Dwight Howard: Kommt der Trade?

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Dwight Howard: Kommt der Trade?

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Dwight Howard will weg aus Orlando. Das weiß seit Saisonbeginn jeder Fan, jeder Spieler der Magic.

Dass die Nummer 12 einfach nur gewinnen will, nimmt ihr kaum einer übel.

Sieben Jahre lang hat Howard dies mit Orlando versucht, ein Einzug in die NBA-Finals (2009 1:4 gegen Lakers) war der bislang größte Erfolg.

Mit 26 Jahren ist Howard noch jung, mit der adäquaten Unterstützung wäre also auch bei einem Verbleib in Florida der eine oder andere Titel möglich.

Verhältnis zum GM gestört

Bei der Gestaltung des Teams durfte sich der beste Center der NBA immer wieder einbringen.

Geht es nach dem 2,11-Meter-Hünen, wurden seine Vorschläge aber nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Kommunikation mit General Manager Otis Smith habe sich verschlechtert.

"Wenn du kein gutes Verhältnis zu den Menschen, mit denen du arbeitest, hast, wie willst du dich dann verbessern?", fand Howard Anfang Dezember des Vorjahres deutliche Worte.

Einige Wunschadressen

New Jersey Nets, Los Angeles Lakers, Dallas Mavericks und zuletzt auch Chicago Bulls - seine Wunschteams hat der "Franchise Player" gleich mitgeliefert.

Als Howards Lieblings-Point-Guard gilt Deron Williams, dessen Vertrag mit den Nets im Sommer ausläuft.

Die Wechselabsicht - eigentlich ein netter Zug, könnte man meinen. Schließlich wird Howard im Sommer Free Agent und könnte die Magic dann verlassen, ohne dass diese eine Gegenleistung erhielten (abgesehen freilich vom frei werdenden Budget).

Doch ganz so verhält es sich nicht.

West: Teams sollen hart bleiben

Geht es nach NBA-Legende Jerry West, selbst ehemaliger General Manager von Lakers und Grizzlies, sollten sich die Teambesitzer nicht erweichen lassen und die Trade-Wünsche nicht berücksichtigen.

Ein neuer Vertrag im Sommer bei einem anderen Team würde einen Spieler wie Howard rund 30 Mio. Dollar kosten, rechnete West in einem Radio-Interview vor - und diese Summe würde kein Spieler oder Agent liegen lassen.

Zudem ist äußerst fraglich, ob Orlando durch einen Trade besser aussteigen und bessere Spieler für einen Neustart bekommen würde als im Falle eines Abgangs von Howard nach der Saison. Denn ein Neubeginn erst im Sommer hätte den Vorteil, dass die Chancen auf erfolgreiche Playoffs 2012 wohl um einges höher stünden.

Eine Ausnahme wäre ein Deal mit den Lakers, der unter anderem Andrew Bynum nach Florida bringen würde. Den könnte Orlando wohl kaum ausschlagen.

Druck wächst

Ob die Magic-Verantwortlichen jedoch tatsächlich nur nach rationalen Kriterien vorgehen werden?

Der Druck wächst mit jedem Tag und vor allem mit jeder Niederlage. Zwar ist Platz sechs in der Eastern Conference angesichts des geringen Rückstands auf die vorderen Plätze halb so schlimm, doch das Dauerthema Howard stört das Klima in der Kabine.

Auch wenn man den Einsatz des Supermanns keineswegs bekritteln kann - 15,1 Rebounds und 1,5 Steals sind Karrierebestleistungen -, die Autorität als Führungspersönlichkeit hat zumindest Schaden genommen.

Trade nach All-Star Weekend?

Gut möglich, das Magic-GM Otis Smith das All-Star Weekend abwartet, das am 25. und 26. Februar in Orlando stattfindet. Spätestens danach wird es interessant, denn die Trade Deadline endet am 15. März.

Einen ganz anderen Blickwinkel liefert "CBS Sports". Laut einer Quelle wäre Howard längst getradet worden, wenn er sich endlich für einen bestimmten Klub entscheiden hätte können.

Mann darf vor allem gespannt sein, wie die Causa im Falle eines Abgangs für Howard selbst ausgehen wird: In einem sportlichen Waterloo wie für Carmelo Anthony (der Wechsel von Denver nach New York entpuppte sich als Abstieg) oder wie erträumt wie für Chris Paul (Platz 2 im Westen mit den Clippers).

Auch diese beiden Stars hatten einen Transfer gewünscht.

 

Hubert Schmidt

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