Mit Dreifachsieg zur Marken-WM

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Ogier führt ersten VW-Dreifachsieg an

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Sebastien Ogier führte bei der Coates Hire Rally Australia den ersten Dreifachsieg für Volkswagen an. Zudem darf sich das deutsche Team über den vorzeitigen Gewinn des Marken-WM-Titels freuen.

Der Franzose hielt seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala am Schlusstag auf Distanz und sicherte sich den Sieg beim dreitägigen Schotter-Event in New South Wales. 6,8 Sekunden lag er letztlich vor Latvala, Andreas Mikkelsen komplettierte weitere 11,2 Sekunden dahinter das Podest.

Wichtiger Schritt zum Titel

Ogiers 22. Karriere-Sieg, sein sechster in dieser Saison, brachte ihn einen Schritt näher in Richtung erfolgreiche Verteidigung des Fahrer-WM-Titels. Nun führt er die Meisterschaft drei Rallyes vor Schluss mit 50 Punkten Vorsprung auf Latvala an und kann sich nächsten Monat bei seiner Heim-Rallye in Frankreich erneut zum Weltmeister küren.

Volkswagens Dominanz wird auch dadurch belegt, dass der Marken-WM-Titel seit 1989 nicht mehr so früh in der Saison vergeben wurde.

Ogier gab zu, dass sein Sieg diesmal nicht so dominant ausfiel, wie noch 2013.
"In diesem Jahr war das nicht möglich. Jari-Matti war heute stark, aber gestern wusste ich, dass es gut gehen würde, wenn ich keinen Fehler mache. Ich habe versucht konzentriert zu bleiben, zu pushen wo die Straßen sauber waren und in den kniffligen Passagen vorsichtiger zu sein. Es war kein großer Abstand, aber genug um die Rallye zu gewinnen und einen wichtigen Schritt zum Titel zu machen", sagte der Franzose.

Reifenwahl entscheidet über den Sieg

Latvala blieb immer auf Tuchfühlung und wechselte sich am Samstag zwischenzeitlich mit Ogier an der Spitze ab. Obwohl Regen vorhergesagt wurde, setzte Ogier am Nachmittag auf die härteren Reifen, während Latvala auf weichen unterwegs war.

Das Gummi-Pokerspiel ging für Ogier auf, weil der Regen ausblieb und Latvalas Reifen auf den trockenen Straßen überhitzten. Der WM-Leader konnte so einen Rückstand von vier Sekunden in einen neun-Sekunden-Vorsprung vewandeln. Von diesem Rückschlag erholte sich Latvala nicht mehr.

Mikkelsen und Kris Meeke schenkten sich nichts und kämpften lange Zeit um den dritten Podestplatz. Doch als Meeke am Samstagabend wegen dem unerlaubten Abkürzen einer Kurve bestraft wurde, konnte Mikkelsen entspannt zu seinem vierten Podiums-Platz in dieser Saison fahren.

Karriere-Bestleistung für Paddon

Die Strafe ließ Meeke (Citroen DS3) auch hinter Mikko Hirvonen zurückfallen, den Finnen schnappte sich der Nordire aber bald wieder und sicherte sich am Ende Platz vier mit 9,6 Sekunden Vorsprung.

Hayden Paddon kam im Hyundai i20 mit Platz sechs zu seinem besten Karriere-Ergebnis. Er duellierte sich mit Mats Östberg, solange bis der Norweger wegen einer beschädigten Aufhängung am Heck seines DS3 am Leaderboard durchgereicht wurde.

Thierry Neuville verlor am ersten Tag mit gebrochener Aufhängung an seinem i20 viel Zeit und beendete die Rallye letztlich als Siebter, dahinter folgte Elfyn Evans.

Robert Kubica wurde Neunter, obwohl er mehr als eine Minute verlor, als er von einer aufblinkenden Warnleucht iritiert wurde und einen kleinen Crash baute. Chris Atkinson komplettierte als Zehnter das Leaderboard.

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