USA auch ohne James und Bryant der große Favorit

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Trotz des Fehlens der ganz großen Stars aus der NBA wie LeBron James oder Kevin Durant geht Titelverteidiger USA als Favorit in die am Samstag beginnende Weltmeisterschaft in Spanien.

Auch auf andere bekannte Namen wie Tony Parker, Manu Ginobili oder Dirk Nowitzki müssen die Fans verzichten. Mit einer Armada an Topspielern tritt dafür der Gastgeber an.

Olympiasieger 2008, Weltmeister 2010, Olympiasieger 2012 - die USA waren zuletzt im internationalen Basketball wieder das Maß aller Dinge, nachdem sie in den Nullerjahren einige empfindliche Niederlagen einstecken hatten müssen.

USA klarer Favorit

2002 blieben die US-Amerikaner bei der Heim-WM mit Platz sechs ohne Medaille, bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewannen sie das bisher einzige Mal seit 1992 nicht Olympia-Gold, bei der WM 2006 blieb erneut nur die Bronzemedaille.

Seit dem olympischen Turnier 2008 in Peking gilt das "Team USA" aber als rehabilitiert.

Die Favoritenrolle ist der Auswahl von Trainer Mike Krzyzewski auch bei der diesjährigen WM sicher, die zum zweiten Mal nach 1986 wieder in Spanien stattfindet.

"Die schwierigste Kaderzusammenstellung"

Daran ändert auch die Abwesenheit von James, Durant, Kobe Bryant und Carmelo Anthony nichts.

Auch andere Star-Kandidaten wie Blake Griffin, LaMarcus Aldridge, Kevin Love, Dwyane Wade oder Chris Bosh sagten aus diversen Gründen ab bzw. wurden erst gar nicht gefragt.

"Seit wir 2005 das Nationalteam-Programm übernommen haben, war das ohne Zweifel die schwierigste Kaderzusammenstellung", erklärte Verbandsmanager Jerry Colangelo nach Bekanntgabe des zwölf Mann umfassenden Kaders.

Der neben Namen wie Derrick Rose (Chicago Bulls), James Harden (Houston Rockets) oder Stephen Curry (Golden State Warriors) auch eher unbeschriebene Akteure wie Mason Plumlee (Brooklyn Nets), DeMar DeRozan (Toronto Raptors) und Kenneth Faried (Denver Nuggets) umfasst.

Harden als Leader?

Bulls-Spielmacher Rose hat aufgrund zweier schwerer Knieverletzungen in den vergangenen zwei NBA-Saisonen nur zehn Partien bestritten. Der 25-Jährige, der bereits beim Titelgewinn vor vier Jahren in der Türkei mit dabei war, befindet sich auf dem Weg zurück.

Als Leader sieht Colangelo den ebenfalls 25-jährigen Harden: "Er scheint gewillt, diese Rolle zu akzeptieren. Das kann man fühlen und spüren."

Mit einem erneuten WM-Erfolg wären die USA erst die dritte Nation in der Geschichte nach Brasilien (1959 und 1963) und Jugoslawien (1998 und 2002), die ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte.

Spanien mit Star-Team am Start

Das verhindern möchte einmal mehr Spanien, das frühestens im Finale am 14. September in Madrid auf die US-Amerikaner treffen kann. Der Olympia-Finalist von 2008 und 2012 präsentiert bei seiner Heim-WM ein Staraufgebot.

Neben den Gebrüdern Pau (Memphis) und Marc Gasol (Chicago) zählt der Gastgeber mit Serge Ibaka (Oklahoma Thunder), Jose Calderon (New York Knicks) und Ricky Rubio (Minnesota Timberwolves ) drei weitere NBA-Spieler in seinen Reihen.

Mit Felipe Reyes, Rudy Fernandez, Sergio Rodriguez (alle Real Madrid) und Juan Carlos Navarro (Barcelona) stehen zudem vier weitere Akteure (neben den Gasol-Brüdern und Calderon) im Aufgebot, die beim bisher einzigen WM-Triumph 2006 in Japan bereits mit von der Partie waren.

Novitzki, Parker und Ginobili fehlen

In der Favoritenrolle sehen sich die Spanier aber nicht. "Auch wenn den USA einige wichtige Spieler fehlen, sind sie noch immer ein großartiges Team und der Favorit auf den Titel. Wenn es aber zu diesem Spiel kommen sollte, sind wir bereit", ließ Navarro ausrichten.

Die acht Testspiele in der Vorbereitung hat Spanien alle gewonnen.

Neben den USA haben auch andere Teams Absagen zu beklagen. Frankreich, der Europameister von 2013, muss auf Tony Parker vom NBA-Meister San Antonio Spurs verzichten, bei Argentinien fehlt der ebenfalls bei San Antonio spielende Manu Ginobili.

Gar nicht erst für das Turnier qualifiziert hat sich Deutschland mit seinem NBA-Star Dirk Nowitzki.

Die Qualifikation auf sportlichem Weg ebenfalls verpasst hatten Griechenland, die Türkei, Brasilien und Finnland, die von einer Wildcard des internationalen Basketballverbands (FIBA) profitierten.

Gruppe A (in Granada): Spanien, Frankreich, Brasilien, Serbien, Iran, Ägypten

Gruppe B (in Sevilla): Argentinien, Griechenland, Kroatien, Puerto Rico, Philippinen, Senegal

Gruppe C (in Bilbao): USA, Türkei, Neuseeland, Dominikanische Republik, Finnland, Ukraine

Gruppe D (in Las Palmas): Litauen, Australien, Slowenien, Angola, Mexiko, Südkorea

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