Powerranking: Alte Bekannte an der Spitze

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Drei Monate sind seit dem ersten Tip-Off der NBA-Saison vergangen.

Der Traumstart der Knicks und Grizzlies ist bereits vergessen und auch die Clippers sind inzwischen wieder vom Platz an der Sonne gestürzt. Unterdessen kletterten die San Antonio Spurs heimlich, still und leise an die Spitze. Gejagt werden sie von den üblichen Verdächtigen aus Oklahoma City und Miami.

Wer kämpft um die Spitze? Wer hat die Rote Laterne? Das POWERRANKING von LAOLA1:

 1. (3.) SAN ANTONIO SPURS (37-11): Die San Antonio Spurs sind wieder an der Spitze. Die Texaner sind seit neun Spielen ungeschlagen und das obwohl Tim Duncan in fünf der letzten sechs Partien nicht mitwirken konnte. Zudem verpasste Head Coach Gregg Popovich drei Spiele. Erheblichen Anteil am Erfolg hat Tony Parker, der im Herbst seiner Karriere nochmal so richtig aufblüht und zurecht im All-Star-Team steht. Die Tiefe des Kaders hilft, Ausfälle unbeschadet zu überstehen. Dennoch gibt es einen Schönheitsfehler: In zehn Spielen gegen die Thunder, Clippers, Heat, Knicks und Grizzlies setzte es sieben Niederlagen. Spätestens in den Playoffs müssen die Spurs auch gegen die Topteams mithalten, wenn sie eine Chance auf den Titel haben wollen.

 2. (2.) OKLAHOMA CITY THUNDER (35-11): Kevin Durant spielte einen unglaublichen Jänner. In zehn von 16 Spielen machte er mehr als 30 Punkte, drei Mal mehr als 40 - Highlight war die 52-Punkte-Gala beim 117:114-Sieg gegen Dallas. Kevin Martin harmoniert gut mit dem restlichen Team und füllt die Lücke, die James Harden hinterließ. Nur in der Defense lässt der Shooting Guard manchmal zu wünschen übrig. Obwohl kein Team seine Spiele im Schnitt so hoch gewinnt wie die Thunder (8,5 Punkte), geriet der Motor zuletzt ein wenig ins Stocken. Drei der letzten sechs Spiele gingen verloren. Auch weil Russell Westbrooks Wurfleistung immer wieder an vergangen geglaubte Zeiten erinnerte. In vier der fünf Niederlagen im Jänner traf der Point Guard weniger als 40 Prozent seiner Würfe aus dem Feld.

 3. (4.) MIAMI HEAT (29-13): Der Meister bleibt das Maß aller Dinge im Osten. Nach vier Siegen in Serie meinte LeBron James, dass sein Team im Moment den besten Basketball der Saison spielte. Was folgte, war eine 98:100-Niederlage nach zwei Verlängerungen gegen Rondo-lose Boston Celtics. Auch die 77:87-Pleite bei den Indiana Pacers Anfang des Jahres muss den Heat zu denken geben. Die Probleme sind bekannt: Fehlende Power in der Zone und eine unerklärliche Auswärtsschwäche (11-10). Außerdem lässt Dwyane Wade seine Konstanz vermissen. 

 4. (1.) LOS ANGELES CLIPPERS (34-13): Der Ausfall von Chis Paul macht sich bitter bezahlt. Zu Beginn konnten die Clippers auch ohne ihren All-Star-Regisseur glänzen. Zuletzt zeigt sich aber immer deutlicher, dass Paul nicht nur selbst ein Topspieler ist, sondern auch einer, der seine Teamkollegen deutlich besser macht. Drei der letzten fünf Spiele ohne CP3 gingen verloren. Neue Erkenntnisse bringt das aber nicht. Mit Paul gehören die Clippers weiterhin zu den besten Teams im Westen, ohne Paul eben nicht. Das sollte aber schon vor dessen Knieverletzung klar gewesen sein. Im blau-roten Teil von Los Angeles hofft daher alles auf eine schnelle Genesung des Point Guards.

 5. (13.) DENVER NUGGETS (29-18): Die Nuggets gewannen zwölf von 15 Partien im Jänner (darunter Siege gegen die Clippers, Lakers und Thunder) und tasten sich langsam an die Topteams im Westen heran. Mitverantwortlich ist Point Guard Ty Lawson, der seinen Punkteschnitt 2013 im Vergleich zum vergangenen Dezember um fast fünf Zähler pro Partie und seine Wurfquote um knapp zehn Prozent steigern konnte. Trotzdem ist es vor allem das geschlossene Kollektiv, das in Denver zum Erfolg führt. Neben Lawson scoren mit Danilo Gallinari, Andre Iguodala, Kenneth Faried, Corey Brewer und JaVale McGee gleich fünf weitere Spieler durchschnittlich zweistellig.

