Ogier feiert in Polen fünften Saisonsieg

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Sebastien Ogier baut seine Führung zur Halbzeit der WRC-Saison mit einem überzeugenden Sieg bei der 71. Lotos Rally Poland auf 50 Punkte aus.

Das Hochgeschwindigkeits-Schotterevent war für die Teams schwer einzuschätzen, hatte es doch fünf Jahre lang im WRC-Kalender gefehlt. Der amtierende Weltmeister ließ sich davon aber nicht beeindrucken.

Er war auf zehn der 22 gefahrenen Prüfungen der Schnellste, zum Abschluss der Rallye holte er sich noch drei Bonuspunkte auf der Power Stage. Unter dem Strich standen nach einem dominanten Auftritt 1:07 Minuten und der 21. Rennsieg seiner illustren Karriere.

"Ein perfektes Wochenende"

"Ich denke, es war ein perfektes Wochenende", sagte der VW-Pilot. "Ich habe gewonnen und einen großen Schritt zum Titel gemacht. Am ersten Tag bemerkte ich dass es ein Nachteil war, als Erster auf der Strecke zu sein, aber ich wusste: Wenn ich den Rhythmus danach halten kann, ist alles in Ordnung."

Den zweiten Platz belegte Ogiers Teamkollege Andreas Mikkelsen. Der 25-jährige Norweger war auf den ersten Prüfungen unheimlich schnell, fiel am zweiten Tag mit einem Dreher und Bremsproblemen seines Polo R WRC aber zurück. Mikkelsen musste früh einsehen, dass ein Angriff auf Platz eins ein zu großes Risiko wäre und konzentrierte sich auf das Halten des zweiten Rangs.

Hyundais vielversprechende Debütsaison in der WRC erlebte mit dem Podiumsplatz für den i20 WRC einen weiteren Höhepunkt. Thierry Neuvilles einziger Zwischenfall auf dem Weg zu Platz drei geschah auf WP9, als die Handbremse des Autos sperrte und er 32,2 Sekunden verlor.

Wertungsprüfung 14 als Entscheidung

Der Kampf um die restlichen Plätze wurde zu großen Teilen auf WP14, dem 35,17 Kilometer langen "Goldap 1", mitentschieden.

Elfyn Evans von M-Sport und Citroen-Pilot Mads Östberg mussten beide aufgeben, nachdem sie den selben versteckten Stein erwischten. Evans beschädigte die linke vordere Aufhängung seines Ford Fiesta, während sein norwegischer Kollege bei einem Überschlag den Rollkäfig seines DS3 WRC lädierte.

Auch VW-Pilot Jari-Matti Latvala machte unliebsame Bekannschaft mit dem selben Felsen. Der Finne trug schwere Aufhängungsschäden davon, konnte das Rennen aber fortsetzen. Andere Opfer von WP14 waren Kris Meeke, Henning Solberg und Local Hero Robert Kubica, die nach Reifenschäden allesamt wertvolle Zeit verloren.

Nach all dem Chaos hatte die Rangliste Gestalt angenommen, es war für das Finish angerichtet.

Hirvonen mit falschen Pacenotes

Mikko Hirvonen von M-Sport hatte neben des Fahrens über das ganze Wochenende eine Nebenbeschäftigung: Die Pace Notes zu verbessern. Eine Strategie, die sich lohnte - wurde er doch 0,7 Sekunden vor Latvala noch Vierter.

Der sechste Platz ging 1:38 Minuten vor Meeke an Hyundai-Pilot Juho Hanninen, auf Rang acht folgte der Neuseeländer Hayden Paddon in seinem i20 WRC.

Die Privat-Fahrer Henning Solberg und Martin Prokop rundeten die Top Ten mit einem Respektabstand auf Ogier ab. Der siegreiche Franzose brannte auf 304,21 Kilometern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 118,48 km/h in den Schotter.

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