Novikov/Minor gehen in Portugal voll auf Angriff

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Loser Untergrund, offene Straßen, enge Abschnitte.

Nach fünf Wochen Pause nimmt die Rallye-WM in Portugal wieder Fahrt auf. Es wartet der zweite von sechs aufeinanderfolgenden Schotter-Events.

Wie bei allen Rallyes auf diesem Untergrund ist die Startreihenfolge entscheidend. Man kann also von hohem Tempo und Risiko von Beginn an ausgehen.

Viele Unfälle im Vorjahr

Der Großteil der Streckenführung ist mit jener im Vorjahr ident. Am Freitag findet in Vilamoura auch eine Wertungsprüfung auf Asphalt statt.

Der Favoritenkreis ist in diesem Jahr nicht leicht auszumachen. Durch die vielen Unfälle hilft auch ein Blick auf das Vorjahresklassement wenig. Sieger 2012 war der Finne Mads Ostberg, der jedoch von einer Disqualifikation Mikko Hirvonenes profitierte.

Ganz bestimmt zu den Favoriten gehört Sebastien Ogier, der schon zwei Mal in Portugal gewinnen konnte und zuletzt in Mexiko eine beeindruckende Performance ablieferte.

Novikov und Minor wollen Platz zwei wiederholen

Auch Ogiers Teamkollege Jari-Matti Latvala kann sich Chancen ausrechnen, allerdings sind seine Erinnerungen an Portugal auch mit schweren Crashes verbunden. Wie 2009, als er sich mehrfach überschlug.

Voll auf Angriff geht die Qatar-M-Sport-Paarung Evgeny Novikov und Ilka Minor. Der Russe erreichte im Vorjahr Platz zwei in Portugal und will heuer wieder auf das Podest.

"Natürlich können dabei auch Fehler passieren und wir haben heuer bereits gesehen: Selbst kleine Fehler, denn mehr waren es nicht, können dich zurückwerfen. Aber was bringt uns ein fünfter oder ein achter Platz? Wir wollen zeigen, dass wir an der Spitze fahren können", verleiht Novikov seiner Angriffslust Ausdruck.

Minor rechnet mit matschigen Bedingungen

Bei einem Test in der Nähe des Rallye-Hauptquartieres in Faro konnten sich die beiden bereits auf die Bedingungen vorbereiten.

"Es ist auch hier verhältnismäßig kalt, am Morgen hat es maximal zwei Grad, tagsüber kommen wir höchstens auf zehn Grad. Beim Test war es recht matschig – wir rechnen auch für die Rallye mit solchen Bedingungen und haben auch ein entsprechendes Setup erarbeitet. Sollte es wider Erwarten trockene Verhältnisse geben, können wir das Setup recht schnell im Rahmen des Service adaptieren", analysiert die österreichische Beifahrerin.

Eröffnet wird das Rennprogramm am Donnerstagvormittag, wenn die Piloten auf der vier Kilometer langen "Vale de Jodeu" um das Recht, sich ihren Platz in der Startreihenfolge auszusuchen, kämpfen.

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