 6. (7.) MEMPHIS GRIZZLIES (29-16): Die Grizzlies setzen sich im oberen Bereich der Western Conference fest. Zach Randolph wurde hochverdient ins All-Star-Team gewählt. Sein Frontcourt-Kollege Marc Gasol zu Unrecht nicht. Der Spanier gehört zu den besten Verteidigern der Liga.  Mike Conley und Tony Allen sind das defensiv stärkste Guard-Duo der NBA. Die Archillessehne des Teams bleibt das Offensivspiel außerhalb der Zone - vor allem außerhalb der Dreierlinie. Ob der Trade von Rudy Gay dieses Problem lösen und die Grizzlies zu einer echten Herausforderung für Spurs, Thunder und Co. machen kann?

 7. (17.) BROOKLYN NETS (27-19): Nach dem Rauswurf von Head Coach Avery Johnson ging es steil bergauf. Unter P.J. Carlesimo kam vor allem die Offense in Fahrt. Deron Williams und Brook Lopez schafften es zunächst nur knapp nicht ins All-Star-Team - obwohl Letzerer den verletzten Rajon Rondo ersetzen wird. Endlich konnten die Nets auch gegen starke Gegner bestehen, was die Siege gegen die Thunder und Knicks beweisen. Sorgenkind bleibt die Defense, die auch unter dem neuen Head Coach zu wünschen übrig lässt.

8. (10.) CHICAGO BULLS (28-17): Die Defense der Bulls gehört zu den besten, die die NBA zu bieten hat. Im Jänner konnten nur drei Teams den Bulls mehr als hundert Punkte einschenken. Die Hawks verzweifelten an der knallharten Verteidigung und kamen nur auf sage und schreibe 58 Zähler. Joakim Noah und Luol Deng wurden Stellvertretend für das defensive Bollwerk ins All-Star-Team gewählt. Carlos Boozer wird immer stärker und Derrick Rose steht scheinbar kurz vor seiner Rückkehr. Mit dem Ex-MVP in Topform könnten die Bulls den Heat gefährlich im Osten werden.

9. (11.) INDIANA PACERS (27-19): Der Jahresbeginn verlief ganz nach Plan in Indiana. Vor allem zuhause sind die Pacers eine Macht. Die Heat und die Knicks mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten. Anders sieht die Sache auswärts aus: Nur zwei von acht Gastspielen im Jänner konnten gewonnen werden - eines davon immerhin gegen die Grizzlies. Vor allem die Defense ist ausgezeichnet. Darüberhinaus verdient sich Paul George seine All-Star-Nominierung redlich. Dies birgt aber auch Konfliktpotenzial: Wenn Danny Granger wieder fit ist, wird er im Kampf um den Startplatz wohl nur schwer an George vorbeikommen. Ein Trade liegt in der Luft.

 10. (6.) NEW YORK KNICKS (28-15): Die Verteidigung rund um All Star Tyson Chandler lässt kontinuierlich nach. Vor allem in Pick-and-Roll- bzw. Swich-Situationen sind die Knicks oft einen Schritt zu langsam. Auch die Offensive kommt langsam ins Stocken, obwohl Carmelo Anthony weiterhin in MVP-Form agiert und die Dreier wie Regen fallen. Iman Shumpert könnte die wacklige Defense stabilisieren. Amare Stoudemire scheint sich mit seiner Ersatzmann-Rolle zurechtzufinden und wird immer stärker. Die Knicks sollten also weiterhin zu den besten Teams im Osten zählen.

11. (8.) GOLDEN STATE WARRIORS (29-17): Nach einem unglaublichen Dezember wurden die Warriors im Jänner zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Der Spielplan wurde deutlich schwerer, dennoch konnte sich das Team von Head Coach Mark Jackson im Mittelfeld der Playoffplätze im Westen festsetzen. Mit Siegen gegen die Clippers und Thunder zeigten die Warriors, dass sie die Großen durchaus ärgern können. David Lee ist der erste All Star des Teams aus Oakland seit Latrell Spreewell 1997. Auch Point Guard Stephen Curry hätte durchaus hineinrutschen können.

