Deutschland vor dem Aus

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Overtime-Niederlage: Deutschland steht vor dem Aus

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Serbien und Griechenland sind bei der Basketball-Europameisterschaft (EuroBasket) 2015 weiter makellos.

Beide Teams gewannen am Donnerstag auch ihr jeweils viertes Spiel der Vorrunde und behaupteten Platz eins in den Gruppen B (Berlin) bzw. C (Zagreb).

EM-Co-Gastgeber Deutschland droht hingegen nach einem 82:89 (76:76, 42:42) n.V. gegen Italien das vorzeitige Aus.

Türkei ohne Chance

Vize-Weltmeister Serbien brauste in Berlin 91:72 (53:35) über die Türkei hinweg, wobei Center Miroslav Raduljica (20 Punkte) und Point-Guard Milos Teodosic (17 Punkte, 13 Assists) die entscheidenden Akzente setzten.

In Zagreb sorgten 5.000 slowenische Fans unter den 5.600 in der Arena beim Duell mit Griechenland für ein Tollhaus. Mit der Unterstützung im Rücken verkürzte ihr Team einen zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand auf zwei Zähler, musste sich dem Mitfavoriten auf den Titel aber letztlich doch geschlagen geben.

Nach dem 83:72 (46:31) ist den Griechen der erste Platz in der Gruppe C nicht mehr zu nehmen.

Deutschland braucht einen Sieg

Nur noch um Rang vier geht es im Pool B für Deutschland. Auch ein stark aufspielender Dennis Schröder (29 Punkte, sieben Assists) verhinderte die Overtime-Niederlage gegen Italien nicht.

Die DBB-Auswahl muss nun am Donnerstag (17.45 Uhr) gegen Spanien gewinnen, um doch noch das Achtelfinale zu erreichen.

Mit Polen (Gruppe A in Montpellier) ist ein weiterer Gegner Österreichs in der EM-Qualifikation trotz eines 73:75 (32:35) gegen Israel hingegen bereits in die K.o.-Phase des Turniers eingezogen, die am Samstag in Lille beginnt. Russland, Europameister 2007, ist vorzeitig ausgeschieden.

Frankreich makellos

Frankreich (Gruppe A) hat am Mittwochabend den vierten Sieg bei der Basketball-EM gefeiert. Der Titelverteidiger bezwang Ex-Europameister Russland in Montpellier nach 34:36-Pausenrückstand und einiger Mühe 74:67, spielte jedoch über weite Strecken nicht in stärkster Besetzung. Am Donnerstag geht es gegen Israel um den Gruppensieg.

Spanien (Gruppe B) erfüllte die Pflicht beim 99:73 (41:36) gegen Island. Der zweifache Europameister hat nun am Donnerstag in Berlin ein "Finale" gegen Deutschland ums Weiterkommen, zumal ein Erfolg der Türkei gegen Island angenommen werden darf.

EM-Co-Gastgeber Kroatien (Gruppe C) fixierte in Zagreb mit einem hart erkämpften 78:72 (39:35) gegen die Niederlande den Aufstieg. Im Pool D in Riga sind Tschechien nach einem 66:64 (33:28) gegen Belgien und Litauen weiter, das sich ohne den erkrankten NBA-Star Jonas Valanciunas zu einem 64:62 (38:31) gegen Estland plagte.

Ein Sieg könnte reichen

In der Zagreb-Gruppe könnte der Fall eintreten, dass bereits ein voller Erfolg reicht, um als Vierter ins Achtelfinale einzuziehen. Bei "normalem Verlauf" am Donnerstag, dem Schlusstag der Vorrunde, wäre Georgien für die K.o.-Phase qualifiziert.

Das Team aus der Kaukasus-Republik bezwang Mazedonien 90:75 (48:37) und hat im direkten Vergleich ebenso wie mit "Oranje" bei je einem Sieg die Nase vorne. NBA-Center Zaza Pachulia zeigte gegen die Auswahl der früheren jugoslawischen Republik mit 23 Punkten und 14 Rebounds seine bisher stärkste Vorstellung im Turnier.

 

>> ÜBERSICHT ERGEBNISSE UND TABELLEN >>

Gruppe A (in Montpellier): Bosnien-Herzegowina - Finnland 59:88, Polen - Israel 73:75, Russland - Frankreich 67:74

Gruppe B (in Berlin): Türkei - Serbien 72:91, Italien - Deutschland 89:82 n.V., Island - Spanien 73:99

Gruppe C (in Zagreb): Griechenland - Slowenien 83:72, Mazedonien - Georgien 75:90, Niederlande - Kroatien 72:78

Gruppe D (in Riga): Belgien - Tschechien 64:66, Lettland - Ukraine 74:75, Estland - Litauen 62:64

 

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