Howard zu den Lakers! Trade erschüttert NBA

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Die Geiselnahme ist beendet.

Die Orlando Magic haben sich aus den Fängen von Dwight Howard befreit.

Der Superstar, der wieder und wieder einen Trade forderte, ist nun ein Los Angeles Laker.

Es war gewiss nicht leicht für die Kalifornier, diesen gigantischen Trade auf die Beine zu stellen. Zur Erinnerung: Andre Igoudala kommt von den Philadelphia 76ers zu den Denver Nuggets, die Sixers bekommen Andrew Bynum und Jason Richardson, die Magic erhalten Arron Afflalo, Al Harrington, Nikola Vucevic, Moe Harkless und einen geschützten Erstrunden-Draftpick von jedem der involvierten Teams.

Nur Magic verlieren

Es scheint, als wären alle Beteiligten Gewinner. Alle – außer den Magic.

Der größte Nutznießer der Aktion sind die L.A. Lakers. Kaum jemand hielt für möglich, dass die Gelb-Violetten einen Trade zu Stande bringen würden, bei dem sie Pau Gasol an Bord halten.

Howard zuverlässiger und besser

Der Abschied von Andrew Bynum überrascht nicht. Der junge Center hat zwar viel Talent, kennt das Wörtchen „konstant“ aber bestenfalls aus dem Wörterbuch und wäre mit der Ankunft von Howard schlicht überflüssig.

In dem ganzen Chaos nicht zu vergessen: Das Team um Kobe Bryant hat im Sommer bereits Steve Nash an die Westküste geholt.

Schon danach galten die Lakers als Titelanwärter, nun ist die Starting Five Musik in des neutralen Basketball-Fans Ohren: Dwight Howard, Pau Gasol, Metta World Peace, Kobe Bryant und Steve Nash.

Lakers eine Übermacht?

Alle fünf Spieler standen bereits in einem All-Star-Team und einem NBA-Finale. Beim Anblick dieser Gegner dürfte selbst dem Star-Ensemble der Miami Heat angst und bange werden, quasi über Nacht wurden die Lakers zum Topfavoriten auf den NBA-Titel – bei den Wettbörsen sind die Quoten bereits in den Keller gerasselt.

Aber auch die 76ers und Nuggets lachen sich ins Fäustchen. Die Sixers wollten sich schon seit Längerem von Andre Iguodala verabschieden, die Ankunft von Andrew Bynum läutet eine neue Ära im Nordosten ein.

Howard ignorierte den Rat seiner Mutter und das Bitten der Fans

Mit Jason Richardson kommt ein hartgesottener Veteran hinzu, der den jungen Wilden in der Umkleide den Weg zeigen kann und die Tränen über die Verluste von Nikola Vucevic und Moe Harkless werden sich gewiss in Grenzen halten.

Auch Nuggets gewinnen

Die Nuggets verlieren zwar Arron Afflalo, der seine bisher beste Saison hinter sich hat, Al Harrington hat seinen Zenit jedoch schon vor Jahren überschritten.

Iguodala bringt aber sehnsüchtig herbeigesehnte Defensiv-Stärke zu dem Team, das vergangene Saison die meisten Punkte erzielte.

Und Orlando? Die haben zwar Draftpicks en Masse, es könnte den leidgeprüften Fans aber eine Bobcat-ähnliche Saison bevorstehen.

Es ist offiziell

Diesmal gab auch die NBA auch ihr OK zu dem Transfer - anders als letzten Sommer im umstrittenen Chris-Paul-Trade.

Damit hat ein gewisser Kobe Bryant hervorragende Aussichten auf einen weiteren Ring.

Nebenwirkungen unbekannt

Sicherlich hätte Lakers-GM Mitch Kupchak bevorzugt, Howard per Vertrags-Verlängerung länger als ein Jahr zu binden. Der launische Center will an seinem Plan festhalten, im Sommer ein Free Agent zu werden.

Der Haken an der Sache ist, dass der Kindskopf seine Meinungen wechselt wie Unterwäsche. Wenn er nun seinen ersten Titel holt, wäre eine Vertragsverlängerung plötzlich nicht mehr so unwahrscheinlich.

Unabhängig davon sind die sind die Los Angeles Lakers für mindestens ein Jahr das Team, über das der Weg zum Titel führt.

Martin Schauhuber

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