  12. (19.) UTAH JAZZ (25-21): Die Jazz haben sich im Jänner in die Playoff-Ränge im Westen gespielt. Vor allem der Sieg gegen Meister Miami war beachtlich. Das Team aus Salt Lake City besticht durch Ausgeglichenheit. Kein Leistungsträger steht durchschnittlich länger als 33 Minuten am Parkett, was im engen Kampf um die Playoffs noch wichtig werden könnte. Trotzdem müsste sich am Flügel und in der Defensive einiges ändern, wenn die Jazz noch höher hinaus wollen. Ein Trade von Al Jefferson oder Paul Millsap ist denkbar.

 13. (9.) MILWAUKEE BUCKS (24-20): Seit Interimstrainer Jim Boylan das Ruder in Milwaukee Mitte Jänner von Head Coach Scott Skiles übernahm, ging es bergauf. Ersan Ilyasova wurde wieder zum Starter und zahlte das Vertrauen mit guten Leistungen zurück. Auch Brandon Jennings blühte im Jänner wieder auf. Die Defense blieb unterdessen unterdurchschnittlich, daran kann auch Überraschungsmann Larry Sanders nichts ändern.

14. (5.) ATLANTA HAWKS (26-19): Der Jänner der Atlanta Hawks glich einer Achterbahnfahrt. Einerseits musste man sich den Pistons, Cavaliers und Wizards geschlagen geben. Auf der anderen Seite steht ein Erfolg gegen die Nets sowie der unfassbare Comeback-Sieg gegen die Celtics nach 27-Punkte-Rückstand und zwei Verlängerungen. Positiv fällt Kyle Korver auf, der aus der Distanz heiß läuft. Auch die Defense um Josh Smith und Al Horford kann sich sehen lassen. Ansonsten sind die Hawks eher Mittelmaß.

 15. (12.) HOUSTON ROCKETS (25-23): Nach einem Durchhänger Mitte Jänner fanden die Rockets zuletzt wieder besser in die Spur. Dies lag einerseits daran, dass James Harden seinen Wurf wieder fand, andererseits kam die gesamte Offense wieder ins Laufen. Wie zu Beginn der Saison sind die Rockets im Fast Break am stärksten. Omer Asik räumt unter den Brettern auf, während Jeremy Lin, Harden und Chandler Parsons den Gegnern um die Ohren laufen. Der 125:80-Auswärtssieg gegen die Jazz setzte ein Ausrufezeichen.

 16. (15.) PORTLAND TRAIL BLAZERS (23-22): Mitte Jänner sah es so aus, als würden die Blazers tief ins "Lottery-Land" abrutschen, doch dann folgten Siege gegen die Pacers, Clippers und Mavericks. In letzterem verwandelte All Star LaMarcus Aldridge den Game-Winner. Neben dem Big Man stechen vor allem Super-Rookie Damian Lillard und Nicolas Batum heraus. Der Franzose lieferte innerhalb von nur drei Partien zwei Triple-Doubles ab - nachdem er 294 Spiele auf sein erstes wartete. Die Jugend und Unerfahrenheit der Leistungsträger könnte dem Team von Terry Slotts im Kampf um die Playoffs noch zum Verhängnis werden.

 17. (14.) LOS ANGELES LAKERS (20-26): Kann die Saison der Lakers jetzt endlich losgehen? Nachdem sie mit zehn Niederlagen aus zwölf Spielen in das Jahr 2013 starteten folgte eine vielversprechende Trendumkehr. Kobe Bryant glänzte plötzlich als Spielmacher und verteilte insgesamt 39 Assists in den folgenden drei siegreichen Spielen. Dwight Howard wirkt weiterhin etwas langsam, profitiert aber so wie alle anderen von Kobes Passspiel. Vor allem der Heimsieg gegen die Thunder weckt Hoffnungen. Der Weg in die Playoffs ist nach dem erbärmlichen Saisonstart aber dennoch sehr weit und steinig.

