Latvala mit knapper Führung in Australien

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Jari-Matti Latvala übernahm auf der finalen Wertungsprüfung des Freitags bei der Australien-Rallye die Führung im Gesamtklassement. Mit einer Attacke am Nachmittag schob er sich von Platz fünf nach vor an die Spitze.

Der VW-Pilot beendete einen rutschigen Morgen in New South Wales fast elf Sekunden hinter Leader Kris Meeke. Doch mit einem Hattrick von Bestzeiten beim Nachmittagsrun über dieselben Wertungsprüfungen verbesserte er sich bis auf Rang zwei, ehe er auf der letzten WP um 2,0 Sekunden an Meeke vorbeizog.

"Heute Morgen fehlte der Funken, ich habe die letzten zwei Prozent vermisst, um zu attackieren, aber auf den ersten drei Nachmittags-WPs habe ich attackiert. Auf der letzten Stage hatte ich nicht das beste Gefühl, weil meine Reifen schon sehr verbraucht waren. Ich kalkulierte, dass ich mit bis zu fünf Sekunden Rückstand glücklich gewesen wäre. Ich habe nur 4,7 Sekunden auf Ogier verloren, war aber schneller als Meeke", meinte Latvala.

Nachteil für frühe Starter

Das Reifenmanagement war den ganzen Tag über ein Kernpunkt. Sowohl am Vormittag, als die meisten Fahrer auf die weichen Michelin-Reifen setzten, als auch am Nachmittag, als die harten Gummis bevorzugt wurden.

Meeke lag in seinem Citroen DS3 vier Wertungsprüfungen lang voran, wurde auf der letzten WP aber von aufgewirbeltem Staub behindert. "Ich konnte nicht einmal das Ende der Motorhaube sehen. Im sechsten Gang zu fahren, wenn du nichts siehst, ist nicht einfach", kommentierte es der Nordire.

Die Straßen nahe Coffs Harbour benachteiligten die frühen Starter, die erst den Schotter von der Strecke fegen mussten und den nachfolgenden Piloten eine sauberere Ideallinie hinterließen. Sébastien Ogier, der als Erster auf die Strecke musste, wurde davon am meisten beeinträchtigt und lag nur an sechster Stelle, ehe er mit der zweitbesten Zeit auf der finalen WP auf Rang drei vorstieß. 4,6 Sekunden fehlen ihm auf Latvala.

Lefebvre verabschiedet sich früh

Andreas Mikkelsen liegt an vierter Stelle, obwohl sein Polo R auf der letzten WP "wie eine Schlange fuhr". Der Norweger liegt 3,0 Sekunden vor Dani Sordo, der zu Beginn von seiner Startposition profitierte und die ersten drei WPs für sich entschied.

Hayden Paddon hielt lange Position zwei, bis er nach einem Problem mit dem Handling seines Hyundai i20 auf Rang sechs zurückfiel. Sein Teamkollege Thierry Neuville folgt hinter ihm. Der Belgier zog an Ott Tänak vorbei, weil dieser am Nachmittag mit Differenzial-Problemen an seinem Ford Fiesta RS kämpfte und dann auch noch einen Dreher samt abgestorbenem Motor verbuchte.

Elfyn Evans suchte nach seiner Form und verlor zusätzlich mit einem Reifenschaden links hinten Zeit. Er rangiert an neunter Stelle, gefolgt von Lorenzo Bertelli, dem die Handbremse seines Fiesta RS Probleme machte.
Der einzige namhafte Ausfall betraf Stéphane Lefebvre, der einen Stein traf und sich den linken Querlenker seines DS3 beschädigte. Lefebvre war als kurzfristiger Ersatzmann für den verletzten Mads Østberg in die Rallye gegangen.

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