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Mazedonien siegt im Thriller gegen Kroatien

Gegenüber dem knappen Auftakterfolg gegen Polen stark verbessert zeigte sich Titelverteidiger Spanien bei seinem zweiten Auftritt bei der Basketball-EM in Litauen am Donnerstag.

Gegen die in der Vorrundengruppe A weiter sieglosen Portugiesen lag der Topfavorit nach dem dritten Viertel bereits mit 25 Punkten voran, ehe er im Schlussabschnitt die Zügel schleifen ließ und mit 87:73 (53:36) triumphierte.

Wie schon am Vortag wurde Spanien von Pau Gasol (20 Zähler, 8/9 aus dem Feld in 19 Minuten) und Juan Carlos Navarro (17) angeführt.

Türkei überzeugt im Kollektiv

Im Topspiel des zweiten Tages der Gruppe A setzte sich die Türkei deutlich gegen Großbritannien durch.

Auch 22 Punkte und 8 Rebounds von Luol Deng konnten die Niederlage nicht verhindern, zu sehr war der Chicago-Bulls-Star auf sich alleine gestellt.

Bei den Basketballern vom Bosporus punkteten hingegen alle Kaderspieler, vier davon zweistellig. Bester Scorer war Emir Preldzic, mit 15 Punkten, 6 Assists und 4 Rebounds.

Litauen zündet Offensiv-Feuerwerk

Nach Spanien und Türkei gewinnt auch Gastgeber Litauen sein zweites Gruppen-Spiel.

Im Nachbarschafts-Duell mit Polen, das die Balten mit 97:77 für sich entscheiden, ist Offensive Trumpf.

Mantas Kalnietis (19 Punkte) und Darius Songaila (14) sind die besten Werfer der Letten, Thomas Kelati (16) führt die Punkte-Statistik der Polen an.

Serbien mit Traumstart

Etwas härter zu kämpfen hatte Serbien beim 92:77 (38:33) in Gruppe B gegen Lettland.

Trotz eines 2:19-Rückstands nach sieben Minuten steckten die Balten nicht auf und konnten kurz vor der Halbzeit auf 29:29 ausgleichen.

Mit 32 Punkten im dritten Viertel ließ Serbien aber keinen Zweifel über den Sieger aufkommen. Lettlands Hoffnungen auf den dritten Platz und damit den Aufstieg in die Zwischenrunde sind nach der zweiten Niederlage gesunken.

Nenad Krstic (23) und Dusko Savanovic (19) bzw. Rolands Freimanis (19) waren Topscorer.

Parker weiter überragend

Frankreich feierte im zweiten Spiel den zweiten Sieg und konnte sich wieder einmal in erster Linie bei Tony Parker bedanken.

Beim 85:68-Erfolg gegen Israel zeichnet sich der Guard der San Antonio Spurs für 21 Punkte und 9 Assists verantwortlich.

Vor allem Israels Defensive ließ angesichts einer Wurfquote von 57 % (8 von 14) jenseits der 3-Punkte-Linie bzw. 59% (22 von 39) innerhalb davon stark zu wünschen übrig.

Zumindest als Scorer konnten Yotam Halperin, Lior Eliyahu (je 15) und David Blu (14) überzeugen.

Deutschland hält sich schadlos

Auch in Gruppe B gibt es nach zwei Spieltagen noch drei Mannschaften mit blütenweißer Weste. Verantwortlich dafür zeichnet sich Deutschland, das am Abend mit 76:62 gegen Italien gewinnt.

Trennen die beiden Mannschaften nach drei Vierteln nur einen Punkt (46:45 für Deutschland), macht das Team um Dirk Nowitzki im Schlussviertel (30:17) alles klar.

Neben dem NBA-Final-MVP (21 Punkte, 12 Rebounds) erzielt auch Chris Kaman ein Double-Double, bei dem er neben seinen 17 Punkten auch nicht weniger als 17 Rebounds von den Brettern klaubt.

17 Punkte erzielt auch Danilo Galinari. Der Denver-Nuggets-Legionär ist damit bester Werfer der Italiener.

Bosnien überrascht Montenegro

Spannung in die Gruppe C brachte Bosnien/Herzegowina mit einem etwas überraschenden 94:86 (48:41)-Erfolg gegen Montenegro. Beide Teams halten nun bei einer 1:1-Bilanz.

Die Bosnier fanden mit 15 getroffenen Dreiern bei 33 Versuchen ihr Erfolgsrezept. Mirza Teletovic war mit 23 Punkten bester Werfer.

