"Glauben an Kompromiss"

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Die letzte Chance auf Einigung

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Im monatelangen Tarifstreit der NBA könnte es endlich eine Entscheidung geben.

Die Spielersprecher der 30 Clubs kommen am Montag in New York zu einem Meeting der Spielergewerkschaft (NBPA) zusammen, um über ein überarbeitetes Angebot der Liga zu beraten.

Stimmen die Akteure dem Offert zu, soll die Saison am 15. Dezember mit 72 Partien pro Team beginnen.

Das Allstar-Wochenende in Orlando würde demnach wie geplant vom 24. bis 26. Februar 2012 stattfinden, der Beginn der Play-offs im Frühjahr 2012 nur um eine Woche nach hinten verschoben werden.

Allerdings ist mehr als ungewiss, ob die Profis den Vorschlag annehmen, den die Clubbesitzer am Donnerstag nach einer erneuten Marathon-Sitzung vorgelegt hatten.

"Kein guter Deal"

"Das ist nicht das, was wir wollten. Wenn es kein guter Deal ist, sehe ich keinen Grund, warum wir ihn annehmen sollten", sagte Topstar Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder.

NBA-Boss David Stern hatte die Zeit des Verhandelns nach Abbruch der Gespräche jedoch für beendet erklärt. Am Wochenende wiederholte er in diversen Interviews seine Sicht der Dinge.

"Es liegt jetzt allein in den Händen der Spieler", betonte Stern und erhöhte damit den öffentlichen Druck auf die Profis.

50:50 letzte Offerte

Sollte die NBPA nicht einwilligen, werde das nächste Angebot der Liga deutlich schlechter ausfallen und eine Verteilung der Einnahmen nach dem Schlüssel 53:47 zugunsten der Besitzer vorsehen.

Im aktuellen Angebot sollen die Gesamterlöse in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar paritätisch aufgeteilt werden.

Im bisher geltenden Tarifvertrag, der am 30. Juni ausgelaufen ist, erhielten die Spieler noch 57 Prozent der Einnahmen.

Angebot unzureichend

Im Falle einer Ablehnung würden die Spieler den Ausfall der kompletten Saison riskieren.

Zahlreiche Profis und ihre Agenten weisen das neue Angebot jedoch als nach wie vor unzureichend zurück. Sie stoßen sich unter anderem an der Einführung von Zwei-Wege-Verträgen, die das Verschieben von Spielern in die Entwicklungsliga NBDL erlaubt.

NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter kündigte am Samstag an, er wolle seine Mitglieder abstimmen lassen.

Glaube an Vernunft der Spieler

Schlagen die Profis den Vorschlag aus, könnten die Auflösung der Spielergewerkschaft und ein monatelanger Gerichtsstreit die Folge sein.

Die Saison 2011/12 würde dann mit großer Wahrscheinlichkeit komplett ausfallen. Liga-Kommissar Adam Silver hofft deshalb, dass die Spieler einlenken.

"Wir glauben, dass die Spieler, wenn sie komplett darüber informiert sind, was in dem Vorschlag steht und was nicht, zustimmen, dass die Änderungen von Vorteil für sie sind und einen fairen Kompromiss darstellen", sagte Silver.

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