versuchen. Man sammelte junge Talente und Draft-Picks, um einen neuen Star zu finden, oder Qualitäts-Spieler via Trade nach Orlando zu lotsen.

Die Magic sind in ihrem Vorhaben mittlerweile recht weit gekommen, so draftete das Team aus Florida in den Vergangenen beiden Jahren endlich brauchbare Spieler. 2013 kam Shooting Guard Victor Oladipo, in diesem Sommer waren es Power Forward Aaron Gordon und Point Guard Elfrid Payton. Im Trade mit Denver wurde zwar Arron Afflalo abgegeben, mit Evan Fournier sprang jedoch ein weiteres Talent heraus.

So verfügt Orlando über einen der jüngsten Backcourts der Liga, der von Luke Ridnour und Veteran Ben Gordon "eingeschult" wird. Auf Small Forward muss Tobias Harris seine Leistungen aus der Vorsaison konstant auflegen, der Frontcourt mit Stretch-Vierer Channing Frye (kam aus Phoenix) und Zonen-Talent Nikola Vucevic wirkt ebenfalls stimmig. Der einmonatige Ausfall von Oladipo (Gesichtsfraktur) ist ein kleiner Rückschlag. Die Magic stehen vor einer spannenden Zukunft, sind aber noch ein Jahr und einen Schritt (einen Trade?) vom Playoff-Rennen entfernt.

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PHILADELPHIA 76ERS (19-63): Kein Ende in Sicht

Das Highlight des Sommers rund um die Philadelphia 76ers? Die Twitter-Fauxpas von Joel Hans Embiid, dem dritten Pick der diesjährigen NBA Draft. Der kamerunische Center nutzte die 140 Zeichen - auf sympathisch-peinliche Weise - und versuchte sein Glück bei Kim Kardashian und Rihanna. Was das alles mit Basketball zu tun hat? Nichts, genau wie vieles andere in Philadelphia.

Das Team, das in der Vorsaison alles daran setzte, das schlechteste Team zu sein und an Milwaukee scheiterte, zog mit Embiid (#3) und Dario Saric (#12) erneut zwei Prospects, die in naher Zukunft kein Sixers-Trikot tragen werden. Der Center (Rückenverletzung) setzt, wie im Vorjahr Nerlens Noel, wohl die komplette Saison aus, Forward Saric bleibt vorerst in Europa. Der Kader setzt sich somit 2014/2015 - mit Ausnahme von Michael Carter-Williams (Rookie of the Year) und dem genesenen Noel - wie schon 2013/2014 aus Spielern zusammen, für die kaum ein Fan Eintrittsgeld berappen wird. Hollis Thompson? Chris Johnson? Brandon Davies? Elliot Williams? Identität? Philosophie?

Philadelphia draftete in den letzten beiden Jahren viermal in den Top-12. Der erhoffte Franchise-Player hat sich noch nicht herauskristallisiert. Bezeichnend: Carter-Williams erwartete am diesjährigen Draft-Abend einen Trade, zu dem es schließlich nicht kam. Das zeigt, was die Sixers von ihren Spielern halten. Sie horten sie, ebenso wie Draft-Picks, in der Hoffnung einen großen Deal zu landen. Oder endlich den kommenden Superstar zu draften. Bis es so weit ist, ist verlieren angesagt und das in Reinkultur!

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MILWAUKEE BUCKS (15-67): Das Geweih ausgerichtet

Es waren schwere Monate, die es für Milwaukee zu überstehen galt. In einer Saison, in der man mit lediglich 15 Siegen die schlechteste Bilanz aller NBA-Teams aufwies, rissen die Spekulationen um einen Verkauf und Umzug der Franchise nicht ab. Schließlich fanden sich mit Wes Edens und Marc Lasry neue Besitzer, die das Team in Milwaukee zu halten versprachen. Und auch die sportliche Perspektive gibt Grund zur Hoffnung.

Die Bucks haben mit Jabari Parker, dem zweiten Pick des NBA Drafts, ihren Wunschspieler bekommen - schöne Grüße an die 76ers. Er gilt als komplettester Spieler des Jahrgangs und wird den Hirschen auf Anhieb weiterhelfen. Dazu entwickelte sich Giannis Antetokounmpo in seinem ersten Jahr - und über den Sommer - zu einem Spieler mit Star-Potenzial. Der 19-jährige 2,11m-Athlet wird von Neo-Coach Jason Kidd mit Point-Guard-Aufgaben eingedeckt und trifft seine Dreier nun zuverlässiger.

Darüberhinaus wird sich Center Larry Sanders nach rund einjähriger Verletzungspause anstellen, seinen 44-Millionen-Vertrag zu rechtfertigen. PG Brandon Knight und PF Ersan Ilyasova komplettieren die starke Starting Five. Das junge Team um Zweitjahres-Coach Kidd wird viele Fehler machen, ist aber auf dem richtigen Weg in den kommenden Jahren in die Playoffs zurückzukehren.

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LAOLA1-Tipps, Eastern Conference (Übersicht):

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