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Spanien und Mazedonien im EM-Halbfinale

Spanien ist am Mittwochabend erwartungsgemäß als erstes Team ins Semifinale der 37. Basketball-Europameisterschaft in Litauen eingezogen.

Der Titelverteidiger bezwang Slowenien vor 11.000 Zuschauern in der neu erbauten Kaunas Arena 86:64 (35:31).

Feuerwerk im dritten Viertel

Für den amtierenden Europameister war der Ausrichter der EM 2013 zunächst mehr Gradmesser als man nach dem bisherigen Turnierverlauf erwarten durfte.

So lag Spanien erst eineinhalb Minuten vor der Pause erstmals überhaupt voran (29:28). Damit sollte es jedoch um Slowenien geschehen sein.

Der Champion zog bis Mitte des dritten Viertels auf 54:33 davon und brannte in dem Abschnitt u.a. mit sieben verwandelten Dreipunktern ein wahres "Feuerwerk" ab. Der Vorsprung wuchs sogar bis auf 68:40 (30.) an.

Erinnerungen an 2009

Vom Resultat her ließ Spanien beim Erstauftritt in Kaunas damit Erinnerungen an 2009 wach werden.

Damals in Polen hatte der spätere Europameister seine drei Spiele in der K.o.-Phase mit durchschnittlich 20 Punkten Differenz für sich entschieden.

Zum Erfolg am Mittwoch steuerte Juan Carlos "La Bomba" Navarro 26 Punkte bei - allein 17 im dritten Abschnitt.

Pau Gasol trug sich mit 19 Zählern und 16 Rebounds in die Statistik ein. Erfolgreichster Werfer der Slowenen war Goran Dragic (14).

Mazedonien schockt Litauen

Nach Spanien setzte sich im zweiten Spiel des Tages mit Mazedonien jedoch der Außenseiter durch.

Die Turnier-Überraschung bezwang die Auswahl der Gastgeber zum Entsetzen der Mehrheit der 15.000 Zuschauer in der Kaunas Arena 67:65 (30:34).

Mazedonier bleiben cool

Die EM hat damit ihre ganz große Sensation, die ein Basketball-verrücktes Land trauern lässt. Das erste Bewerbspiel der Litauer in der neuen, für die EM erbauten Halle wurde zum Desaster.

Denn die Mazedonier ließen sich von Anfang an weder von der gewaltigen Kulisse noch vom ohrenbetäubenden Lärm der gelb-grün-roten Fans beeindrucken. So blieb die Partie trotz zumeist leichter Vorteile für Litauen bis in die Schlussphase völlig offen.

Ilievski und McCalebb als Matchwinner

Der "Wahnsinn" am Ende: 11,3 Sekunden vor Ablauf der 40 Minuten sorgte Vlado Ilievski aus der Distanz mit dem 66:65 für die erst zweite Führung Mazedoniens - nach dem 42:41 (25.) - im Spiel überhaupt.

Und dann blieb der Guard 0,5 Sekunden vor der Sirene auch an der Linie cool. Er verwandelte den ersten Freiwurf und setzte den zweiten absichtlich an den Ring. Aus und vorbei für Litauen.

Nicht jedoch für die Mazedonier, die nun am Freitag gegen den Titelverteidiger sogar um den Einzug ins Finale spielen.

Um und Auf des Überraschungsteams war einmal mehr der eingebürgerte US-Amerikaner Bo McCalebb mit 23 Punkten. Vojdan Stojanovski traf fünfmal bei ebenso vielen Versuchen von der Distanz - macht 15 Zähler. Litauen hatte in Center Robertas Javtokas (13) den besten Scorer.

In den Donnerstag-Duellen Frankreich - Griechenland (17.00 Uhr) und Russland - Serbien (20.00 Uhr) werden die beiden weiteren Semifinalisten ermittelt.

Viertelfinale, Mittwoch:

Spanien - Slowenien 86:64 (35:31)

Navarro 26, P. Gasol 19 (16 Reb) bzw. G. Dragic 14, Begic 10

Mazedonien - Litauen 67:65 (30:34)

McCalebb 23, V. Stojanovski 15 bzw. Javtokas 13, Songaila 12

Spieltermine:

Donnerstag:

Slowenien - Litauen 14.30 Uhr

Viertelfinale 3: Frankreich - Griechenland 17 Uhr

Viertelfinale 4: Russland - Serbien 20 Uhr

Freitag:

Verlierer VF3 - Verlierer VF4 14 Uhr

Halbfinale 1: Spanien - Mazedonien 16.30 Uhr

Halbfinale 2: Sieger VF3 - Sieger VF4 20 Uhr

Samstag:

Spiel um Platz 7, 17 Uhr

Spiel um Platz 5, 20 Uhr

Sonntag:

Spiel um Platz 3, 16.30 Uhr

Finale, 20 Uhr

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