USA lassen Litauen keine Chance

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Die USA stehen als erstes Team im Finale der Basketball-Weltmeisterschaft 2014.

Der Titelverteidiger bezwang am Donnerstagabend in Barcelona die Auswahl Litauens 96:68 (43:35) und sorgte dabei neuerlich im dritten Spielabschnitt für die Entscheidung.

Der Gegner im Endspiel (Sonntag, 21.00 Uhr) in Madrid wird am Freitag (22.00 Uhr) zwischen Europameister Frankreich und Serbien ermittelt.

Harte Duelle unter dem Korb

Das Duell der Nummer eins der FIBA-Weltrangliste mit den auf Platz vier gereihten Litauern im Palau Sant Jordi auf dem Montjuic hielt nur in den ersten 20 Minuten, was es versprochen hatte.

Da waren die Balten in der Lage, mit Physis Paroli zu bieten. Die Duelle, die sich etwa Jonas Valanciunas (Toronto Raptors) mit seinen Kollegen aus der nordamerikanischen Profiliga lieferte, waren sehenswert.

DeMarcus Cousins handelte sich nach einer Auseinandersetzung mit dem litauischen Riesen sogar ein technisches Foul ein.

Litauen wurfschwach

Was Litauen (und das bis zum Schluss) dramatisch fehlte, war die Treffsicherheit aus der Distanz (nur ein Dreipunkter bei acht Versuchen fand vor der Pause sein Ziel, 2/18 am Ende).

Der Halbzeitstand von 43:35 für die US-Auswahl ließ dennoch alles offen.

Entscheidung nach 23 Minuten

Nach dem Seitenwechsel fühlte man sich freilich sofort an das Viertelfinale erinnert. Wie gegen Slowenien zogen die USA unaufhaltsam davon.

Kaum drei Minuten waren gespielt, da stand es schon 57:37. Ab dann war auch Zeit für "Showtime".

33:14 im dritten Viertel

Der Gewinner der Bronzemedaille 2010 hatte im laufenden Turnier - bis zum Semifinale - durchschnittlich nur etwas mehr als 66 Punkte seiner Gegner zugelassen.

Diese Marke übertraf die NBA-Auswahl am Donnerstag bereits in Minute 27 (68:43). Bei diesem Stand war das erste Semifinale der WM schon längst gelaufen.

Der dritte Abschnitt ging mit 33:14 an die USA.

Irving Topscorer

Kyrie Irving (18), Klay Thompson und James Harden (je 16) führten den Titelverteidiger als Scorer an. Mindaugas Kuzminskas und Valanciunas (je 15) waren die erfolgreichsten Werfer Litauens.

Donatas Motiejunas (Houston Rockets), der zweite NBA-Spieler im baltischen Team, musste sich mit zwei Zählern und drei Rebounds begnügen.

Parallele zu 2010: Die USA spielen neuerlich um Gold, für Litauen geht es am Samstag - gegen Frankreich oder Serbien - wie vor vier Jahren um Bronze.


WM-Halbfinale, Freitag, Barcelona:

USA - Litauen 96:68 (43:35)

USA: Irving 18, Harden 16, Thompson 16, Curry 13, Faried 9, Davis 8, Cousins 7, Rose 4, Gay 3, Plumlee 2, DeRozan, Drummond

Litauen: Kuzminskas 15, Valanciunas 15, Juskevicius 12, Pocius 10, D. Lavrinovic 9, Seibutis 3, Maciulis 2, Motiejunas 2, Jankunas, Jasaitis, K. Lavrinovic, Vasiliauskas


2. Semifinale am Freitag in Madrid:

Frankreich - Serbien (22.00 Uhr)

Samstag: Spiel um Platz 3 (Madrid, 18.00)

Sonntag: Finale (Madrid, 21.00)

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