Korb für die NBA! Pöltl bleibt weiteres Jahr am College

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Jakob Pöltl hat eine Entscheidung gefällt.

Österreichs heißester Basketball-Export meldet sich nicht für den NBA-Draft 2015 an, sondern bleibt ein weiteres Jahr an der University of Utah, wo er bei den Utes in der ersten Saison groß auftrumpfte und gleich mehrere Auszeichnungen einheimste.

"Ich fühle mich an der University of Utah wirklich sehr wohl", begründet der aufstrebende 2,13 Meter große Center.

„Ich habe tolle Teamkollegen und Coaches und generell gefällt mir das Collegeleben sehr gut. Ich denke, dass mir ein weiteres Jahr am College in meiner Entwicklung helfen wird und ich freue mich bereits auf die nächste Saison", wird der 19-jährige Wiener zitiert.

Großer Coup kommt noch zu früh

Der bei den Vienna D.C. Timberwolves ausgebildete und im April 2014 von den Traiskirchen Lions in den Mormonenstaat gewechselte Hoffnungsträger ließ sich von den gezeigten Leistungen nicht blenden und entschied sich für ein weiteres Bestätigungsjahr in der NCAA.

"Jakob hatte ein sehr solides Jahr und hat riesige Fortschritte gemacht, aber ich habe keine Zweifel daran, dass sein bestes Basketball noch vor ihm liegt" lobt Head Coach Larry Krystkowiak, der sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem ÖBV-Legionär freut.

"Er ist ehrgeizig, intelligent und ein Elitesportler. Ich freue mich, dass er Vertrauen in unser Programm hat und wir unsere Arbeit gemeinsam fortsetzen können. Ich werde ihm mit Sicherheit dabei helfen, dass er sein Potenzial entfalten kann und seine Ziele erreicht."

Pöltl war nicht nur im Semifinale um den Kareem Abdul-Jabbar Award, der dem besten US-College-Center verliehen wird.

Bauchentscheidung gegen die NBA

Der Youngster wurde auch in das "All-Freshman Team" der PAC12 Conference gewählt und versenkte 68 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, der viertbeste Wert überhaupt.

Zudem darf sich Pöltl als drittbester Shotblocker der Liga bezeichnen. An seiner Uni setzte er mit diesen Werten neue Bestmarken.

Das große Ziel der NBA vor Augen fiel Pöltl die Entscheidung keinesfalls leicht. Im Endeffekt sprachen jedoch mehr Gründe dagegen.

"Während des Entscheidungsprozesses habe ich mit vielen Leuten gesprochen, allen voran mit meiner Familie und meinen Coaches. Beide Varianten hatten ihre Vor- und Nachteile, aber am Ende war es doch eine Bauchentscheidung. Ich möchte in der nächsten Saison noch am College Erfahrung sammeln. Ich denke, dass ich mein Spiel noch weiter verbessern kann, bevor ich mich der Herausforderung stelle, in der NBA zu spielen."

Experten prophezeien große Zukunft

Dabei stellten ihm Experten eine gute Position im NBA-Draft in Aussicht und lobten den Newcomer über den grünen Klee.

Pöltl ließ sich bei seiner Entscheidungsfindung jedoch nicht von der glitzernden Glamourwelt der großen Basketball-Association beirren.

"Besonders gut gefallen hat mir, dass Jakob unmittelbar nachdem er uns von seiner Entscheidung in Kenntnis gesetzt hat, über die Ziele der neuen Mannschaft für die nächste Saison gesprochen hat", so Head Coach Krystkowiak. "Er hat verdammt schnell vom „ich“ zum „wir“ gewechselt und genau das entspricht unserer Kultur."

Ein Mann, ein Wort. Der Traum von der NBA ist zwar aufgeschoben, aber noch längst nicht ausgeträumt.

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