Güssing und Vienna "sweepen" sich ins Finale

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BC Vienna steht zum zweiten Mal nach seinem Meisterjahr 2013 in der Finalserie der österreichischen Basketball-Meisterschaft. Die Wiener gewannen am Sonntag auswärts mit einem 84:77 (44:37) auch das dritte Match der "best of five"-Semifinalserie gegen die Swans Gmunden und stellten im Vergleich mit den Oberösterreichern damit auf 3:0. Der Finalgegner ist Titelverteidiger Güssing oder Kapfenberg.

Es war der erste "sweep" (3:0 Siege) von Vienna in der insgesamt achten Play-off-Serie des Clubs. Die Swans hatten sich nach einem 37:44-Pausenrückstand zurückgekämpft, gingen knapp vier Minuten vor Ende des dritten Viertels 53:52 in Führung, verspielten aber bis zum Ende des Abschnitts ihre Chancen.

Stevens mit "Double-double"

Ein 55:68 vor den letzten zehn Spielminuten war nicht aufzuholen. In den Schlusssekunden gelang noch Resultatskosmetik, nachdem der BC mit einem 82:70 in die letzte Minute gegangen war.

Bemerkenswert, dass Vienna-Topscorer Amin Stevens 23 seiner 28 Punkte vor der Pause erzielte. Mit außerdem elf Rebounds markierte er auch im dritten Semifinale gegen Gmunden ein "double-double". Es war sein fünftes in Serie im Play-off.

Play-off-Schreck Güssing

Titelverteidiger Güssing ist BC Vienna in gleicher Manier in die Finalserie der Basketball-Bundesliga nachgefolgt. Die Knights gewannen ihre Serie gegen die Bulls Kapfenberg ebenso 3:0, wobei sie bei ihrem 103:98-(89:89,38:38)-Auswärtssieg nach Verlängerung hart dafür arbeiten mussten. Die "best of five"-Entscheidung um den Titel beginnt am Pfingstmontag in Wien und endet spätestens am 7. Juni.

Die Güssinger halten saisonübergreifend in der Liga nun bei sogar schon neun Play-off-Siegen in Serie. Zuletzt hatte es 2010 zwei "sweeps" im ABL-Semifinale gegeben.

Drama pur

Auch für Güssing ist es die zweite Finalteilnahme. Die Gäste hatten bei einer 80:68-Führung schon wie der sichere Sieger ausgesehen, Kapfenberg rettete sich aber noch mit einem tollen Comeback und letztlich einem Dreipunkter von Shawn Ray in die "Overtime" einer spannenden und hochdramatischen Partie.

Die stand aber im Zeichen des amtierenden Meisters, bei dem Christopher Dunn mit 33 Punkten einen Saison-Bestwert erzielte. Acht dieser Punkte warf er allein in der Verlängerung. Damit war er mitbeteiligt, dass Kapfenbergs Coach Michael Schrittwieser die verbleibenden sechs Spiele seiner Sperre in der neuen Saison absitzen muss.

Seine Truppe verlor das Match auch von der Freiwurflinie. Bei den Steirern hatte Ian Boylan mit dem letzten Saisonspiel sein Karriereende bekanntgegeben.

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