Top-Center die Attraktionen am Free-Agent-Markt

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Vor kurzem noch schien eine Absage der kompletten NBA-Saison wahrscheinlich, doch mittlerweile rückt der Saisonstart am 25. Dezember in großen Schritten näher.

Etwas mehr als zwei Wochen vor den ersten Spielen wissen viele Akteure noch nicht, für welches Team sie auflaufen werden.

Während in den Medien über mögliche Trades von Superstars wie Dwight Howard oder Chris Paul spekuliert wird, haben einige Topspieler aus der zweiten Reihe ihre Zukunft selbst in der Hand.

Die Unrestricted Free Agents können aus Angeboten mehrerer Klubs wählen, die Restricted Free Agents zumindest ihren Marktwert nach oben treiben: Wenn ein Team einem "RFA" ein Angebot macht, kann der bisherige Klub mit dem Offert gleichziehen.

Die besten Free Agents auf jeder Position:

CENTER

Marc Gasol

 

1. NENE (Denver Nuggets, unrestricted)

Seit neun Jahren steht der 29-jährige Brasilianer im Nuggets-Dress seinen Mann. Die Zeichen könnten erstmals auf Abschied stehen, denn dank seiner 14,5 Punkte, 62% Trefferquote aus dem Feld und 7,6 Rebounds ist Nene der begehrteste Center auf dem Free-Agent-Markt. Daran ändern auch seine schwere Knieverletzung aus dem Jahre 2005 und seine überstandene Krebserkrankung 2008 nichts. Teams wie die Houston Rockets und die New Jersey Nets werden im Werben um Nene die größten Aussichten eingeräumt.

2. MARC GASOL (Memphis Grizzlies, restricted)

Gemeinsam mit Zach Randolph bildete der Spanier in der vergangenen Saison das vielleicht stärkste Inside-Duo der Liga. 11,7 Punkte und 7,0 Rebounds liegen zwar deutlich unter seinen Karrierebestleistungen, dafür stellte er mit 2,5 Assists und 1,7 Blocks neue persönliche Bestwerte auf. Der traumhafte Lauf in den Playoffs hatte auch viel mit dem 26-Jährigen zu tun (15,0 Punkte, 11,2 Rebounds). Gasol ist wahrscheinlich der stärkste Free Agent dieses Jahres, doch da die Grizzlies ihn wohl um jeden Preis halten werden, sind die Hoffnungen auf ein Abwerben des Restricted Free Agents nicht allzu hoch.

3. TYSON CHANDLER (Dallas Mavericks, unrestricted)

Der dritte hochkarätige Center auf dem Markt geht davon aus, dass er in der neuen Saison nicht mehr für die Dallas Mavericks auflaufen wird. Die Mavs wollen den 28-Jährigen wohl nicht um jeden Preis halten. Das defensive Rückgrat der Meistermannschaft wird sich voraussichtlich zwischen Golden State, Houston und New Jersey entscheiden.

WEITERE NAMHAFTE CENTER:

DEANDRE JORDAN (L.A. Clippers, restricted)

SAMUEL DALEMBERT (Sacramento Kings, unrestricted)

GREG ODEN (Portland Trail Blazers, restricted)

SPENCER HAWES (Philadelphia 76ers, restricted)

KWAME BROWN (Charlotte Bobcats, unrestricted)

KYRYLO FESENKO (Utah Jazz, unrestricted)

 

POWER FORWARDS

David West

 

1. DAVID WEST (New Orleans Hornets, unrestricted)

Weil sich Trade-Gerüchte um Chris Paul ranken, ist auch der zweite Star der Hornets auf dem Sprung. West ist der mit Abstand beste Power Forward in der Free-Agent-Klasse. Kleine Fragezeichen stehen hinter seinem Alter (31) und dem frisch auskurierten Kreuzbandriss. Dennoch wird sich zweifellos ein Team finden, das dem zweifachen All-Star ein gutes Angebot macht.

2. THADDEUS YOUNG (Philadelphia 76ers, restricted)

Der auf beiden Forward-Positionen einsetzbare Young konnte in der letzten Saison mit 12,7 Punkten und 5,3 Rebounds überzeugen. Die Sixers wollen den 23-Jährigen halten, doch die Denver Nuggets sind sehr an ihm interessiert und können auch eine hohe Summe bieten.

3. GLEN DAVIS (Boston Celtics, unrestricted)

Trotz seines geringen Alters (25) ist es für viele Fans schwer vorstellbar, dass "Big Baby" ein anderes Dress als das der Celtics überstreifen wird, aber die Chancen dafür sind recht groß. Boston ist finanziell nicht sehr flexibel, die Hornets zum Beispiel könnten bereit sein, um einiges mehr zu zahlen, sollten sie wie erwartet David West und Carl Landry verlieren.

WEITERE NAMHAFTE POWER FORWARDS:

JEFF GREEN (Boston Celtics, restricted)

CARL LANDRY (New Orleans Hornets, unrestricted)

KRIS HUMPHRIES (New Jersey Nets, unrestricted)

JOSH MCROBERTS (Indiana Pacers, unrestricted)

REGGIE EVANS (Toronto Raptors, unrestricted)

dazu KENYON MARTIN und YI JIANLIAN, die beide in China engagiert sind und die dortige Saison beendet müssen

 

SMALL FORWARDS

Grant Hill

 

1. GRANT HILL (Phoenix Suns, unrestricted)

Mit 38 Jahren gehört Grant Hill zu den routinierten Spielern, die für Meisterschaftsanwärter als Puzzle-Stück wie geschaffen sind - und umgekehrt. Kein Wunder, dass Miami und Boston als Interessenten gelten. 13,2 Punkte, 4,2 Rebounds und 2,5 Blocks sind aber für die Suns Grund genug, die Weiterverpflichtung von Hill zur Priorität Nr. 1 zu erheben.