Griechenland gibt sich keine Blöße

Nicht viel zu holen gab es indessen für Finnland gegen die favorisierten Griechen. In allen vier Vierteln behielt der Europameister von 2005 die Überhand und gewann letztendlich klar 81:61.

Olympiakos-Center Ioannis Bourousis erreichte mit 19 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double. Auch Nikolaos Zisis scorte zweistellig (14).

Auf der Gegenseite war Petteri Koponen, Guard von Virtus Bologna, mit 21 Punkten bester Werfer, Gerald Lee erzielte 13 Punkte.

Mazedonien siegt im Thriller

37:49 lag Mazedonien gegen Kroatien im dritten Viertel schon zurück, ehe sich die Südeuropäer wieder herankämpften und schlußendlich mit 78:76 das bessere Ende für sich hatten.

Dabei war das Abschluss-Viertel nichts für schwache Nerven. Zehn Sekunden vor Schluss traf Vlado Ilievski, der insgesamt 18 Punkte beisteuerte, zum Endstand, Bojan Bogdanovic verpasst den Dreipunkter mit der Schluss-Sirene.

Beste Scorer sind Bo McCalebb mit 19 Punkten für Mazedonien, bzw. Dontaye Draper mit 13 Punkten für die Kroaten.

Bulgarien gewinnt Krimi

In Gruppe D feierte Bulgarien mit einem 68:65 (32:33) gegen Belgien seinen ersten Erfolg.

Dejan Ivanov, der seine ersten neun Würfe vergeben hatte, wurde mit drei Zählern in den letzten 63 Sekunden zum Matchwinner, während die Belgier in den letzten zweieinhalb Minuten punktlos blieben und die zweite Niederlage einfuhren.

Russland müht sich ab

Im politisch brisanten Duell der Auftaktsieger setzte sich Russland gegen Georgien knapp 65:58 durch.

Die von beinharter Defensive geprägten Partie verkam zum Showdown der beiden Forwards Manuchar Markoishvili und Andrei Kirilenko.

Zwar scorte der Georgier einen Punkt mehr (21), in den entscheidenden Phasen war der Spieler der Utah Jazz jedoch da und sicherte so den Sieg für sein Team.

Auch Slowenien tut sich schwer

Die favorisierten Slowenen liegen zur Halbzeit gegen die Ukraine schon mit 41:20 vorne, ehe es im Schluss-Viertel noch spannend wird. Am Ende steht ein 68:64-Sieg.

Ein Grund für das große Comeback der Ukrainer ist die hohe Turnover-Quote der Slowenen (9) im letzten Spielabschnitt.

Mirza Begic ist mit 14 Punkten und 7 Rebounds Spieler des Spiels, Stiven Bertt, bester Scorer der Ukrainer, steht ihm mit 14 Punkten und 5 Assists nict viel nach.

 

EM-Vorrunde, 2. Tag, Donnerstag:


Gruppe A:

Spanien - Portugal 87:73 (53:36)

P. Gasol 20, Navarro 17 bzw. Tavares 17, Miranda 13

Großbritannien - Türkei 61:90 (26:44)

Deng 22, Johnson 10 bzw. Preldzic 15, Onan 14

Litauen - Polen 97:77 (53:38)

Kalnietis 19, Songaila 14 bzw. Kelati 16, S. Szewczyk, Berisha je 10

 

Gruppe B:

Serbien - Lettland 92:77 (38:33)

Krstic 23, Savanovic 19 bzw. Freimanis 19, Kuksiks 16

Frankreich - Israel 85:68 (42:35)

Parker 21, Gelabale 13 bzw. Eliyahu, Halperin je 15

Italien - Deutschland 62:76 (30:36)

Galinari 17, Belinelli 15 bzw. Nowitzki 21, Kaman 17

 

Gruppe C:

Bosnien-Herzegowina - Montenegro 94:86 (48:41)

Teletovic 23, Dedovic 19 bzw. Pekovic, Cook je 16

Griechenland - Finnland 81:61 (41:32)

Bourousis 19, Zisis 14 bzw. Koponen 21, Lee 13

Mazedonien - Kroatien 78:76 (37:41)

McCalebb 19, Ilievski 18 bzw. Draper 13, Markota 12

 

Gruppe D:

Bulgarien - Belgien 68:65 (32:33)

Rowland 22, Videnov 17 bzw. Van Rossom 17, Beghin 13

Russland - Georgien 65:58 (40:27)

Kirilenko 20, Monya 12 bzw. Markoishvili 21, Pachulia 11

Slowenien - Ukraine 68:64 (41:20)

Begic 14, Lorbek 12 bzw. Bertt 14, Fesenko 11

 

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