Aufmacherbild

Deutschland gegen Parker-Show machtlos

Spanien lässt bei der Basketball-EM in Litauen weiter nichts anbrennen.

Die Iberer fuhren am Freitag im dritten Spiel den dritten Sieg ein und bezwangen Großbritannien mit 86:69 (38:32).

Marc Gasol war mit 18 Punkten und elf Rebounds bester Akteur und trug auch acht Zähler zum vorentscheidenden 10:0-Run auf 52:36 im dritten Viertel bei.

Topscorer war einmal mehr Pau Gasol (21). Luol Deng führte die Briten, die weiterhin auf ihren ersten Erfolg warten, mit 17 Zählern an.

Mit Litauen und der Türkei warten allerdings die beiden stärksten Gegner in der Vorrundengruppe A noch auf den Titelverteidiger.

Litauen schlägt die Türkei

Im direkten Duell dieser Teams setzte sich der Gastgeber mit 78:65 (32:35) durch.

In einem völlig ausgeglichenen Spiel schien Emir Preldzic durch ein gezogenenes unsportliches Foul das Momentum auf die Seite der Türkei gezogen zu haben.

Doch der Fenerbahce-Star traf 1:18 Minuten vor Schluss beim Stand von 67:69 nur einen Freiwurf und vergab danach einen Korbleger-Versuch.

Songaila erhöhte mit zwei Freiwürfen auf 71:68 und Preldzic beging den entscheidenden Ballverlust.

Songaila (12), Simas Jasaitis, Rimantas Kaukenas (je 11) bzw. Ersan Ilyasova (20) und Ömer Asik (11, 13 Rebounds) waren Topscorer.

Polen schreibt an

In einem Spiel zweier bislang siegloser Teams setzte sich Polen gegen Portugal mit 81:73 (29:36) durch.

Die Polen schafften mit einem 13:0-Run über die ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte den Umschwung.

69 Sekunden vor Ende schlossen die Portugiesen auf 71:73 auf, doch die Polen konterten mit fünf Freiwürfen in Serie.

Lukasz Koszarek (18), Dardan Berisha (16) bzw. Antonio Tavares und Jose Costa (je 13) waren Topscorer.

Erster Sieg für Italien

In Gruppe B erhielt Italien mit einem umkämpften ersten Sieg seine Chance auf den Aufstieg am Leben. Lettland forderte die Azzurri voll, musste mit einem 62:71 (33:31) aber die dritte Niederlage hinnehmen.

Andrea Bargnani war unter dem Korb nicht zu halten und erzielte 36 Punkte. Die Vorentscheidung fiel zu Beginn des vierten Viertels, als sich Italien mit zwei Dreiern in Folge auf acht Zähler absetzen konnte und die Führung nicht mehr aus der Hand gab.

Rihards Kuksiks führte Lettland mit 19 Zählern an.

Frankreich schlägt Deutschland deutlich

Im mit Spannung erwarteten Superstar-Duell Tony Parker gegen Dirk Nowitzki setzte sich Frankreich gegen Deutschland klar mit 76:65 (29:28) durch.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die sehr stark und physisch verteidigenden Franzosen bis auf 21 Zähler davon.

Parker spielte mit 32 Punkten groß auf, Nicolas Batum steuerte 14 bei. Nowitzki führte Deutschland mit 20 Zählern an.

Serben kämpft sich gegen Israel zurück

Wie Spanien ungeschlagen blieb Serbien durch ein 89:80 (35:41) gegen Israel, wobei die Serben im dritten Viertel um bis zu zehn Punkte zurück lagen und den Sieg durch ein 31:16 im Schlussviertel sicher stellten.

Zweieinhalb Minuten vor Schluss kamen die Israeli auf 76:77 heran, doch Nenan Krstic mit vier Punkten und Dreier von Dusko Savanovic und Marko Keselj brachten die Entscheidung.

Israel, weiter sieglos, machte dem Favoriten das Leben mit einer kleinen Aufstellung schwer, war aber auch am Rebound klar unterlegen (27:44).

Beste Werfer waren Savanovic (24), Krstic (18) bzw. Yotam Halperin (18).

 

EM-Vorrunde, 3. Tag, Freitag:


Gruppe A:

Spanien - Großbritannien 86:69 (38:32)

P. Gasol 21, M. Gasol 18 bzw. Deng 17, Clark 14

Polen - Portugal 81:73 (29:36)

Koszarek 18, Berisha 16 bzw. Tavares, Costa je 13

Litauen - Türkei 75:68 (32:35)

Songaila 12, Kaukenas, Jasaitis je 11 bzw. Ilyasova 20, Asik 11

 

Gruppe B:

Serbien - Israel 89:80 (35:41)

Savanovic 24, Krstic 18 bzw. Halperin 18, Nissim, Blu je 16

Italien - Lettland 71:62 (31:33)

Bargnani 36, Belinelli 11 bzw. Kuksiks 19, Selakovs 10

Frankreich - Deutschland 76:65 (29:28)

Parker 32, Batum 14 bzw. Nowitzki 20, Schaffartzik 12

 

Gruppen C und D: spielfrei

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»