2. ANDREI KIRILENKO (Utah Jazz, unrestricted)

Wenn der Russe nicht bei ZSKA Moskau unter Vertrag stünde und trotz Ausstiegsklausel über einen Verbleib in seiner Heimat nachdenken würde, wäre er noch begehrter als ohnehin schon. Viele Teams lassen sich von seinen zuletzt nicht mehr allzu beeindruckenden Stats und seiner unglücklichen Rolle bei den Jazz nicht irritieren: Dass AK47 immer noch All-Star-Potenzial hat, zeigen seine überragenden Leistungen in der Euroleague.

3. TAYSHAUN PRINCE (Detroit Pistons, unrestricted)

Prince ist kein Superstar, doch er hat seine Bedeutung für ein Meisterteam schon unter Beweis gestellt. Daher sind nicht nur Klubs wie die Clippers an ihm interessiert, sondern auch eine Elite-Franchise wie die San Antonio Spurs.

WEITERE NAMHAFTE SMALL FORWARDS:

CARON BUTLER (Dallas Mavericks, unrestricted)

SHANE BATTIER (Memphis Grizzlies, unrestricted)

LUC MBAH A MOUTE (Milwaukee Bucks, restricted)

JONAS JEREBKO (Detroit Pistons, restricted)

TRACY MCGRADY (Detroit Pistons, unrestricted)

JOSH HOWARD (Washington Wizards, unrestricted)

WILSON CHANDLER (Denver Nuggets, unrestricted) wäre ein Top-Free-Agent, muss aber die Saison in China beenden

 

SHOOTING GUARDS

Jason Richardson

 

1. JASON RICHARDSON (Orlando Magic, unrestricted)

Die erste Option des 30-Jährigen bleiben die Magic, doch Richardson hat auch schon Gespräche mit Bulls, Nuggets, Hornets, Timberwolves und Celtics geführt. Denver scheint neben Orlando die größten Chancen zu haben, da Richardson (im Vorjahr 15,6 Punkte pro Partie) derzeit dort mit seiner Familie lebt.

2. JAMAL CRAWFORD (Atlanta Hawks, unrestricted)

Einer der besten sechsten Männer der Liga steht bei zahlreichen Teams hoch im Kurs. Die Chicago Bulls dürften die besten Karten haben. Nets, Hornets, Heat, Lakers, Mavs, Suns, Magic und Blazers sind ebenfalls an 14,2 Punkten im Schnitt interessiert.

3. MARCUS THORNTON (Sacramento Kings, restricted)

Die Kings holten den 24-Jährigen im Februar von den Hornets - Thornton dankte es mit 21,3 Punkten pro Spiel. Trotz seiner Defensivschwächen wäre es eine Überraschung, würde Sacramento nicht mit jedem Angebot eines Konkurrenten gleichziehen.

WEITERE NAMHAFTE SHOOTING GUARDS:

ARRON AFFLALO (Denver Nuggets, restricted)

NICK YOUNG (Washington Wizards, restricted)

MICHAEL REDD (Milwaukee Bucks, unrestricted)

MARCO BELINELLI (New Orleans Hornets, restricted)

SHANNON BROWN (L.A. Lakers, unrestricted)

MARQUIS DANIELS (Sacramento Kings, unrestricted)

DESHAWN STEVENSON (Dallas Mavericks, unrestricted)

WILLIE GREEN (New Orleans Hornets, unrestricted)

ANTHONY PARKER (Cleveland Cavaliers, unrestricted)

DELONTE WEST (Boston Celtics, unrestricted)

J.R. SMITH (Denver Nuggets) wäre einer der Top-Free-Agents, muss aber die Saison in China beenden

 

POINT GUARDS

Mario Chalmers (l.) und J.J. Barea

 

1. J.J. BAREA (Dallas Mavericks, unrestricted)

Die starken Auftritte von Barea waren ein wichtiger Faktor im Championship-Run der Mavs. Allerdings wollen die Texaner keine großen finanziellen Sprünge machen, um den Puertorikaner zu halten. Barea ist darüber enttäuscht, denn er würde gerne in Dallas bleiben. Heat, Lakers, Knicks und Kings zeigen das größte Interesse.

2. RODNEY STUCKEY (Detroit Pistons, restricted)

Mit 15,5 Punkten und 5,2 Assists pro Spiel hat sich der 25-Jährige etabliert. Da die Pistons aber mit Brandon Knight einen viel versprechenden Point Guard gedraftet haben, bleibt abzuwarten, wie weit sie bei sicherlich nicht ausbleibenden Angeboten der Konkurrenz gehen werden.

3. MARIO CHALMERS (Miami Heat, restricted)

Zwar ist Chalmers auch als Starter nur ein Ergänzungsspieler, doch den Heat wird aufgrund ihrer finanziellen Eingeschränktheit daran gelegen sein, den Point Guard zu halten. Viele Gestaltungsmöglichkeiten hat der 25-Jährige in Miami nicht, dafür darf er um den Titel spielen.

WEITERE NAMHAFTE POINT GUARDS:

T.J. FORD (Indiana Pacers, unrestricted)

MIKE BIBBY (Miami Heat, unrestricted)

RONNIE PRICE (Utah Jazz, unrestricted)

EARL WATSON (Utah Jazz, unrestricted)

AARON BROOKS (Phoenix Suns) muss die Saison in China beenden

 

Hubert Schmidt

 

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