Latvalas Sieg steht eigentlich nichts mehr im Wege

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Jari-Matti Latvala kam seinem ersten Sieg auf Asphalt auf der zweiten Etappe der Rallye de France-Alsace deutliche näher.

Er gewann in seinem VW Polo R die ersten vier Wertungsprüfungen und baute seinen Vorsprung auf 28 Sekunden aus. Nachdem der Druck von Andreas Mikkelsen nachließ, schaltete auch Latvala zurück.

Der Finne entschied die drei morgendlichen WPs in der Nähe von Colmar, die auch Straßen enthielten, die bei der Tour de France verwendet werden, für sich. Für den Nachmittag veränderte er sein Setup dann ein wenig. Mit einer weiteren Bestzeit stockte Latvala seine Führung auf erstmals über 20 Sekunden auf, danach gab Mikkelsen den Kampf um den Sieg auf.

Deutschland sollte eine Lehre sein

Trotz seines klaren Vorsprungs wird Latvala gewarnt sein, wenn er sich die ADAC Rallye Deutschland in Erinnerung ruft. Im August lag er dort am Finaltag ebenfalls deutlich voran, warf seinen ersten Asphalt-Sieg aber mit einem Crash weg.

Mikkelsen hat den dritten Platz in der Fahrer-WM ins Auge gefasst und kann dieses Ziel am Frankreich-Wochenende fixieren. Abgesehen von einer am Nachmittag etwas zu weich eingestellten Aufhängung, hatte der Norweger im Polo R einen sauberen Run.
Dani Sordo ist Vierter, steht aber unter Druck

Kris Meeke (Citroen DS3) liegt weiter 25,7 Sekunden zurück auf Rang drei. Der Nordire gab zu, dass er mit der Pace der vornliegenden VWs nicht mithalten konnte, wollte seine gute Position aber auch nicht aufs Spiel setzen. Eine kurze Schrecksekunde musste er auf der vorletzten WP überstehen, als er rechts vorne einen Reifenschaden erlitt.

Östberg mit Problemen

Dani Sordo hielt einen entfesselten Robert Kubica auf Distanz und verteidigte Platz vier. Der Spanier blieb 0,9 Sekunden vor dem Polen, der zwei Ränge gutmachte, obwohl er auf WP9 eine Wand touchierte und 15 km mit einem rechten Hinterreifen fahren musste, der sich teilweise von der Felge seines Ford Fiesta RS löste. Mikko Hirvonen (Fiesta RS) ist zwölf Sekunden zurück Sechster.

Mads Östberg ging als Fünfter in den Tag, ein Defekt an seinem Heck-Differential warf ihn am Nachmittag aber zurück. Zudem fasste er eine 70-Sekunden-Strafe aus, weil er wegen einem Öl-Leck an seinem DS3 schraubte und dadurch zu spät für WP13 eincheckte.

Jubiläum für Ogier

Weltmeister Sebastien Ogier konnte sich ebenfalls nach vor schieben, auf Position 18. Der Franzose gewann zwei Wertungsprüfungen, die zweite bedeutet dabei ein Jubiläum: Seine 300. WP-Bestzeit.

Die morgige Final-Etappe beinhaltet zwei identische Runs über zwei neue Wertungsprüfungen in der Nähe von Saverne. 63,38 km sind zu absolvieren, die Power Stage hält wie immer drei, zwei und einen Bonuszähler für die schnellsten drei Piloten bereit. Für Spannung und einen Umsturz im Kalssement dieser 11. WRC-Runde könnte womöglich der für morgen angekündigte Regen sorgen.

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