Habemus ABL-Finale

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Vienna und Oberwart kämpfen um die ABL-Krone

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Das Finale der heimischen Basketball-Bundesliga der Herren lautet BC Vienna - Gunners Oberwart.

Die Wiener feierten gegen Kapfenberg einen 79:68-(36:42)-Heimsieg und entschieden die "best of five"-Serie ebenso 3:2 für sich wie die Burgenländer, die sich auswärts gegen Titelverteidiger Dukes Klosterneuburg 69:64 (35:36) durchsetzten.

Thriller in Klosterneuburg

Das Match in Niederösterreich war ein echter Basketball-Thriller, in dem Defensive Trumpf war, wie schon ein Blick auf die Ergebnisse der ersten drei Viertel beweist: 20:21, 16:14, 16:16.

Der Schlussabschnitt ging dann mit 18:12 an die Oberwarter, die nun zum zweiten Mal nach 2011 Meister werden wollen.

Die Karriere des neuen ÖBV-Herren-Teamchefs Werner Sallomon als Klub-Headcoach in Klosterneuburg endete damit früher als gewollt.

Sallomon vor Entscheidung

"Es hat nicht sein sollen. Wir waren überhaupt nicht in Form, haben mit Ausnahme von Spiel vier in Oberwart nie unsere Leistung in der Offensive gebracht, nie unseren Rhythmus gefunden", analysierte Sallomon nach dem Ausscheiden.

Ob er Obmann bei den Dukes bleiben wird, werde sich erst in den "nächsten Wochen entscheiden".

"Kampf auf Biegen und Brechen"

"Wir wussten, dass das ein hartes Stück Arbeit wird", erklärte Gunners-Topscorer Seamus Boxley (20 Punkte) mit einem breiten Lächeln.

"Es wird aber nun ein ebenso beinharter Kampf auf Biegen und Brechen gegen Vienna."

Sein Trainer Tom Johnson war stolz auf seine Mannen: "Wir sind im Play-off zu einer verschworenen Truppe geworden. Jeder gibt alles für die anderen. Jetzt freuen wir uns auf die Finalserie gegen Vienna."

Hauptstadt wieder im Endspiel

Die Wiener hatten ebenfalls hart zu kämpfen, um erstmals in der Vereinsgeschichte in die Finalserie einzuziehen, als erster Klub aus der Bundeshauptstadt nach den Basket Flyers (damals 1:3 gegen St. Pölten) vor 20 Jahren.

Im dritten Viertel lagen Stjepan Stazic und Co. bereits mit 38:48 im Hintertreffen, schafften aber angeführt vom britischen Legionär Ryan Richards (2,10 m/31 Punkte) mit einem 12:0-Run die 50:48-Führung.

Trotzdem starteten die Gastgeber mit einem 52:54-Rückstand ins Schlussviertel, das sie dann allerdings mit 27:14 klar dominierten.

Für die Kapfenberger war es bereits das zehnte Play-off-Entscheidungsspiel der Vereinsgeschichte, wobei sie nun in Wien erst zum dritten Mal den Kürzeren zogen.

Heimvorteil für Stazic und Co.

"Das Publikum war phänomenal. Die Teamleistung und die tolle Atmosphäre, die beste, die Wien bisher gesehen hat, haben den Ausschlag gegeben", betonte der 34-jährige Routinier Stazic überglücklich.

Für die Wiener ist es bereits der zweite Finaleinzug in dieser Saison, im Cup-Endspiel unterlagen sie am 27. Jänner in Oberwart den Klosterneuburgern 59:72 (25:28).

Nun haben sie aber in den ersten beiden Finalspielen am Donnerstag und Sonntag (jeweils 19.30 Uhr) Heimvorteil, auch ein etwaiges Entscheidungsmatch würde am 29. Mai in der Wiener Stadthalle steigen.

 

Xion Dukes Klosterneuburg - Redwell Gunners Oberwart 64:69 (36:35)
Beste Werfer Suljanovic 16, Bobb 11 bzw. Boxley 20, Chaney 14
Endstand der Serie: 2:3.

BC Zepter Vienna - ece bulls Kapfenberg 79:68 (36:42)
Beste Werfer: Richards 31 Punkte, Danek 14 bzw. Pryor 20, Sanchez 16
Endstand der Serie: 3:2

Finalserie ("best of five") ab Donnerstag (19.30 Uhr): BC Vienna - Gunners Oberwart

Weitere Finaltermine (jeweils 19.30): 19.5. in Wien und 23.5 in Oberwart. Falls notwendig: 25.5. in Oberwart (19.00) bzw. 29.5. in Wien (19.30)

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