Sein Ziel ist die Königsklasse: Das ist Thomas Preining

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Wo andere ihren Urlaub verbringen, hat für Thomas Preining der Traum von der großen Motorsport-Karriere begonnen.

"Mit sechs Jahren habe ich im Sommer auf Mallorca aus dem Autofenster eine Kartstrecke gesehen und gesagt: Papa, ich will fahren!", erzählt der 16-Jährige gegenüber LAOLA1.

Und dieser Wunsch wurde Preining gerne erfüllt, schließlich hat auch sein Vater Benzin im Blut. Andreas Preining war in den 1980er- und 90er in der Motorrad-WM unterwegs. Beim GP der USA 1991 fuhr er in der 225 ccm-Klasse sogar auf Rang sechs.

Sieg in Las Vegas gegen 618 Konkurrenten

Der 1999 geborene Thomas ist aber lieber auf vier Rädern unterwegs. Und das alles andere als langsam: "Anscheinend war ich von Beginn an recht schnell, das hat sich auch weiterentwickelt und es ist immer mehr geworden."

Mit neun Jahren bekam er sein erstes Kart und prompt folgten erste Erfolge. 2008 wurde er Meister in der Klasse Mini Max, 2009 erstmals Österreichischer Meister.

Einen neuen Status erreichte Preining schließlich 2013 in Las Vegas. Beim SuperNationals XVII  - dem weltweit größten Kartrennen mit 619 Startern – fuhr der Österreicher nach einem dramatischen Finish zum Sieg. Erst in der letzten Runde ließ er den Ecuadorianer Juan Manuel Correa endgültig hinter sich.

2014 das Talent des Jahres

Im Vorjahr setzte er mit dem Triumph in der Kart-Europameisterschaft sowie in der belgischen Kartmeisterschaft, die er als erster Österreicher überhaupt gewinnen konnte, einen drauf.

Besonders stolz ist er natürlich auf den EM-Titel: "Insgesamt waren es vier Stationen in Belgien, Italien, Spanien und Frankreich. Bei den ersten beiden Events habe ich alles gewonnen, das war schon ein Riesenschritt in Richtung Meisterschaft, weil es auch ein Streichresultat gibt. In Frankreich habe ich schließlich mit einem Laufsieg im ersten Rennen den Titel fixiert."

Ranschnuppern an die Königsklasse mit Toto Wolff

Dieser Erfolg blieb auch der CIK FIA – dem europäischen Kartdachverband – nicht verborgen. Im Rahmen der Jänner Rallye in Freistadt wurde der Linzer als "Talent of the Year" ausgezeichnet.

2015 soll der nächste Schritt gelingen. Und zwar in der Formel 4. Diese als Bindeglied zwischen dem Kartsport und den Formel-3-Meisterschaften initiierte Serie wird in diesem Jahr erstmals ausgetragen.

Noch geht es um das Finanzielle

Sein potenzielles neues Arbeitsgerät durfte Preining bereits kennenlernen. "Mitte Dezember hat es schon die ersten Testfahrten in Spanien gegeben. Die sind ganz gut verlaufen und ich konnte sowohl bei Regen als auch im Trockenen Bestzeiten fahren. Da waren alle sehr zufrieden", berichtet er stolz.

Wie man aus der Formel 1 weiß, ist Talent allein auch in den unteren Klassen nicht alles. Irgendjemand muss es finanzieren. „Es wird sich in nächster Zeit herausstellen, was möglich ist. Ich kann zur Zeit nicht mehr machen, als voll zu fahren und alles zu geben“, ist Preining bereit.

Irgendwann soll auch der große Traum von der Königsklasse Wirklichkeit werden – daraus macht er kein Hehl. "Ich will einfach mein Hobby zum Beruf machen. Ganz Hobby ist es auch nicht mehr", ordnet der Youngster seinen Ambitionen alles unter.

Während abseits der Rennstrecke bereits einige Österreicher in der Formel 1 den Ton angeben, wäre es mehr als wünschenswert, wenn sich auch wieder ein Pilot den Weg ganz nach oben bahnen könnte.

Vorerst wartet die Formel 4. Saisonbeginn ist im April.

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