Neuer Anlauf auf der "Mission 20-15"

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Auf Österreichs Basketball-Herren wartet eine "Woche der Wahrheit".

In der EM-Qualifikation 2015 - apostrophiert als "Mission 20-15" - stehen ab Sonntag drei Heimspiele in Serie auf dem Programm.

Zum Auftakt geht es gegen Luxemburg, am Mittwoch folgt der große Schlager gegen Deutschland.

Am 17. August ist mit Polen der mutmaßlich unmittelbare Konkurrent um ein Endrunden-Ticket zu Gast.

13 verbleibende Plätze

Alle Heimspiele finden im Multiversum Schwechat (jeweils 20.20 Uhr, live auf LAOLA1.tv) statt. Die Auswärtspartien der ÖBV-Auswahl steigen am 20., 24. und 27. August.

26 Nationen kämpfen um 13 Plätze, die für EuroBasket 2015 noch zu vergeben sind. Die Qualifikation wird in fünf Vierer- und zwei Dreiergruppen gespielt. Die sieben Pool-Sieger und die sechs besten Zweitplatzierten erreichen das Endturnier.

Österreich will erstmals seit 1977 wieder dabei sein.

Zwei Siege in drei Spielen als Ziel

Dass die Aufgabe nicht leicht wird, wissen sowohl Teamchef Werner Sallomon als auch ÖBV-Präsident Karl Thaller.

"Wir müssen versuchen, uns in den drei Heimspielen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen", sagte der Coach am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die Heimspielserie könne sich zum Vorteil entwickeln. "Zwei Siege aus den ersten drei Spielen wären eine tolle Bilanz", so Sallomon.

Thaller: "Es ist an der Zeit"

Thaller sieht es "an der Zeit", sich wieder für eine Endrunde zu qualifizieren.

Die Vorbereitung sei konzentriert und gut verlaufen, das Team dürfe daher optimistisch in die Qualifikation gehen.

"Eine erfolgreiches Nationalteam ist wichtig, um Basketball zu pushen", meinte der Präsident.

Deutschland mit, Polen ohne NBA-Spieler

Gruppenfavorit Deutschland hat nicht nur NBA-Profi Dennis Schröder (Atlanta Hawks), sondern mit Robin Benzing, Heiko Schaffartzik und Lucca Staiger (alle Bayern München) auch drei amtierende Meister im Kader.

Neben Superstar Dirk Nowitzki werden auch Per Günther und Tibor Pleiß nicht dabei sein. Letzterer steht vor einem Wechsel zum FC Barcelona und fällt aus Versicherungsgründen aus.

Dass Polen ohne seine Twin-Towers Marcin Gortat (Washington Wizards) und Maciej Lampe (FC Barcelona) auskommen muss, könnte ein Vorteil für das ÖBV-Team sein.

Viele Ausfälle

Doch auch Österreich muss einige Spieler vorgeben. Neben Italien-Legionär Benjamin Ortner und einigen anderen Routiniers, die schon vor Jahren ihren Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt haben, fehlen diesmal u.a. Davor Lamesic, Richard Poiger und Jakob Pöltl.

Vor allem den 18-jährigen Jungstar Pöltl hätte Sallomon gerne dabei gehabt, der 2,13 m große Wiener hat allerdings Verpflichtungen auf seiner Neo-Uni Utah.

"Die Mannschaft ist international nicht sehr erfahren. Unser großes Manko sehe ich aber eher in der Physis. Da fehlt uns im Vergleich zu Deutschland und Polen einfach die Breite", so der Coach.

Längerfristig denkend sieht Sallomon einen Vorteil: "Dieses Team kann noch längere Zeit zusammenbleiben und wachsen."

Luxemburg wird ernst genommen

"Wir werden das Herz aufs Parkett legen", versprachen Sallomon und Teamkapitän Thomas Schreiner für die anstehenden Quali-Spiele.

Im 20. Aufeinandertreffen mit Luxemburg (bisher 16 rot-weiß-rote Erfolge) zum Auftakt geht es für Österreich um nichts anderes als um einen Muss-Sieg.

