Latvala schnellster WRC-Sieger aller Zeiten

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Jari-Matti Latvala kürte sich am Sonntag bei der Finnland-Rallye zum Sieger des bislang schnellsten Events in der WRC-Geschichte.

Der Finne triumphierte beim als "finnischer Grand Prix" bezeichneten Event mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 125,44 km/h. Bislang galten die 122,89 km/h von Sébastien Loebs Finnland-Sieg 2012 als Bestmarke.

Latvala führte vor Sébastien Ogier einen VW-Doppelsieg an. Nach einem spannenden Duell auf den Schotterstraßen rund um Jyväskylä lag der amtierende Weltmeister letztlich 13,7 Sekunden hinter dem Lokalmatador zurück. Latvalas Sieg, sein zweiter in dieser Saison und der 14. seiner Karriere, brachte dem Finnen zudem in der WM Rang zwei ein.

Packender Zweikampf 

Ogier und Kris Meeke lagen zu Beginn der Rallye in Front, ehe Latvala im Laufe des Freitags die Spitzenposition übernahm. Ogier ließ den fliegenden Finnen allerdings nie mehr als eine Handvoll Sekunden davonziehen, erst als Ogier am Samstagnachmittag einen Felsen touchierte konnte Latvala etwas durchatmen.

"Das war eine der besten Fahrten meines Lebens", sagte ein glücklicher Latvala, der im Ziel von seinem Vater Jari in Empfang genommen wurde. "Ich bin heute sehr stolz, Finne zu sein. Ich hatte bislang eine harte Saison, aber meine Heim-Rallye zu gewinnen ist, wie die Hälfte einer Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Ogier rückt dem Titel näher

"Ich habe mich drei Wochen lang voll auf diese Rallye fokussiert. Nach der enttäuschenden letzten Runde in Polen habe ich die Titelchance abgeschrieben und mich auf Finnland vorbereitet. Das ist heute aufgegangen", fügte er hinzu.
Ogier, der sich auf der abschließenden Power Stage drei Bonuspunkte sicherte, baute seine Führung in der WM auf 89 Punkte aus und kann seinen dritten Titel bereits Ende des Monats bei der ADAC Rallye Deutschland fixieren.

"Es war ein toller Kampf und die Show, die wir an diesem Wochenende geliefert haben, war fantastisch für den Sport. Ich habe kein Problem damit, von Jari-Matti geschlagen zu werden, wenn er so stark ist", meint Ogier.

Citroen-Pilot Mads Østberg komplettierte das Podest, dem Norweger fehlten 1:23,1 Minuten auf Ogier. Den dritten Platz erbte er von seinem Teamkollegen Kris Meeke, als dieser gestern mit gebrochener Aufhängung ausschied.

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