Ortner beendet seine Teamkarriere

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Im Idealfall warten auf Österreichs Herren-Nationalteam zehn Spiele in 32 Tagen – wenn diese so laufen, wie sich das Headcoach Werner Sallomon vorstellt, dann hat seine Truppe die Qualifikation für die EM-Endrunde 2015 in der Ukraine geschafft.

Der Weg dorthin ist lang und beschwerlich. Begonnen hat er Ende Mai mit einem ersten Sichtungscamp.

Fortgesetzt wurde er mit der Kaderreduzierung auf 16 Mann. „Das ist meine Mannschaft, an der gibt es nichts mehr zu rütteln. Mit ihr gehen wir in die Mission 20-15“, stellt Sallomon fest.

Gemütlich ist etwas anderes

Erreicht Österreich das Finale, stehen von 1. August bis 1. September zehn Spiele auf dem Programm. Die Spieler haben in 64 Tagen nur neun Tage frei – gemütlich ist etwas anderes.

Sallomon freut sich auf die Herausforderung. „Für Abwechslung ist gesorgt. Wir haben zwei Testspiele in Portugal, ein 4-Nationen-Turnier, einen Test in Ungarn. Dann die sechs Gruppenspiele und hoffentlich zwei Semifinal- und zwei Finalspiele. Da wird kein Lagerkoller aufkommen.“

Ortner hört auf

Auf Abruf stehen Tomislav Gaspar, Filip Krämer, Hannes Ochsenhofer und Jakob Pöltl bereit.

Auch Benjamin Ortner wird nicht dabei sein. Der Legionär von Montepaschi Siena hat nach einem langen Gespräch mit Sallomon seine Teamkarriere beendet.

Sallomon: „Natürlich ist das schade, weil Ben uns enorm helfen hätte können. Aber seine Entscheidung ist zu respektieren.“

Salt Lake City statt Steinbrunn

Auch Rasid Mahalbasic wird am 1. Juli, wenn das Nationalteam in Steinbrunn zusammenkommt, fehlen. Er träumt den Traum eines jeden Basketballers.

Der Polen-Legionär hofft, bei einem NBA-Team unterzukommen. Er wird in der NBA Summer League auf Einladung von Utah Jazz, Orlando Magic und Toronto Raptors auf Punktejagd gehen. Momentan trainiert er in Salt Lake City bei den Utah Jazz.

Sollte ihm tatsächlich der Sprung in die beste Liga der Welt gelingen, schreibt der 22-Jährige österreichische Sportgeschichte. Schafft er es nicht, wird Mahalbasic dem Nationalteam ab August in der EM-Quali zur Verfügung stehen.

Kein großer Nachteil

Dass Mahalbasic dem Nationalteam möglicherweise erst direkt zu den Spielen gegen die Schweiz, Luxemburg und Dänemark zur Verfügung stehen wird, sieht Werner Sallomon nicht als großen Nachteil:

„Er ist seit längerer Zeit ein fixer Bestandteil der Mannschaft, auch wenn er jetzt nicht mit ihr trainiert. Die Burschen kennen einander in- und auswendig, Rasid wird kein Fremdkörper sein – ganz im Gegenteil. Wir können uns glücklich schätzen, wenn er für Österreich spielen kann.“

 

Österreichs Kader für die EM-Qualifikation: Benedikt Danek (PG), Jason Detrick (SF), Maximilian Hopfgartner (PF), Thomas Klepeisz (PG/SG), Sebastian Koch (SF/PF), Davor Lamesic (PF/SF), Moritz Lanegger (PG), Anton Maresch (SG/PG), Enis Murati (SF/SG), Hermann Opoku (C), Kevin Payton (SF), Richard Poiger (SF/PF), Jozo Rados (C,PF), Thomas Schreiner (PG), Florian Trmal (SF), Romed Vieider (SF/SG), eventuell Rasid Mahalbasic (C).

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