 18. (18.) BOSTON CELTICS (22-23): Die Celtics-Fans sind in Schockstarre. Rajon Rondo fällt mit einem Kreuzbandriss für die restliche Saison aus. Ohne den All-Star-Point-Guard konnte das Team von Doc Rivers zwar die Heat nach zwei Verlängerungen schlagen und eine Niederlagenserie von sechs Spielen beenden, dennoch glaubt niemand mehr an den großen Wurf. Mit Rondo, Kevin Garnett und Paul Pierce wäre den Celtics spätestens in den Playoffs wieder sehr viel zuzutrauen gewesen. Ohne Rondo wird wohl schon die Playoff-Teilnahme zur Herausforderung. Doc Rivers meint zwar, dass jemand aus dem bestehenden Kader nun mehr Verantwortung übernehmen wird. Vielleicht nützen die Celtics die Situation aber auch zum Neuaufbau. Garnett und Pierce werden schließlich auch nicht jünger.

 19. (20.) DALLAS MAVERICKS (19-27): Dirk Nowitzki ist nach seiner langen Verletzungspause noch lange nicht der Dirk Nowitzki, der die Mavs 2011 zum Titel führte. O.J. Mayo baut nach sensationellem Saisonstart kontinuierlich ab. Shawn Marion und Vince Carter liefern für ihr Alter solide Leistungen, sind aber auch nicht in der Lage, dem Team zu der Siegesserie zu verhelfen, die es im Kampf um die Playoffs so bitter nötig hätte. Wenn Nowitzki nicht bald wieder der Alte wird, rückt die Post Season in weite Ferne. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verantwortlichen einen radikalen Umbau starten.

 20. (28.) NEW ORLEANS HORNETS (15-31): Seit Nummer-1-Draft-Pick Anthony Davis und Eric Gordon wieder fit sind, spielen die Hornets durchaus ansehnlichen Basketball. Zusammen mit dem überraschend starken Point Guard Greivis Vasquez und Ryan Anderson, der von außen für Gefahr sorgt und Räume in der Zone öffnet, bilden die Wiedergenesenen ein konkurrenzfähiges Team. Auch Center Robin Lopez spielt solide. Nur von der Bank kommt zu wenig nach. Außerdem ist der Rückstand auf die Playoff-Plätze nach dem schwachen Saisonstart schon zu groß.

 21. (25.) DETROIT PISTONS (17-29): Sollten die Celtics ohne Rondo abrutschen, kämpfen wohl die Detroit Pistons mit den Philadelphia 76ers um den letzten Playoff-Platz. Das kommt durchaus überraschend, da niemand das Team vor dieser Saison auf der Rechnung hatte. Die diesjährigen Playoffs dürften für das junge Team allerdings noch zu früh kommen. Die Sixers und auch Rondo-lose Celtics sollten die Favoriten auf den achten Platz im Osten sein. Die Achse um Brandon Knights, Greg Monroe und Rookie-Überraschung Andre Drummond verspricht allerdings einiges für die Zukunft. Spannend wird sein, wie sich der Trade für Jose Calderon und die Abgabe von Tayshaun Prince auswirken.

 22. (21.) PHILADELPHIA 76ERS (19-26): Die Sixers suchen noch nach ihrer Identität. Nach dem Abgang von Andre Iguodala ist die Defense bei weitem nicht mehr so schlagkräftig, wie noch in der Vorsaison. In der Offensive kristallisiert sich Point Guard Jrue Holiday immer mehr als Leader heraus. Seine 35 Punkte beim Sieg gegen die Knicks bestätigen das. Trotzdem fehlt es dem Team an Konstanz. Seit November konnten die Sixers nicht mehr zwei Spiele in Folge gewinnen. Zwei Tatsachen lassen die Playoff-Hoffnungen in Philadelphia dennoch hochkochen. Erstens ist der erste Rivale um den letzten Playoff-Platz durch Rajon Rondos Ausfall stark geschwächt. Zweitens mehren sich die Berichte über ein mögliches Comeback von Center Andrew Bynum im Februar.

 23. (29.) WASHINGTON WIZARDS (11-33): Die Wizards entwickeln sich zu einem echten Riesentöter. Nach dem Sieg gegen Miami Anfang Dezember konnten die Hauptstädter auch die Oklahoma City Thunder bezwingen. Sicher könnte man meinen, dass diese beiden Partien nicht wirklich das Niveau des Teams widerspiegeln - und man hätte Recht. Dennoch werden die Wizards immer besser. Vor allem seit John Wall von seiner Verletzung zurück ist, geht es steil bergauf und das obwohl der Point Guard seine Form noch nicht zur Gänze wiedergefunden hat. Auch Nene erholt sich immer besser. Dazu kommt der stark aufspielende Rookie Bradley Beal, der durch Wall jetzt entlastet wird.

