Klosterneuburg holt 10. Titel

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Klosterneuburg zum zehnten Mal Meister

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Klosterneuburg ist auf den Basketball-Thron zurückgekehrt.

Die Niederösterreicher feierten am Donnerstagabend vor 1.100 Zuschauern einen 67:55-(36:28)-Sieg gegen die Allianz Swans Gmunden und entschieden damit die Best-of-five-Finalserie der ABL vorzeitig mit 3:1 für sich.

Für die Xion Dukes ist es der zehnte Meistertitel der Vereinsgeschichte und der erste seit 1990 (davor 1978 und ab 1983).

Awards an Nagler, Curry und Fischer

Klosterneuburgs Christoph Nagler wurde zum Most Valuable Player (MVP) der Finalserie gewählt und zudem wie auch schon 2009 und 2010 als wertvollster österreichischer Spieler der ganzen Saison ausgezeichnet.

"Es ist unglaublich, mich reißt es am ganzen Körper. Wir sind verdient Meister geworden. Ich habe noch nie in einer Mannschaft gespielt, wo das Klima so gepasst hat", sagte Nagler.

Die Gmundner, die es verabsäumten, ein fünftes Spiel am Sonntag in der eigenen Halle am Traunsee zu erzwingen, stellten immerhin den MVP der Saison mit Sharaud Curry und den Coach des Jahres mit Mathias Fischer, der diese Ehrung schon 2010 erhalten hatte.

Gmunden nur ein Mal in Führung

Die Klosterneuburger legten angetrieben von ihren Fans im ausverkauften "Happyland" gleich einmal einen 5:0-Start hin.

Die Oberösterreicher kämpften sich allerdings ins Spiel und gingen mit 19:18 unmittelbar vor dem Ende des ersten Viertels erstmals in Führung. Das war aber auch zugleich der letzte Vorsprung der Gäste.

Nagler-Dreier entscheidet

Die Niederösterreicher zogen bis zur Pause auf 36:28 davon und führten zwischenzeitlich gar mit elf Punkten Vorsprung (39:28).

Am Ende des dritten Abschnitts stand es 52:46 und in der Schlussphase wurde eine hartumkämpfte Partie noch einmal richtig spannend.

Erst nach einem Dreier von Christoph Nagler 2:05 Minuten vor dem Ende zum 63:54 war die Entscheidung endgültig gefallen.

Bester Werfer der Partie war Curtis Bobb mit 23 Punkten. Für die Gäste scorten Curry und Dan Oppland je 16.

Hamidovic jubelt zum Abschluss

Damir Hamidovic, schon 20 Jahre in Diensten der Dukes, durfte sich zum Abschluss seiner Karriere noch über seinen ersten Meistertitel freuen. "Es ist unbeschreiblich, ich bin fassungslos", sagte der 40-Jährige.

Die Gmundner mussten sich wie im vergangenen Jahr mit dem Vizemeistertitel (zum insgesamt 5. Mal) zufriedengeben, 2011 hatten sie erst im fünften Spiel gegen die Oberwart Gunners den Kürzeren gezogen.

Auch bei den Swans beenden zwei Spieler ihre ABL-Karriere: Kapitän Florian Schöninger und Thomas Stelzer.

Stimmen:

Werner Sallomon (Klosterneuburg-Trainer): "Es ist wahrscheinlich der schönste Tag meiner Karriere. Wir haben von Anfang an ganz gut gespielt, gute Spiele abgeliefert und es ist rund gelaufen. Nach Weihnachten hat die Mannschaft gesagt, dass sie Meister werden will und danach haben wir alles dafür getan. Die Burschen waren ein Wahnsinn, ich muss mich vor diesem Team verbeugen. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, den Erfolg zu erreichen. Ich liebe dieses Klosterneuburger Basketball-Umfeld."

Roman Leydolf (Klosterneuburg-Manager): "Ich bin sehr stolz, möchte aber auch Gmunden gratulieren. Sie waren ein sportlicher fairer Finalgegner. Wir haben den Verein 2004 in einer schwierigen Situation übernommen. Werner Sallomon hat auch als Obmann harte Arbeit geliefert, der Erfolg ist ihm geschuldet, er hat hier acht Jahre jeden Tag in der Halle gearbeitet. Das kann man mit einer Coaching-Leistung nicht vergleichen. Man muss jetzt am Boden bleiben. Unsere Mannschaft ist am Zenit, wir haben viele Spieler, die über 30 sind. Nächstes Jahr kommt auch der Europacup dazu. Wir werden die Mannschaft dementsprechend verstärken, unser Ziel ist weiter unter den Top Vier mitzuspielen."

Sharaud Curry (Gmunden-Spieler, MVP der Saison): "Die Klosterneuburger waren das bessere Team, ich muss ihnen gratulieren. Wir haben nicht gespielt, was wir können. Ich bin aber trotzdem stolz auf die Mannschaft und ganze Saison."

Mathias Fischer (Gmunden-Trainer, Trainer des Jahres): "Die Niederlage nimmt mich sehr mit. Man muss aber sagen, dass wir eine ausgezeichnete Saison gespielt haben. Wir haben eine neue Mannschaft aufgebaut, die funktioniert und guten Basketball abgeliefert hat. Im Finale zu verlieren ist natürlich sehr traurig. Gratulation an Klosterneuburg, sie haben verdient gewonnen, sie haben sehr sicher von draußen getroffen. Meine Mannschaft hat alles gegeben und den Sieg gewollt, aber es hat nicht gereicht. Heute werden wir traurig sein, aber das Leben geht weiter."

ABL-Finale, Spiel 4, Donnerstag:

Xion Dukes Klosterneuburg - Allianz Swans Gmunden 67:55 (36:28)

Klosterneuburg: Bobb 23 (5/7 3er, 6/6 Freiwürfe, 6 Rebounds, 3 Steals, 28 Effizienz), Suljanovic 11 (8 Rebounds), Nagler 10 (4 Turnovers), Chappell 6, Rachar 6, Lanegger 4 (7 Rebounds, 5 Assists), Sallomon 4, Zeleznik 3, Hamidovic, Bauer; Greimeister

Gmunden: D. Oppland 16 (12 Rebounds, 4 Steals, 5 Turnovers, 19 Effizienz), Curry 16 (4 Assists), Murati 12, Mayer 9, M. Oppland 2, Schöninger, Stelzer, Hütter, Egelkraut; Brkic

Endstand in der Serie: 3:1 - 1. Spiel: 78:77 für Klosterneuburg (in Gmunden), 2. Spiel: 77:68 für Gmunden (in Gmunden), 3. Spiel: 68:56 für Klosterneuburg (in Klosterneuburg)

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