ÖBV-Team will historische Chance nutzen

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Österreichs Basketball-Nationalteam der Herren möchte diesen Sommer Geschichte schreiben:

Das ÖBV-Team hat die Chance, sich direkt für die Europameisterschaft 2015 in der Ukraine zu qualifizieren. Es wäre die erste EM-Teilnahme für Rot-Weiß-Rot seit 1977.

"Unser Ziel kann nur sein, sich zu qualifizieren", sprach Teamkapitän und Spanien-Legionär Thomas Schreiner am Montag im Grand Hotel Wien Klartext.

Start im Multiversum

An der ersten Qualifikationsphase, die am 1. August mit dem Heimspiel gegen Luxemburg im Multiversum Schwechat beginnt, sind nur jene Nationen teilnahmeberechtigt, die den Sprung zur EM-Endrunde 2013 in Slowenien (4. bis 22. September) verpasst haben.

Damit ist es auch kleinen Basketball-Ländern wie Österreich möglich, an den Kontinentaltitelkämpfen in zwei Jahren teilzunehmen.

Eine historische Chance

"Wir haben die historische Chance, uns seit Jahrzehnten wieder für eine EM zu qualifizieren", betonte Verbandspräsident Karl Thaller, der überzeugt ist, dass Head Coach Werner Sallomon und seine Burschen diese "bestmöglich nutzen werden". Österreichs weitere Gegner neben den Luxemburgern sind zunächst die Dänen und Schweizer.

Der Sieger dieser Gruppe C steigt ins Semifinale auf und wahrt die Chance aufs EM-Ticket, das der Endspielsieger (jeweils Hin- und Rückspiel) löst.

Intensive Vorbereitung

"Wir wollen natürlich die drei Gruppenspiele, das Semifinale und das Finale gewinnen", erklärte Neo-Teamchef Sallomon. Gleichzeitig schränkte er jedoch ein:

"Wir zählen nicht zu den Topnationen im Basketball. Doch wir setzen alles daran, die Qualifikation positiv zu beenden." Damit dies gelingt, wird der gesamte Juli intensiv zur Vorbereitung genutzt.

Nach Trainingswochen in Steinbrunn und Klosterneuburg sowie einem Kurztrip nach Portugal steht von 19. bis 21. Juli in Oberwart ein 4-Nationen-Turnier mit Estland, Ungarn und Bulgarien auf dem Programm. In der letzten Vorbereitungswoche dienen dann die Ungarn sowie eventuell auch noch die Montenegriner als Sparringpartner.

Fragezeichen hinter Mahalbasic

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von ÖBV-Star Rasid Mahalbasic. Der 22-jährige gebürtige Slowene wurde von drei Teams zum Probetraining bzw. in die "NBA Summer League" eingeladen.

Nach einem ersten Trainingscamp bei Utah Jazz steht der 2,11 m große Center nun bei Orlando Magic (7. bis 12. Juli) und anschließend in Las Vegas bei den Toronto Raptors (bis 22. Juli) auf dem Prüfstand.

"Wenn er den Sprung in die NBA schafft, dann kann man nur den Hut vor ihm ziehen", meinte Thaller.

Die entsprechende Physis fehlt

Wie Sallomon glaubt aber auch der ÖBV-Boss, dass es ihm noch an der entsprechenden Physis fehle, den Sprung in die National Basketball Association (NBA) schon jetzt zu schaffen. Seine Teamkollegen drücken Mahalbasic jedenfalls die Daumen, auch wenn sie dann in der EM-Quali ohne ihn auskommen müssten.

"Das wäre eine riesige Chance für Österreichs Basketball und vielleicht sogar wichtiger, ob wir zur EM kommen oder nicht", gab etwa Schreiner zu Protokoll.

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