Ogier winkt sein dritter WM-Titel

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Sébastien Ogier kann sich bei der Coates Hire Rally Australia (10.-13. September) seinen dritten Weltmeisterschafts-Titel in Folge sichern und einem eilitären Kreis beitreten.

Sébastien Loeb (neun), Juha Kankkunen and Tommi Mäkinen (beide vier) konnten sich die Krone mindestens dreimal aufsetzen. Ogiers hat sich mit seinem Sieg in Deutschland, seinem sechsten in dieser Saison, in Schlagdistanz gebracht, sich diesem exklusiven Klub anzuschließen.

In der Gesamtwertung führt er 93 Punkte vor seinem Volkswagen-Kollegen Jari-Matti Latvala und sollte er in Australien vor dem Finnen ins Ziel kommen - in welcher Position auch immer - der Titel wäre ihm erneut gewiss. Würde Latvala gewinnen, würde Ogier angesichts der noch drei ausstehenden Rennen ein zweiter Platz samt Bonuspunkt aus er Power Stage genügen.

Vorliebe für Australien

"Jetzt habe ich eine große Chance, den Titel zu fixieren. Ich habe alle Trümpfe in der Hand, in Australien alles klar zu machen, und warum auch nicht? Schließlich handelt es sich um eine Rallye, die ich wirklich liebe, ein sehr spezieller Event", sagte Ogier, der die Rallye-Woche mit einem Sydney-Besuch begann.

"Da es eine Übersee-Rallye ist, gibt es etwas weniger Lärm und Hektik. Es ist alles ein bisschen intimer und ich mag das. Die Special Stages sind toll zu fahren. Ich hatte hier immer sehr viel Spaß im Auto", ergänzte er.

Der Franzose ist der Maßstab in Australlien, schließlich gewann er hier bereits in 2013 und 2014. Ausgestattet allerdings mit einem gravierenden Nachteil: Er muss am Freitag und Samstag als erster über die Straßen, muss also Kehrmaschine für die anderen spielen und den rutschigen Schotter aus dem Weg räumen.

Mit dem Momentum im Gepäck

Volkswagen kommt mit einem Dreifach-Sieg bei seiner Heim-Rallye in Deutschland nach Australien. Das Team kann dort seinen dritten Hersteller-Titel in Serie unter Dach und Fach bringen.

"Wir wollen das Momentum, das uns unser Heimsieg gegeben hat, natürlich ausnutzen, obwohl die Bedingungen in Australien völlig andere sein werden", sagte Motorsport-Direktor Jost Capito.

"Wir wollen bei den folgenden Rallyes alle drei Titel holen und wir haben eine realistische Chance dazu. Wir müssen einfach einen weiteren perfekten Job ablieferen, um den Erfolg einzufahren", fügte er hinzu.

Östberg fällt aus

Nicht an den Start gehen kann indes Mads Östberg.

Der Norweger, der als Vierter bester Nicht-VW-Pilot der WM-Gesamtwertung ist, bricht sich bei einem Trainingsunfall auf der Valla Stage zwei Rippen. Co-Pilot Jonas Andersson kommt mit Blutergüssen davon.

Östberg kann das Training zwar fortsetzen, sieht für das Rennen jedoch schwarz: "Es ist unmöglich, die Rallye zu bestreiten."

Citroen ersetzt ihn durch den französischen Jungstar Stephane Lefebvre.

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