Loeb verabschiedet sich mit Sieg

Aufmacherbild
 

Loeb beendet vorerst letztes WM-Kapitel meisterlich

Aufmacherbild
 

Was für ein Finale von Super-Seb! Noch einmal zeigt der Franzose, warum er zuletzt neun Rallye-Weltmeisterschaften in Serie gewonnen hat.

Der Ausnahme-Pilot verabschiedet sich mit seinem Beifahrer Daniel Elena standesgemäß als Citroen-Werksfahrer.

Werks-Abschied mit 76. WM-Sieg

Mit dem 76. Sieg seiner Karriere beendet Sebastien Loeb seine letzte volle Saison in der Weltmeisterschaft. Gleichzeitig ist es sein achter Spanien-Triumpf in Folge!

Mit dem Sieg in Spanien verdierbt der Rekordmann die Abschieds-Party von Ford aus der Rallye-WM. Nach 33 Jahren wird der Autobauer nächstes Jahr kein Werksteam mehr an den Start schicken. 1979, 2006 und 2007 gewann Ford die Herstellerwertung, aber nur einmal auch die Fahrer-WM: 1981 triumphierte der Finne Ari Vatanen. Auch die BMW-Gruppe beendet ihr WM-Engagement mit Mini. Den Platz von Ford wird Volkswagen einnehmen.

Aufholjagd auf Asphalt

"Natürlich wollte ich hier gewinnen", erklärt Loeb im Ziel.

Am Freitag lag der 38-Jährige auf den Schotter-Prüfungen zwischenzeitlichen 40 Sekunden hinter der Spitze, doch am Samstag nach dem Wechsel auf Asphalt verschafte sich der Champion schnell einen Vorsprung von 20 Sekunden. Dass Verfolger Jari-Matti Latvala im Ford am Schlusstag auf sieben Sekunden heranfahren konnte, nahm Loeb gelassen hin: "Ich hatte mehr Regen erwartet und musste mich mit den falschen Reifen ganz schön lang machen um gegen Jari-Matti bestehen zu können."

Latvala ärgert sich über Rang zwei

Latvala, der auf der Power-Stage die Bestzeit erzielt, zeigt ein starkes Rennen, insgeheim war der Finne bei seinem letzten Auftritt im Ford Fiesta WRC aber auf Sieg programmiert. "Am liebsten wäre ich noch eine Prüfung mehr gefahren. Dann hätte ich Sebastien noch mehr unter Druck gesetzt", meint Latvala. "Ich hatte zum Schluss ein richtig gutes Gefühl und konnte wieder eine Menge lernen."

Wer die Rolle von Latvala bei Ford künftig übernehmen wird, steht bislang noch in den Sternen.

Östberg und Tänak rittern um M-Sport-Cockpit

Zwei heiße Kandidaten auf das Cockpit sind Mads Östberg und Ott Tänak. Als das Wetter am Freitagmorgen richtig schlecht war, schlug die Stunde der beiden M-Sport-Privatiers. Östberg verspielte seine Siegchance jedoch schon am Samstagmorgen und musste sich mit 9,6 Sek. Rückstand hinter Mikko Hirvonen mit Rang vier begnügen.

"Es war ein fantastisches Jahr, obwohl ich gerade etwas enttäuscht bin, denn das Wochenende verlief nicht optimal", erklärte der Norweger. Der Este Tänak hatte mehr Grund zum Jammern. Er überspannte im Kampf um den letzten Podiumsplatz auf der drittletzten Prüfung den Bogen und rutschte vorzeitig ins Aus. Die erneute Nullnummer lässt seine Chancen auf ein Werkscockpit 2013 deutlich schrumpfen.

Lokalmatador Sordo gab das Tempo vor

Mit sechs Bestzeiten ist Dani Sordo der schnellste Fahrer des Wochenendes. Kapital kann der Lokalmatador daraus aber nicht schlagen. Zu Beginn seines Heimspiels werfen ihn nicht nur ein Fahrfehler, sondern auch Probleme mit dem Motor seines Mini WRC aussichtslos zurück. "Zum Ende hin war es richtig gut", erklärt Sordo, der vor dem Russen Evgeny Novikov mit Beifahrerin Ilka Minor den neunten Endrang belegt.

Endstand Spanien-Rallye:

1. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen DS3

2. Jari-Matti Latvala/Miika Anttila (FIN) Ford Fiesta + 7 Sek.

3. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Citroen DS3 1:46,8 Min.

4. Mads Ostberg/Jonas Andersson (NOR/SWE) Ford Fiesta 1:56,4

5. Jarkko Nikara/Jarkko Kalliolepo (FIN) MINI Cooper 16:07,9.

10. Jewgeni Nowikow/Ilka Minor (RUS/AUT) Ford Fiesta 25:46,6.

Fahrer-WM-Endstand nach 13 Läufen:

1. Loeb 269 Punkte

2. Hirvonen 213

3. Latvala 151

4. Ostberg 149

5. Petter Solberg 124

6. Nowikow 88

Team-WM-Endstand:

1. Citroen Total (FRA) 453 Punkte

2. Ford (ENG) 309

3. M-Sport Ford (ENG) 170

4. Adapta (NOR) 83

5. Citroen Junior (FRA) 72

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen