Kein Gunners-Protest, aber massive Kritik

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Die Gunners Oberwart verzichten auf einen Protest gegen die Wertung des zweiten Finalspiels in der Admiral Basketball Bundesliga (ABL), das sie mit 76:78 n.V. verloren hatten.

Das hat der Verein am Dienstag auf seiner Homepage mitgeteilt. Der unmittelbar nach Ende der Sonntag-Begegnung beim BC Vienna auf dem Spielberichtsbogen eingebrachte Einspruch gegen die Wertung des Ergebnisses werde "innerhalb der vorgesehenen Frist nicht bestätigt". Die Wiener führen im "Best-of-five" mit 2:0.

"Ausschlaggebend für diese bittere Entscheidung ist das geltende ABL-Regulativ, demzufolge Schiedsrichterentscheidungen im Nachhinein so gut wie nicht korrigierbar sind", betonen die Gunners.

"Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass aus Sicht des Vereins bei diesem dramatischen Finalspiel alles mit rechten Dingen und vor allem regelkonform zugegangen ist."

Hinsons Dreier nicht anerkannt

Nach einem Dreipunkter von Darnell Hinson zum Ende der Verlängerung hat Schiedsrichter Christoph Rohacky den Gunners zufolge nach Videoansicht "eine Ermessensentscheidung getroffen, die zugunsten von Vienna ausgefallen ist. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen."

"Geht man von den Videobildern aus, ist zwar erkennbar, dass der Ball die Wurfhand von Darnell Hinson erst nach dem Aufleuchten der Signallampe auf der eindeutig regelwidrigen Korbanlage verlassen hat. Nicht erkennbar ist jedoch, ob die Zeitnehmung korrekt erfolgte, vor allem wann die Zeitnehmung beim ersten Ballkontakt in Gang gesetzt wurde".

Oberwarter Messungen zufolge "beträgt die Zeitspanne zwischen erstem Ballkontakt und dem Verlassen des Balles aus der Wurfhand exakt eine Sekunde. Abweichungen liegen im Hundertstelbereich. Eine Situation, die von einem Schiedsrichter mit freiem Auge und auch mit den TV-Bildern vor Ort sicher nicht einwandfrei geklärt werden konnte."

Kritik an Zeitnehmung

"Bitter daher, dass diese Ermessensentscheidung zu unseren Lasten erfolgte, zumal die Spieluhr beim davor erfolgten Korberfolg von Stjepan Stazic zu spät gestoppt wurde", heißt es auf der Gunners-Hompage.

„Der Fehler passierte beim letzten Korberfolg der Vienna. Hier wurde die Uhr zu spät angehalten." Genau diese geringe Zeitspanne habe am Ende gefehlt, um Hinsons Drei-Punkte-Korberfolg auch ohne Videoanalyse eindeutig werten zu können. "Das hätte der Kommissar am Tisch sehen müssen!"

"Die äußeren Rahmenbedingungen dieser Finalserie sind eine Farce, daher erklären wir die Serie für uns auch als nicht beendet! Wir wollen unseren großartigen Fans am Donnerstag einen Heimsieg schenken. Was danach kommt, wird man sehen“, wird Gunners-Präsident Thomas Linzer auf der Homepage zitiert.

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