Dritte Rallye, dritter Sieg für Sebastien Ogier

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Sebastien Ogier blieb 2015 in der Rallye-WM weiter ungeschlagen und feierte in Mexiko seinen dritten Saisonsieg.

Ogier hatte vor dem Schotter-Event eigentlich noch gemeint, ein Sieg sei ob seiner schlechten Startposition unmöglich. Doch der Franzose fuhr sich an den vier Tagen einen deutlichen Vorsprung von 1:18,8 Minuten heraus und baute sein Polster in der Weltmeisterschaft auf 34 Punkte aus.

Mads Østberg setzte sich indes in einem spannenden inner-norwegischen Duell um den zweiten Platz durch. Er hielt Andreas Mikkelsen, der sich am heutigen Morgen drehte, um 6,3 Sekunden auf Distanz.

Beinahe Start-Ziel-Sieg

Ogier übernahm die Führung auf der zweiten Wertungsprüfung am Donnerstagabend und gab sie danach nicht mehr ab. Obwohl er am Freitag als Erster auf die Strecke musste und die Straßen vom losen Schotter freifegte, erwies sich seine Kombination aus zwei weichen und zwei harten Michelin-Reifen bei ungewohnt kühlen Temperaturen als goldrichtig.

Der VW-Pilot zeigte seinen Konkurrenten auf der 44 km langen El Chocolate WP ihre Grenzen auf und baute seine Führung aus. Als sich Thierry Neuville überschlug und Jari-Matti Latvala am Samstag mit Aufhängungsschaden ausfiel, konnte Ogier den Sieg entspannt nachhause fahren.

„Ich denke, wir können stolz sein. Wir haben einen grandiosen Job gemacht“, sagte der Franzose. „Ich glaube, es war einer der besten Siege meiner Karriere. In Mexiko als Erster auf die Straßen zu gehen und zu gewinnen, das ist speziell. Viele Leute haben Fehler gemacht, aber wir haben sie auch maximal unter Druck gesetzt.“

Østberg kämpft sich zurück

Ein früher Dreher spülte Østberg in seinem Citroen DS3 an das Ende des Leaderboards, doch er erholte sich schnell und hielt Mikkelsen, der zugab, vorsichtig zu fahren, um auf den – für ihn Großteils neuen – Straßen Erfahrung zu sammeln, in Schach. Elfyn Evans erreichte im Ford Fiesta RS mit einem sauberen Run Platz vier und damit sein bestes Karriere-Ergebnis. Eine Minute hinter dem Waliser klassierte sich Dani Sordo bei seinem Comeback nach Rippenbruch.

Martin Prokop holte Platz sechs, vor WRC-2-Sieger Nasser Al-Attiyah. Neuville kam nach seinem Re-Start noch zu Platz acht, rutschte in der WM aber auf Rang drei ab. Nicolas Fuchs und Jari Ketomaa komplettierten die Top-10.

Für Kris Meeke, Hayden Paddon, Robert Kubica, Benito Guerra, Lorenzo Bertelli und Ott Tänak, die allesamt bereits am Freitag einen Crash hatten, war die Rallye früh gelaufen.

Tänaks Unfall war dabei der brenzligste, denn der Este und sein Co-Pilot Raigo Mõlder entkamen nach einem Abflug in einen See nur knapp aus ihrem sinkenden Fiesta RS. Zehn Stunden lang lag das Auto in fünf Metern Tiefe im Wasser, ehe es geborgen und von den Mechanikern wieder startklar gemacht werden konnte.

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