WM-Leader Loeb erwartet starke Lokalmatadoren

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Die Rallye-WM startet nach einem Monat Pause in Finnland in die zweite Saisonhälfte.

Sebastien Lob findet sich sieben von 13 Saison-Rennen in einer altbekannten Rolle wieder – jener als Gejagter.

In Finnland sieht sich der Serien-Weltmeister dennoch nicht als Favorit. Er weiß, dass die Finnen auf ihrem Heim-Terrain nur schwer zu besiegen sind.

Finnland-Sieg nicht das Hauptziel

In seiner Karriere ist ihm das erst ein Mal gelungen – und das als 65-facher Sieger von WM-Läufen.

„Ich musste damals 200 Prozent Einsatz geben, um diese Rallye zu gewinnen“, erinnert sich Loeb an seinen Sieg im Jahr 2008 zurück. „Ich denke nicht, dass ich dieses Risiko in diesem Jahr erneut eingehen werde.“

Damit gibt der Franzose bereits sein „Motto“ für das Wochenende in Finnland vor. „Das Hauptziel für uns ist nach wie vor der Gewinn der Weltmeisterschaft am Ende der Saison und nicht der Sieg in Finnland“, stellt der 37-Jährige klar.

„Hochmotivierte Gegner“

In der WM führt er nach den ersten sieben Saison-Rallyes 17 Punkte vor Ford-Pilot Mikko Hirvonen.

Den Finnen erwartet er gemeinsam mit dessen Landsmann und Teamkollegen Jari-Matti Latvala auch als schärfsten Konkurrenten bei der High-Speed-Rallye.

„Wir werden es dort mit hochmotivierten Gegnern zu tun haben, die alles daran setzen werden, ihr Territorium zu verteidigen“, weiß Loeb, worauf er sich einstellen muss.

Ford-Duo am Shakedown gebremst

Das Vorgeplänkel konnte Loeb jedenfalls für sich entscheiden, fuhr beim Shakedown knapp vor seinem jüngeren Teamkollegen Sebastien Ogier Bestzeit. Jari-Matti Latvala landete als bester Ford-Pilot auf Rang drei, Mikko Hirvonen musste sich mit Rang sieben begnügen.

Allerdings durfte das Duo auf Geheiß der Teamführung nicht auf Zeitenjagd gehen. „Unsere Fahrer sind sehr zufrieden mit dem Setup und müssen nicht mehr Runden drehen, oder gar versuchen die schnellste Zeit zu fahren", stellte M-Sport-Boss Malcom Wilson klar.

Ungeliebt, aber am Podest

Eine Bestzeit beim Shakedown bewertet ein Routinier wie Loeb nicht über. Dennoch rechnet er sich beim achten WM-Lauf etwas aus, fühlt er sich doch im neuen DS3 WRC nach eigenen Angaben sehr wohl.

"Je nachdem wie die Dinge in Finnland für mich laufen werden, verspüre ich unter Umständen einen zusätzlichen Schub“, meint der dreifache Saisonsieger. Und obwohl die Finnland-Rallye nicht zu seinen Lieblings-Veranstaltung zählt, muss er weit oben auf der Favoritenliste geführt werden. Seit dem Jahr 2004 landete der Franzose in Finnland immer am Podest.

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