Das Großherzogtum tritt mit einem ähnlichen Kader wie im letzten Jahr an, verstärkt um ihren wahrscheinlich besten Spieler Tom Schumacher.

Sallomon: "Wir werden den Gegner sicher nicht unterschätzen. Dazu haben wir auch keinen Grund. Wir werden am Sonntag voll da sein."

Der leicht angeschlagene Schreiner könnte in der ersten Partie geschont werden.

Einige Jubiläen

Momo Lanegger wird vor der Luxemburg-Partie für sein 50. Länderspiel geehrt. Topscorer Rasid Mahalbasic trägt gegen das Team aus dem Großherzogtum zum 25. Mal in der EM-Qualifikation den Dress der ÖBV-Herren.

Jubiläen stehen auch bei den weiteren Begegnungen im Multiversum an: Gegen Deutschland geht es zum 25. Mal (Bilanz aus ÖBV-Sicht 10:14), gegen Polen zum zehnten Mal (2:7) in der heimischen Länderspielgeschichte.

Ersatz-Ausrichter noch offen

Wo die Endrunde 2015 stattfinden wird, steht wegen der Ukraine-Krise noch nicht fest. Die Entscheidung darüber soll im September fallen.

Mit Deutschland, Finnland, Frankreich, Israel, Kroatien, Lettland, Polen und der Türkei gibt es acht Bewerber. Die Vorrunden-Gruppen könnten auf mehrere Länder aufgeteilt werden.

Bereits qualifiziert sind Titelverteidiger Frankreich, Vize-Europameister Litauen, weiters Spanien, Kroatien, Slowenien, die Ukraine, Serbien, Finnland, Griechenland und die Türkei, die alle auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft (30. August bis 14. September in Spanien) an den Start gehen.

Dazu kommt Estland, das sich im vergangenen Sommer in der ersten Qualifikationsphase das Ticket gesichert hat.

Nr.

Spieler

Verein

Pos.

Geb.

Größe

5

Thomas Schreiner

BC River Andorra/ESP

G

1987

1,96

8

Enis Murati

Swans Gmunden

G/F

1988

1,94

14

Jozo Rados

yourgoody Dukes Klosterneuburg

C

1993

2,05

15

David Hasenburger

magnofit Güssing Knights

F/C

1990

2,06

20

Romed Vieider

WBC Raiffeisen Wels

G/F

1991

1,94

24

Rasid Mahalbasic

zuletzt CEZ Nymburk/CZE

C

1990

2,11

25

Jesse Seilern

yourgoody dukes Klosterneuburg

G/F

1990

1,91

34

Moritz Lanegger

yourgoody dukes Klosterneuburg

PG

1990

1,90

35

Sebastian Koch

magnofit Güssing Knights

F

1988

2,02

41

Maximilian Hopfgartner

John Brown Uni/NAIA

PF

1992

2,06

42

Thomas Klepeisz

magnofit Güssing Knights

PG

1991

1,88

43

Anton Maresch

zuletzt Ford Burgos/ESP-2

SG

1991

1,91

Coach

Werner Sallomon

Ass.

Christopher O\'Shea

Nr.

Spieler

Verein

Pos.

Geb.

Größe

4

Tom Schumacher

T71 Dudelange

G

1987

1,89

5

Pitt Koster

AS Soleuvre

G

1989

1,82

6

Raul Birenbaum

AB Contern

G

1989

1,82

8

Christopher Jones

AB Contern

G

1990

1,86

10

Patrick Arbaut

BBC Sparta Bertrange

G

1987

1,86

11

Bob Melcher

Amicale Steinsel

G

1994

1,90

12

Alexandre Rodenbourg

Basket Esch

C

1991

2,01

22

Jean Cox

Musel Pikes

F

1990

199

23

Jairo Delgado Ferreira

Etzella Ettelbruck

G/F

1985

1,93

24

Thomas Grün

SLUC Nancy/FRA

G/F

1995

1,98

30

Dominique Benseghir

AS Soleuvre

G

1985

1,83

31

Alex Laurent

Amicale Steinsel

F

1993

1,98

Coach

Franck Meriguet

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