 24. (27.) CLEVELAND CAVALIERS (13-33): Kyrie Irving spielt unglaublich und wurde völlig zurecht ins All-Star-Team gewählt. Nur LeBron James, Kobe Bryant, Magic Johnson, Kevin Garnett und Isiah Thomas schafften das noch jünger als der 20-jährige Point Guard. Tristan Thompson steigerte sich, nachdem Arbeitsmonster Anderson Varejao verletzungsbedingt ausfiel. Auch Rookie Dion Waiters weiß zu überzeugen. Ansonsten fehlt es dem Team aber an Qualität und Kadertiefe. Die Neuzugänge Marreese Speights und Wayne Ellington könnten helfen.

 25. (22.) TORONTO RAPTORS (16-30): Verletzungen machen den Raptors schwer zu schaffen. Andrea Bargnani fehlt weiterhin genauso wie Jonas Valanciunas. Kyle Lowry findet seit seinem Comeback nach einer Knöchelverletzung nicht zurück in die Spur. DeMar DeRozan überzeugt, allerdings zu unkonstant. Der Trade für Rudy Gay wird das Teamgefüge ändern - ob es für Toronto dadurch bergauf geht, ist aber zu bezweifeln.

26. (16.) MINNESOTA TIMBERWOLVES (17-25): Die Freude über die Rückkehr von Kevin Love und Ricky Rubio währte nicht lange. Love sitzt seit Anfang Jänner wieder an der Seitenlinie und ist zum Zuschauen verdammt. Rubio spielt zwar, schafft es aber (noch) nicht, die übertrieben hohen Erwartungen zu erfüllen. Andrei Kirilenko schließt an seine besten Zeiten an, ansonsten fehlt es dem Team aber an Qualität. Vor allem von der Dreierlinie werfen die Wolves unterirdisch. Verletzungssorgen und die Unfähigkeit, hohe Führungen zu halten, rückten den Playoff-Traum in weite Ferne.

 27. (26.) SACRAMENTO KINGS (17-30): Kein Team lässt mehr Punkte zu als die Kings. Die einzigen Siege im Jänner konnte man gegen andere Teams verzeichnen, die keine Playoff-Chancen mehr haben (Cleveland, Toronto, Washington und Charlotte). Gegen stärkere Gegner sind die Kings meist chancenlos. Sportlich tut sich also nicht viel in Scramento. Kein Wunder, dass der wahrscheinliche Umzug nach Seattle und ein möglicher Trade von Center DeMarcus Cousins für die größten Schlagzeilen sorgen.

 28. (24.) PHOENIX SUNS (16-30): Die schwache Saison forderte mit Head Coach Alvin Gentry ihr erstes Opfer. Lindsey Hunter übernahm und konnte gleich drei seiner ersten fünf Spiele gewinnen. Die Probleme bleiben aber bestehen. Es ist kein Spieler auszumachen, der das Team führen und mitreißen könnte. Die Jahre der hochspektakuläten Suns unter Mike D'Antoni sind längst vergessen. Die Fans in Phoenix müssen sich auf eine harte Zeit des Wiederaufbaus gefasst machen.

 29. (23.) ORLANDO MAGIC (14-31): Nach einem überraschend starken Saisonbeginn, als die Magic fast an eine .500-Bilanz herankamen, scheint nun das einzutreffen, was nach Dwight Howards Abgang alle erwarteten: der totale Zerfall. Von den letzten 19 Partien konnten die Magic nur mickrige zwei gewinnen. Die Playoff scheinen längst unerreichbar. Dass sich das Team im Wiederaufbau befindet, steht außer Zweifel. Das Problem ist, dass noch kein zukunftsfähiges Gerüst zu erkennen ist. Glen Davis spielt zwar solide und J.J. Redick weiß mit seinen Dreiern immer wieder zu begeistern, das reicht aber bei weitem nicht.

 30. (30.) CHARLOTTE BOBCATS (11-34): Die Bobcats haben bereits um vier Spiele mehr gewonnen als in der Vorsaison. Außerdem konnten sie mit dem 102:101-Sieg gegen Minnesota eine 16 Heimspiele andauernde Niederlagenserie beenden und Kemba Walker lässt immer wieder sein Talent aufblitzen. Das war es aber auch schon an positiven Nachrichten. Nahezu inexistente Team-Defense gepaart mit sehr unkonstanter Offense machen die Bobcats auch heuer zum schlechtesten Team der Liga. Keine Mannschaft verliert ihre Spiele durchschnittlich höher (8,4 Punkte).

Manuel Preusser

 

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