Frankreich als Favorit in die EM

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Parkers Franzosen mit Heimvorteil in die EM

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Titelverteidiger Frankreich geht mit Heimvorteil und als der großer Gejagte in die Basketball-Europameisterschaft (EuroBasket) 2015, die am Samstag beginnt.

Die Vorrunde mit 24 Teilnehmern findet erstmals in vier Ländern statt. Austragungsstädte sind Berlin, Montpellier, Riga und Zagreb. Die besten 16 Nationen erreichen die K.o.-Runde ab 12. September in Lille.

Serbien und Spanien in einer Gruppe

Frankreich ist nicht nur wegen der Spielorte vor eigenem Publikum wieder der große Favorit auf den Titel. Als wichtigste Herausforderer des WM-Dritten 2014 werden Vize-Weltmeister Serbien und Spanien (Europameister 2009 und 2011, EM-Dritter 2013) gehandelt, die bereits in der ersten Turnierphase aufeinanderprallen.

Beide Nationen spielen in der wohl heißesten Vorrundengruppe B, treffen sie in Berlin doch auch auf Gastgeber Deutschland (Gegner Österreichs in der EM-Qualifikation), Italien und die Türkei.

Island ist der krasse Außenseiter in diesem Pool. Nur die jeweils vier besten Teams kommen weiter. Für Frankreich sollten Russland, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Israel und Polen (ein weiterer EM-Qualifikationsgegner der ÖBV-Auswahl) in der Gruppe A keine Stolpersteine darstellen.

Frankreich mit sechs NBA-Stars

Auf einen absoluten Spitzenplatz ist bei der diesjährigen Endrunde auch Kroatien aus. Der EM-Vierte von 2013 genießt in der Gruppe C ebenfalls Heimvorteil und bekommt es in Zagreb mit Slowenien, Griechenland, Mazedonien, Georgien und dem Team der Niederlande zu tun.

Die Gruppe D in Riga mit Lettland, Vize-Europameister Litauen, Estland, der Ukraine (Überraschungs-Sechster der EM 2013), Belgien und Tschechien rundet das Teilnehmerfeld ab.

EuroBasket 2015 verspricht trotz der Absagen prominenter NBA-Spieler wie Marc Gasol (Spanien), Goran Dragic (Slowenien), Donatas Motiejunas (Litauen), Ömer Asik (Türkei) oder Timofej Mozgow (der Russe stand mit Cleveland im Finale 2015 gegen Golden State) aus persönlichen wie verletzungsbedingten Gründen auch wieder ein Schaulaufen der Stars aus der nordamerikanischen Profiliga zu werden.

Viele Teams haben NBA-Akteure in ihren Reihen. Bei Frankreich sind es sogar sechs an der Zahl: Nicolas Batum, Boris Diaw, Evan Fournier, Rudy Gobert, Joffrey Lauvergne und nicht zuletzt Tony Parker. Der vierfache NBA-Champion und MVP der EM 2013 sprach sogar vom "stärksten französischen Team der Geschichte". Mit Nando De Colo hat ein weiterer Spieler Basketball-Erfahrung in Nordamerika.

Deutschland mit Altmeister und Jung-Star

Im Aufgebot Spaniens stehen Pau Gasol und der eingebürgerte Nikola Mirotic, dazu die ehemaligen NBA-Profis Rudy Fernandez und Sergio Rodriguez. Deutschland tritt erstmals bei einem Turnier mit Routinier Dirk Nowitzki und Jungstar Dennis Schröder an.

Bei Mitfavorit Serbien, wo Coach Sasha Djordjevic "nur mit Gold" zufrieden wäre, gibt der ehemalige Traiskirchen-Legionär Nemanja Bjelica kommende Saison sein Debüt in der nordamerikanischen Profiliga, in der Kroatiens Bojan Bogdanovic bereits tätig ist.

Weitere NBA-Spieler bei der EM sind Andrea Bargnani, Marco Belinelli und Danilo Gallinari (alle Italien), Jonas Valanciunas (Litauen), Zaza Pachulia (Georgien), der künftig an Nowitzkis Seite in Dallas spielt, Giannis Antetokounmpo (Griechenland), Marcin Gortat (Polen), Omri Casspi (Israel) sowie Ersan Ilyasova und Furkan Aldemir (beide Türkei).

Olympia-Tickets zu vergeben

Beim anstehenden Turnier geht es nicht nur um kontinentale Medaillen, sondern auch um Olympia 2016. Die Finalisten haben die Tickets nach Rio fix in der Tasche. Für die Teams auf den Plätzen drei bis sieben gibt es im Juli kommenden Jahres eine zweite Chance.

2017 will auch Österreich erstmals seit 1977 wieder bei einer Europameisterschaft dabei sein. Die Qualifikation für die Endrunde in zwei Jahren findet vom 1. bis 17. September 2016 statt.

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